Der TSV Benediktbeuern peilt Platz drei bis sieben an: (hinten, v. li.) Franzi Rest, Stefan Pölt, Florian Kiefersauer, Florian Deiser, Tobias Schmied, (Mitte) Trainer Willi Link, Tim Mych, Leonhard Öttl, Thomas Bacher, Benedikt Guggemos, Thomas Pölt, Johann Leis, Co- Trainer Dominik Hiederer, (vorne) Philipp Multerer, Kilian Geiger, Benedikt Veicht, Markus Sziedat, Thomas Rauscher, Anton Öttl, Benedikt Geiger, Timon Heinze und Gerhard Hofmann. Nicht auf dem Bild: Florian Ketterl, Albert Schandl, Fabian Mangold, Lukas Schmid, Leon Göttinger sowie Maxi Schönsteiner.
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Der TSV Benediktbeuern peilt Platz drei bis sieben an: (hinten, v. li.) Franzi Rest, Stefan Pölt, Florian Kiefersauer, Florian Deiser, Tobias Schmied, (Mitte) Trainer Willi Link, Tim Mych, Leonhard Öttl, Thomas Bacher, Benedikt Guggemos, Thomas Pölt, Johann Leis, Co- Trainer Dominik Hiederer, (vorne) Philipp Multerer, Kilian Geiger, Benedikt Veicht, Markus Sziedat, Thomas Rauscher, Anton Öttl, Benedikt Geiger, Timon Heinze und Gerhard Hofmann. Nicht auf dem Bild: Florian Ketterl, Albert Schandl, Fabian Mangold, Lukas Schmid, Leon Göttinger sowie Maxi Schönsteiner.

Kampf um die Nummer eins im Tor

TSV Benediktbeuern will die Favoriten „a bissl tratzn“

  • VonWolfgang Stauner (Redakteur)
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Der TSV Benediktbeuern geht mit einer positiven Einstellung in die neue Saison. Der Verein um Trainer Willi Link geht dabei mit einer jungen Mannschaft an den Start.

Benediktbeuern – Ein wenig trauert Willi Link der abgebrochenen Saison nach. Platz fünf heftet der Trainer des TSV Benediktbeuern als „respektabel“ ab. Doch vor der Unterbrechung im Frühjahr 2020 hatte sein Team fünf Siege in Folge eingefahren. „Wer weiß“, sinniert Link, „wo wir unter normalen Umständen gelandet wären? Naja, zum Aufstieg hätte es sicherlich nicht gereicht.“

Dazu wird es vermutlich auch in der kommenden Spielzeit nicht reichen, doch Trainer, Co-Trainer Dominik Hiederer und rund zwei Dutzend Spieler stürzten sich mit Enthusiasmus in die Vorbereitung und wollen mit eben dem Elan auch die Saison bestreiten. „Platz drei bis sieben“, so Links Einschätzung, „werden wir wohl erreichen können.“

TSV Benediktbeuern mit junger Mannschaft gegen die Favoriten SV Uffing und WSV Unterammergau

Als Titelfavoriten hat der 62-jährige Penzberger Kreisliga-Absteiger SV Uffing und den WSV Unterammergau ausgemacht. „Uffing habe ich mir in einem Testspiel gegen den ESV Penzberg angeschaut, und ich bin beeindruckt von der Qualität des Kaders.“ Die Favoriten könne man allenfalls „a bissl tratzn“, wenn bei den Beurern alles top zusammenläuft. Davon ist trotz allem Engagement und beachtlicher Ergebnisse in der Vorbereitung (3:1 gegen Söchering, 5:3 gegen RW Bad Tölz) nicht unbedingt auszugehen. „Ich habe ein halbes Dutzend 18- oder 19-Jährige in der Mannschaft und ein Durchschnittsalter von 21,2 Jahre“ hat Link ausgerechnet. „Es wäre ein Wunder, wenn’s komplett rund liefe.“

Auch, weil einige Stammkräfte des vergangenen Jahrzehnts kürzertreten werden. Abwehrroutinier Florian Deiser (34) und Goalgetter Albert Schandl (33) wollen nurmehr aushelfen, wenn personelle Not herrscht. Die Offensiv-Power ruht nun in erster Linie auf Kapitän Benedikt Guggemos, Lukas Schmid und Benedikt Veicht. Letzterer hat unter anderem im Nachwuchs der SpVgg Unterhaching gekickt und ist bereits vom Bezirksligisten FC Penzberg angebaggert worden. „Klar, das Zeug dazu hätte er“, weiß der TSV-Coach, „aber das ist das schöne hier in Benediktbeuern: Da zählt die Kameradschaft mehr, als der Erfolg auswärts.“

TSV Benediktbeuern: Nach Karriereende von Sebastian Rieder kämpfen zwei Kanditaten um den Stammplatz im Tor

Die unumstrittene Nummer eins, Sebastian Rieder, hat sich mit 35 Jahren komplett aus dem Spielbetrieb zurückgezogen und wird Link als Torwarttrainer assistieren, um die Lücke zwischen den Pfosten möglichst schnell zu schließen. Zwei Kandidaten kämpfen nämlich um die Nummer eins: Maxi Schönsteiner (28) kommt von einem Achillessehnenriss zurück, und der blutjunge Thomas Rauscher aus den A-Junioren. Link hat ein wachsames Auge auf das Duo und räumt ein: „So richtig aufgedrängt hat sich noch keiner von beiden.“ Ähnlich sieht es bei zwei weiteren Youngstern aus: Tim Mych und Johann Leis. „Sie sind eifrig, aber körperlich fehlt’s noch etwas“, hat Linh beobachtet, „aber langfristig haben sie eine gute Perspektive.“ So wie das gesamte Team. (Wolfgang Stauner)

Unser Tipp: Für den Aufstieg ist es noch zu früh

Dass es die Beurer fußballerisch was drauf haben, beweist die kleine Siegserie vor der ersten Corona-Unterbrechung. Und auch Platz fünf im Abschlussklassement zeigtWilli Linkssegensreiches Wirken im Klosterdorf. Klar, dass das junge, ehrgeizige Team daran anknüpfen möchte und das Augenmerk ans obere Tabellenviertel heftet. Doch die Jugend und die damit verbundene Unerfahrenheit – vor allem im Tor – ist auch eine Hypothek für die Klosterdörfler. Für Titel oder Aufstieg ist es in dieser Saison noch zu früh, doch mittelfristig werden die TSV-Cracks in die Kreisliga aufsteigen, in der sie bereits 2013 bis 2015 spielten. sts

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