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FC Pipinsried: Momentum nutzen und nachlegen - Jelisic wieder auf dem Platz?

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Niko Jelisic: Wechselte sich beim ersten Saisonsieg für Co-Trainer Pablo Pigl ein.
Sperre: Pipinsried muss das Regionalliga-Nachholspiel beim TSV 1860 Rosenheim ohne den am Wochenende per Ampelkarte vom Platz gestellten Niko Jelisic bestreiten. © hae

Nachlegen will der FC Pipinsried in der Regionalliga Bayern am Samstag im Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg U 23 (14 Uhr/Max-MorlockPlatz im Sportpark ValznerWeiher).

Pipinsried – Die Ilmtaler haben ja am vergangenen Dienstag beim 3:0-Triumph über die SpVgg Hankofen-Hailing im vierten Saisonspiel den ersten Dreier eingefahren – und der Sieg wurde auch noch in überzeugender Manier herausgespielt.

Mit der U 23 des 1. FC Nürnberg wartet der Tabellenzweite auf das Pipinsrieder Team. Nach dem Sieg gegen den Aufsteiger aus Hankofen-Hailing am zweiten Spieltag der laufenden Englischen Woche war die Erleichterung beim Team aus dem Dachauer Hinterland groß – sehr groß.

Nach drei Pleiten in Serie bewies man sich und den Fans, dass man das Gewinnen in der Sommerpause nicht verlernt hat. Und um zu zeigen, dass dies keine Eintagsfliege war will der Erfolg in Franken unbedingt bestätigen.

„Wir müssen jetzt den tollen Sieg veredeln“, fordert FCP-Trainer Niko Jelisic von seiner Mannschaft. Nichtsdestotrotz weiß auch der Pipinsrieder Chefanweiser, dass mit dem Zweitliga-Nachwuchs des Clubs ein komplett anderes Kaliber auf ihn und sein Team wartet. „Nürnberg, das ist eine sehr gute Mannschaft. Sie spielt einen tollen Fußball, hat einen Toptrainer und starke Spieler“, verneigt sich Jelisic voller Respekt vor dem Gegner. Die kleinen Clubberer rangieren derzeit auf Platz zwei in der Tabelle, ihre erste und bislang einzige Niederlage haben die Nürnberger am dritten Spieltag bei der SpVgg Hankofen-Hailing kassiert (0:2). Allerdings ließen die Mannen von Club-Trainer Christian Fiel damals jede Menge bester Einschussmöglichkeiten ungenutzt verstreichen.

Ein FCN-Youngster ist FCPTrainer Niko Jelisic besonders ins Auge gestochen: Jermain Nischalke. Der 19-jährige Stürmer hat beim Videostudium des Pipinsrieder Coaches mächtig Eindruck hinterlassen. „Ich habe selten einen so guten Stürmer gesehen wie ihn“, staunte Jelisic, der in seinem Fußballerleben schon einiges erlebt und gesehen hat. Er war höchst angetan vom Niveau des Nürnberger Angreifers, den seine Kollegen nur Jimmy nennen. „Aber wir müssen nicht nur Nischalke im Auge behalten. Der Club verfügt einfach über eine Klassemannschaft. Das wird ein sehr hartes Stück Arbeit für uns“, prophezeit der Pipinsrieder Übungsleiter. 

Im Dachauer Hinterland ist nach dem ersten Saisonsieg der Frustlevel im gleichen Maße gesunken wie das Selbstvertrauen gestiegen ist. „Das hat sich gut angefühlt. Den Jungs und mir, eigentlich allen, die mit dem Team mitfiebern, hat der Sieg gut getan“, sagt Jelisic, der sich nach langer Verletzungspause und einer nervenaufreibenden Rekonvaleszenz gegen Hankofen-Hailing nach 73 Minuten ein paar Minuten als Aktiver gegönnt hat. Bemerkenswert: Er wechselte mit seinem Co-Trainer Pablo Pigl die Position. Zuvor hatte Pigl auf der für ihn völlig ungewohnten Sechserposition das Team geführt, es umsichtig angeleitet und so auf dem Platz für Ordnung gesorgt. Eine Viertelstunde vor Schluss übernahm Jelisic diesen Job auf dem Platz, obwohl er seit Monaten auf Grund einer Bänderverletzung im Sprunggelenk nicht mehr gespielt hatte und über wenig Spielpraxis verfügte.

Auch im Training geht der Trainer sehr dosiert zu Werke – ein Rückschlag wäre die absolute Katastrophe. Wie wichtig erfahrene Spieler in der Pipinsrieder Mannschaft sind, davon konnten sich jeder beim Match gegen die Niederbayern ein Bild machen. Mit Pigl auf der zentralen Position stellten auch Youngster wie Halit Yilmaz und Claudio Milican ansteigende Form unter Beweis. Niko Jelisic: „Es war ein wichtiger Sieg – keine Frage. Aber jetzt geht es weiter. Bei aller Euphorie dürfen wir nicht vergessen: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. In Nürnberg müssen wir uns nochmals deutlich steigern.“ 

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