Abwehrchef am Ball: Innerhalb weniger Wochen hat sich Ex-Löwe Thomas Richter beim FC Pipinsried enormen Respekt verschafft. Er ist aus dem Team nicht wegzudenken. Foto: hae

Ärger um Bobak schnell verflogen

Pipinsried - In einem sehenswerten Landesliga-Spiel hat der FC Pipinsried gestern Abend den Lokalrivalen FC Affing mit 2:1 besiegt und sich in der Tabelle auf Platz 14 vorgearbeitet. Schon vor der Partie war in Pipinsried einiges los. Der bisherige Stammtorhüter Sascha Bobak nahm seine Reservistenrolle nicht hin, er kam erst gar nicht zur Partie nach Pipinsried.

„Er hat es einfach nicht akzeptiert, dass der Trainer ihn auf die Bank gesetzt hat. Er meint wohl, es geht hier nicht um den Verein oder die Mannschaft sondern um ihn“, so FCP-Boss Konrad Höß vor der Partie. „Dass diese Aktion Folgen haben wird, dürfte klar sein“, so der erzürnte und enttäuschte Vorsitzende.

Das Tor des FC Pipinsried hütete gestern Marco Kleindienst, der auf unkonventionelle Weise einige gute Aktionen hatte. Allerdings wurde er auch von Abwehr-Chef Thomas Richter häufiger zusammengestaucht, denn mit einigen Aktionen löste Kleindienst ein erstauntes Raunen rund um das Spielfeld aus. Allzu lässig versuchte er hin und wieder, den Ball aufzunehmen bzw. sich fußballerisch zu betätigen. Dass diese Nonchalance nicht mit einem Gegentor bestraft wurde, ist bezeichnend für das Spiel der favorisierten Gäste aus Affing. Diese legten los wie die Feuerwehr, holten in den ersten acht Minuten zwei Eckbälle und zwei Torchancen heraus, die allerdings allesamt kläglich vergeben wurde. Die Strafe folgte auf dem Fuß. FCP-Torjäger Michael Holzhammer zeigte erneut, dass er den richtigen Riecher in und am Strafraum des Gegners hat. Kaltschnäuzig verwandelte er die erste echte Pipinsrieder Chance. Bis zur Halbzeitpause versiebten die Gäste unkonzentriert weitere gute Möglichkeiten.

Nur vier Minuten nach der Halbzeit hatte der Gastgeber gleich zwei Torchancen in kurzer Zeit, doch Affings Keeper Markus Gail hielt sein Team im Spiel. In der 51. Minute erhielten die Gäste dann den Lohn für ihre Bemühungen, sie glichen aus. Doch wer dachte, dass die Pipinsrieder nun zusammenbrechen würden, sah sich getäuscht. Der FCP hielt dagegen, und Holzhammer sorgte mit seinem zweiten Treffer für die neuerliche FCP-Führung. In der 89. Minute hatte der Gast noch einmal Pech, ein Freistoß des FCA aus 20 Metern verfehlte das Pipinsrieder Tor um Haaresbreite.

FCP-Kapitän Ugur Alkan brachte es auf den Punkt: „Wir haben uns nach dem Ausgleich nicht hinten rein drängen lassen sondern weiter nach vorne gespielt. Wenn wir immer so spielen, werden wir auch weiter nach vorne kommen.“ (hae)

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