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Alen Muminovic vom SV Weichs: 24 Tore in 13 Spielen.

Alen Muminovic vom SV Weichs im Interview

Torjäger Muminovic profitiert vom Training mit seinem Bruder

Alen Muminovic ist die Lebensversicherung des SV Weichs. In 13 Spielen traf er 24 Mal für den Kreisklassist und steht damit auf Platz eins der Torjäger. 

Am 15. März rollt der Ball wieder in der Kreisklasse München 1. Für den SV Weichs geht es daheim gegen den TSV Bergkirchen. Der Tabellenzweite ist nur einen Punkt hinter der Tabellenspitze und hat noch alle Chancen auf die Meisterschaft und den Aufstieg. Großen Anteil an diesem Erfolg hat Stürmer Alen Muminovic. Der Angreifer hat bereits 24 Tore in 13 Spielen für seinen Verein erzielt. Damit hat er jetzt schon so viele Tore erzielt wie in den letzten beiden Jahren zusammen. 

Kopfballstark schon in jungen Jahren

Welche besonderen Stärken besitzt du als Stürmer, die für deinen Erfolg vor dem Tor verantwortlich sind?

Ich versuche immer den Abschluss zu finden, egal aus welcher Position. Mit 30 Jahren habe ich schon ein bisschen Erfahrung sammeln können. Zu meinen Stärken gehört, dass ich beidfüßig und nicht abhängig von einem Fuß bin. So können mich meine Mitspieler flexibel einsetzen und ich sorge in manchen Situationen für Überraschungen, die manchmal spielentscheidend sind. Außerdem bin ich kopfballstark. Ich habe mit meinem Bruder in jungen Jahren viel zusammen trainiert. Somit habe ich bei Standards noch einen kleinen Bonus. Das alles würde mir aber ohne meine Teamkollegen nicht gelingen. Sie bedienen mich mit Flanken und Pässen, die überhaupt zu einer Torchance führen.  

Was gehört alles zu einem erfolgreichen Fußballtag dazu?

Natürlich ein Sieg (lacht) und am Ende ein Tor mehr erzielen als der Gegner. Die Mannschaftsleistung muss auf dem höchsten Niveau bleiben und darf nicht nachlassen. Dazu gehören auch eine gewisse Konzentration sowie Motivation in jedem Spiel. Das Team muss bis zur letzten Sekunde zusammen kämpfen. Am Ende eines Spieltages gehört natürlich auch noch das Quäntchen Glück dazu. Im Fußball kann sich vieles binnen weniger Sekunden ändern. 

Trainer kennt die Liga in- und auswendig

Welche Ziele möchtest du noch erreichen?

Ich möchte mich immer individuell weiterentwickeln und in jedem Spiel mein Level halten. Als Stürmer ist es natürlich Voraussetzung, dass ich so viele Tore wie möglich schieße. Ich will mit meiner Mannschaft in jedem Spiel bzw. in jeder Saison erfolgreich sein. Dafür müssen viele Tore erzielt werden. Wir spielen bis jetzt eine gute Saison. Wenn wir das Niveau halten, können wir noch viel zusammen erreichen. Am Wichtigsten ist, dass der Spaß nicht verloren geht. 

Welchen Unterschied macht der jeweilige Gegner für dich in einem Spiel?
Es kommt immer darauf an, welchen Typ von Verteidiger ich als Gegenspieler habe. Manche Verteidiger stehen höher, sodass ich die Freiräume besser nutzen kann, indem ich mich dementsprechend positioniere. Außerdem spielen wir als Mannschaft eher längere Bälle, die dann hinter die Abwehrketten fallen. Wir versuchen schnell umzuschalten. Wenn die Abwehr tiefer steht, müssen wir das Spiel kontrollierter angehen. Das Passspiel hat mehr Priorität, damit wir uns die Freiräume erspielen können. Im Endeffekt passen wir uns dem Gegner an, um dann die Lücken zu finden. 

Welchen Anteil am Erfolg hat Trainer Alen Ruzak?
Er ist für mich ein wichtiges Standbein. Er kennt unsere Liga sehr gut und somit auch die Mannschaften und ihren Spielstil. Ruzak gibt mir immer die entscheidenden Tipps vor den Spielen, wie jeder Verteidiger agiert und wie ich mich absetzen kann. 

Neuer Verein, neue Aufgabe

ERDINGER Weißbräu zeichnet wieder die besten Torschützen der Liga in den jeweiligen Bezirken aus. Wenn du am Ende die meisten Treffer erzielt haben solltest, was würdest du mit dem Bier anstellen?
Ich persönlich trinke gar keinen Alkohol. Somit kann ich wenig mit den 15 Kisten Bier von ERDINGER anfangen. Meine Mannschaft bzw. der Verein würden sich bestimmt freuen, wenn ich meine Belohnung zur Verfügung stelle. 

Vor der Saison bis Du vom TSV Hilgertshausen nach Weichs gewechselt. Warum?
Nach fünf Jahren Hilgertshausen habe ich für mich beschlossen, eine neue Aufgabe auszuprobieren. Ein sehr guter Freund, der zu diesem Zeitpunkt Präsident des Vereins war, hat ebenfalls aufgehört. Beim TSV kam es dann auch zur Umstrukturierung und es sollte ein neuer Spielertrainer kommen. Am Ende wurde ich auch gar nicht mehr gefragt. Hier beim SV Weichs verstehe ich mich mit allen prächtig und fühle mich sehr wohl. 

Text: Moritz Panzer

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