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Amar Cekic hat in den ersten 18 Spielen der laufenden Saison elf Treffer seiner Mitspieler vorbereitet.

Topvorbereiter im Interview 

Cekic: „Ich würde den Aufwärtstrend nicht an Bender festmachen, sondern...“

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Während es beim FC Pipinsried in der laufenden Saison noch nicht so richtig rund läuft, blüht Amar Cekic richtig auf. Im Interview verrät der offensive Mittelfeldspieler sein Erfolgsgeheimnis. 

Im Sommer wechselte Amar Cekic vom FC Memmingen zurück nach München und schloss sich dem Ligakonkurrenten FC Pipinsried an. In der vergangenen Spielzeit kam der gebürtige Münchner nur auf zwölf Spiele. Im Trikot der Allgäuer gelang ihm eine Vorlage. Viel besser läuft es beim Klub aus dem Dachauer Hinterland. Obwohl der FC Pipinsried derzeit nur auf dem 16. Tabellenplatz steht, gehört Cekic zu den Lichtblicken des FCP. In 18 Spielen kommt der offensive Mittelfeldspieler bereits auf drei Tore und elf Vorlagen. Im Interview verrät der Linksfuß, was sich seit der Verpflichtung von Manni Bender geändert hat, was ihn derzeit so stark macht und wie er seine Zukunft plant. 

Beim Blick auf die Tabelle erscheint dein Wechsel im Sommer von Memmingen nach Pipinsried wie ein Rückschritt. Siehst du das auch so?

Ich würde es keineswegs als ein Rückschritt bezeichnen. In Memmingen bin ich kaum zum Zug gekommen, bei Pipinsried hingegen bin ich Stammspieler. Trotz unseres schlechten Tabellenplatzes war beim direkten Aufeinandertreffen zu sehen, dass wir absolut in der Lage sind gegen Memmingen mitzuhalten. 

Warum läuft es bisher noch nicht so richtig bei euch?

Ich denke uns fehlt einfach die Konstanz in unseren Leistungen. Wir haben es bisher nicht geschafft, zwei Siege in Folge einzufahren. Nach dem Sieg gegen Augsburg folgte zum Beispiel eine bittere 0:3-Niederlage gegen Buchbach. Auch nach dem Riesenspiel gegen Schweinfurt jetzt die Ernüchterung gegen Fürth

„Fabis Qualität als Spieler und Trainer ist unumstritten“

Seit Manni Bender neu im Trainerteam ist, habt ihr elf eurer 18 Punkte geholt. Was hat sich verändert bzw. warum läuft es seitdem besser?

Ich würde diesen Aufwärtstrend nicht an Manni Bender festmachen, sondern das Gesamtpaket betrachten. Es spielen mehrere Variablen eine Rolle. Das Team wirkt nun wesentlich eingespielter. Zudem waren die letzten Gegner, ausgenommen Schweinfurt, zumeist aus unserer Tabellenregion. 

Inwiefern ist ein Unterschied bemerkbar, seitdem Fabian Hürzeler im Spiel mehr Spieler als Trainer ist?

Fabis Qualität als Spieler und Trainer sind unumstritten. Er ist für die Mannschaft in beiden Funktionen sehr wichtig. Er hat in der Jugend als Kapitän mit dem DFB-Team vor 30.000 Zuschauern gegen Frankreichs U19 mit Paul Pogba gespielt. Als Trainer hat er den Verein in die Regionalliga geführt und da auch gehalten. 

Kommen wir zu dir und deinen Leistungen. Warum läuft es für dich in dieser Spielzeit so gut?

Für mich ist es nicht sonderlich verwunderlich, dass ich in diese Saison so gut drauf bin. Ich habe hier mit Fabi einen Trainer, den ich aus der Schulzeit kenne und der voll und ganz auf mich setzt. Er weiß, dass ich in der Lage bin, Spiele zu entscheiden, wenn ich gewisse Freiheiten auf dem Platz bekomme. Deshalb bin ich einfach nur froh, das Vertrauen mit guten Leistungen und Torbeteiligungen zurück zahlen zu können. Außerdem spiele ich Seite an Seite mit meinem besten Freund Kasim. Mit ihm verstehe ich mich blind auf dem Platz.

„Vielleicht kommt nochmal ein Angebot“

Was sind deine persönliche Saisonziele? Hast du dir eine bestimmte Anzahl an Toren und Vorlagen vorgenommen?

Mein Ziel war eine zweistellige Torbeteiligungen. Jetzt habe ich bereits elf Vorlagen nach 18 Spielen. Das ist sehr gut. Aber ich will natürlich weiterhin treffen und Tore vorlegen.  Ich möchte meiner Mannschaft helfen, schnellstmöglich die nötigen Punkte für den Klassenerhalt einzufahren.

Was sind deine fußballerischen Ziele für die Zukunft? Träumst Du noch von einer Profikarriere?

Ich bin da sehr entspannt, weil ich zur Zeit sehr viel Spaß am Fußball spielen habe. Das hat mir in  der letzten Saison komplett gefehlt. Im Fußball kann man nie wissen. Wenn ich weiterhin so gute Leistungen zeige und die Zahlen stimmen, kommt vielleicht noch einmal ein reizvolles Angebot. 

Hast du einen Traumverein, für den du gerne spielen würdest?

Nein, ich bin derzeit glücklich bei Pipinsried und mit dem Kopf nur hier. Alles andere wird sich zeigen. 

Würdest auch im Falle eines Abstiegs bleiben?

Grundsätzlich wäre ein Abstieg für mich kein Problem. Aber ich möchte natürlich so hoch wie möglich spielen. Das wissen die Verantwortlichen. Ich habe einen Zwei-Jahres-Vertrag und fühle mich wohl. Falls aber etwas interessantes reinkommt, das für alle Beteiligten Sinn mach, setzen wir uns sicherlich zusammen. Aber auch da müsste dann alles passen. 

Spiel in Fürth war „kollektives Versagen“

Was war der Unterschied zwischen dem Schweinfurt-Spiel und dem Kellerduell gegen Fürth II? Warum lief es gegen den FCS so viel besser?

Wir haben gegen Schweinfurt einen perfekten Tag erwischt. Es hat alles geklappt. Das war schon ein Ausrufezeichen an die Liga, zu welchen Dingen wir fähig sind. Allerdings sollte das Ganze auch neutral betrachtet und die Erwartungshaltung nach solch einem Spiel nüchtern gehalten werden. Wir wissen, wer wir sind, wo wir herkommen und was unser Ziel ist. Das Spiel gegen Fürth dagegen war kollektives Versagen. Es ist sehr schade, dass es gerade nach so einem Spiel wie gegen Schweinfurt passiert. Wir richten den Blick wieder nach vorne. Am Samstag wartet mit Wacker Burghausen wieder ein schwerer Gegner auf uns.

Fünf eurer nächsten sechs Begegnungen sind gegen die Top fünf Klubs der Tabelle. Wie wollt ihr die Spiele angehen?

Gegen solche Gegner haben wir nichts zu verlieren. Wir können befreit aufspielen und dann spielen wir sowieso immer am besten. Außerdem haben wir genug Qualität, um jeden Gegner zu schlagen. Die Liga ist so ausgeglichen, ich sehe keine Topmannschaft wie in den letzten Jahren, die mehr oder weniger unschlagbar ist. Wir möchten die Vorrunde auf einem Nicht-Abstiegsplatz beziehungsweise Nicht-Relegationplatz beenden. Die Gegner sind uns dabei egal. Wir wollen unser Spiel durchziehen und dann sind wir offensiv immer gefährlich. Allerdings braucht es in der Defensive eine andere Einstellung und Leistung als zuletzt gegen Fürth. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir die Spiele vor der Winterpause positiv bestreiten werden.

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