Wars das schon in Sachen Individualtraining? Die Kicker können heute mit dem eingeschränkten Training beginnen.
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Wars das schon in Sachen Individualtraining? Die Kicker können heute mit dem eingeschränkten Training beginnen.

Explizite Freigabe der Sportanlage durch örtliche Kommunen erforderlich

Ab heute: Amateurkicker kehren zurück ins Training – eingeschränkt

  • Rolf Gercke
    vonRolf Gercke
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Bei einer Videokonferenz mit den Vertretern der Sportfachverbände am Freitag wurde mitgeteilt, dass ein eingeschränktes Training im Amateurfußball ab dem heutigen Montag möglich ist.

DachauNeben dem Training für Individualsportarten wie Tennis (Bericht auf dieser Seite) wird es ab dem heutigen Montag in Bayern auch wieder möglich sein, dass Mannschaftssportarten mit dem eingeschränkten Training beginnen können – immer vorausgesetzt, die jeweiligen Kommunen vor Ort geben die Sportanlagen explizit für das Fußballtraining frei. Das wurde am späten Freitagabend bei einer Videokonferenz mit den Vertretern der Sportfachverbände mitgeteilt. Bis zur Normalität ist es für Bayerns Fußball-Amateure allerdings noch ein weiter Weg.

Keine Kopfbälle, keine Einwürfe, keine Zweikämpfe

Keine Kopfbälle, keine Einwürfe, keine Zweikämpfe – und immer auf den Mindestabstand von 1,5 Metern achten. Nach der Erlaubnis für das eingeschränkte Fußball-Training im Freistaat hat der Bayerische Fußball-Verband einen Leitfaden veröffentlicht, den Trainer und Betreuer beachten sollen. „Es geht wieder los!“, lautet der Titel des Dokuments, das die Amateure auf einem wichtigen Schritt zurück in den sportlichen Alltag begleitet.

Koch sieht weiten Weg bis zur Rückkehr zur Normalität

„Wir wissen, dass es bis zur Rückkehr zur Normalität noch ein weiter Weg ist“, sagte BFV-Präsident Rainer Koch. „Jetzt kommt es auf uns alle an, dass wir uns strikt an die staatlichen Regelungen halten, wohl überlegt die ersten Schritte auf den Plätzen machen.“ Für die Fußballer sei diese neue Entwicklung „eine gute Nachricht in dieser schwierigen Phase“, sagte Koch. Grundlage, dass auch Fußballtraining überhaupt wieder Schritt für Schritt stattfinden kann, ist die zwingend vorgeschriebene Einhaltung der Voraussetzungen aus der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung des Freistaates. Es geht dabei besonders um das Einhalten von Hygiene- und Abstandsregeln, aber auch um die maximale Kleingruppen-Größe, die auf fünf Personen – inklusive Trainer und Betreuer – beschränkt ist. Koch vertraut darauf, dass die Vereine verantwortungsvoll mit der Möglichkeit umgehen. „Wir sind im Kampf gegen das Virus noch lange nicht am Ende. Vorsicht und Fürsorge sind weiterhin oberstes Gebot“, sagte der DFB-Vizepräsident. Im Jugendbereich wird zunächst das Training ab der U 12 aufwärts aufgenommen.

Aufeinandertreffen von Gruppen ist zu vermeiden

Künftig ist auf den Sportplätzen das Aufeinandertreffen von mehreren Gruppen zu vermeiden, die Sportler sollen am besten bereits umgezogen kommen. Das Duschen soll zu Hause erfolgen. Während der Einheiten sollen die Spieler bei den zweikampflosen Übungen auf den Abstand acht. Maximal 20 Spieler sollen auf dem Platz stehen, möglichst zehn pro Hälfte. Wichtige Hygiene-Maßnahmen werden auch mit auf den Weg gegeben: Auf Desinfizieren ist zu achten, eine eigene Trinkflasche soll mitgebracht werden – Spucken und Nase putzen auf dem Feld sind zu vermeiden.

Der Spielbetrieb in Bayern ist bis 31. August ausgesetzt. Das betrifft viele Menschen im Freistaat, denn der Verband hat in seinen rund 4600 Vereinen mehr als 1,6 Millionen Mitglieder. Im Amateurspielbetrieb sind 25 000 Mannschaften in allen Altersklassen organisiert. Pro Wochenende finden normalerweise 13 000 Spiele statt. Der BFV ist der größte der 21 Landesverbände des DFB.

Text: Rolf Gercke

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