Keine Atempause, es geht voran: Die ASV-Kicker (im Bild Thomas Rieger und Leon Schleich) wollen das Momentum nutzen und in der Landesliga weiter Boden gut machen. Foto: hab

Ahammer will zu Ampfing aufschließen

Kellerduell in Dachau: Der ASV empfängt Ampfing zu „nicht ganz unwichtigem Spiel“

  • vonMoritz Stalter
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Mehr Brisanz geht fast nicht: Der Tabellenvorletzte ASV Dachau trifft auf den nur drei Punkte besser platzierten TSV Ampfing.

Landesliga Südost ASV Dachau –TSV Ampfing

Samstag, 13 Uhr: Sollte der ASV Dachau am heutigen Samstag das Heimspiel gegen den TSV Ampfing verlieren, wird er in den nächsten Wochen, vielleicht sogar Monaten, den Nichtabstiegsplätzen hinterherlaufen. „Es ist ein nicht ganz unwichtiges Spiel“, bestätigt Bernhard Ahammer. Es ist eine Untertreibung.

Wenn im Sepp-Helfer-Stadion zum dritten Mal im Jahr 2020 um Landesliga-Punkte gespielt wird, trifft mit dem gastgebenden ASV der Tabellenvorletzte auf den einen Rang besser platzierten TSV Ampfing. Für Duelle wie dieses wurde der Begriff „Sechs-Punkte-Spiel“ erfunden, denn: Gewinnen die Dachauer, ziehen sie nach Punkten mit dem Gegner gleich, verlieren sie, wächst der Rückstand auf sechs Punkte an. Mehr Brisanz geht eigentlich nicht.

Die letzten Ergebnisse sprechen für den ASV, der seit vier Spielen ungeschlagen ist, dabei zehn Punkte holte - nur Landshut fuhr ligaweit die volle Ausbeute von zwölf Zählern ein - und seine beiden Partien nach dem Re-Start gewann.

Ampfing gewann im gleichen Zeitraum nur einmal: am vergangenen Spieltag mit 3:1 gegen den FC Unterföhring. Jenseits des eigenen Stadions läuft bei den Ampfingern jedoch nicht viel zusammen: Der Aufsteiger ist in der Fremde sieglos und mit nur zwei Punkten aus 13 Gastspielen das schwächste Auswärtsteam der Liga - und das trotz starker Einzelspieler.

„Goran Divkovic und Anel Salibasic sind die Eckpfeiler ihrer Offensive. Die müssen wir gut verteidigen“, fordert Ahammer. Divkovic wechselte in der Corona-Pause nach Ampfing und erzielte seitdem in zwei Spielen drei Tore. Davor hatte er beim SC Chiemgau Traunstein mit 15 Treffern in 27 Einsätzen seine Klasse unter Beweis gestellt. „Ich glaube, dass sie besser sind, als es ihr Tabellenplatz ausdrückt.“

Angst haben Ahammer und seine Spieler dennoch nicht vor dem wichtigen Duell. Die Siege gegen Grünwald (2:1) und am vergangenen Spieltag in Rosenheim (3:1) ließen das Selbstvertrauen wachsen. Dazu kam eine Trainingswoche, die Ahammer gefiel: „Am Dienstag waren 24 Leute da, am Donnerstag 22. Wir versuchen, die Zügel anzuziehen - und die Jungs gehen mit“, so der ASV-Coach.

Doch ausgerechnet im Schlüsselspiel muss Ahammer mehrere wichtige Spieler ersetzen. Andreas Roth fehlt nach seinem Last-Minute-Platzverweis in Rosenheim ebenso wie Maximilian Bergner, der im Urlaub ist. Zvonimir Kulic verletzte sich in Rosenheim an den Adduktoren, auch er wird fehlen. Und Milos Kobilarov ist beruflich verhindert. Insbesondere der Ausfall der Offensivspieler Roth und Bergner schmerzt. „Das sind spielentscheidende Leute, die wir nicht einfach ersetzen können“, sagt Ahammer. „Wir müssen umstellen. Wie, das wird sich im nach dem Abschlusstraining entscheiden“, so der ASV-Trainer weiter.

Am Ziel der Dachauer ändert die Ausfallliste nichts. „Wir wollen auf keinen Fall verlieren“, sagt Ahammer. Und dann ist da noch der direkte Vergleich, der am Ende der Saison eine Rolle spielen könnte. Das Hinspiel in Ampfing endete mit einer 1:1-Punkteteilung. Nicht nur eine Niederlage, auch 2:2 oder höheres Remis wäre aus Sicht des ASV deshalb kein gutes Ergebnis.  (stm)

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