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Diese Szene trübte die ASV-Freude über das Führungstor: Michael Kornprobst verletzte sich bei der Vorbereitung des Treffers und musste ausgewechselt werden. Foto: hab

ASV Dachau mit einem Punkt zufrieden

ASV Dachau erkämpft sich ein Remis gegen SV Erlbach

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Enttäuschung darüber, dass es wieder nicht mit einem Dreier geklappt hat oder Freude über einen Punkt gegen eine starke Mannschaft?

Die Spieler und Trainer des ASV Dachau haben sich nach dem 1:1-Remis im Heimspiel gegen den SV Erlbach für die zweite Variante entschieden.

„Es war heute ein Schritt in die richtige Richtung“, bilanzierte ASV-Trainer Steven Zepeda. Die Dachauer fanden gut in das dritte und damit letzte Spiel der englischen Woche, mit der die Landesliga Südost die Saison 2019/2020 eröffnete. Nach den intensiven Partien in Unterföhring (2:3) und gegen Töging (4:4) hoffte ASV-Trainer Zepeda, dass „die Jungs noch einmal alles raus hauen.“

Seine Spieler enttäuschten ihn nicht. Die Dachauer kombinierten sich mehrfach vor das Erlbacher Tor – und das gehört zu den schwierigeren Disziplinen. „Erlbach gehört taktisch zu den besten Teams der Liga“, sagte Zepeda über den Gegner. Seine Mannschaft war mindestens ebenbürtig. „Taktisch war es ein Spiel auf sehr hohem Niveau“, so der ASV-Trainer weiter.

Was dem Spiel fehlte, waren gute Torchancen. Eine der wenigen Ausnahmen war ein Kopfball von Zvonimir Kulic, den Erlbachs Torhüter David Gallauer stark parierte (36.). Und dennoch kamen die Zuschauer auf ihre Kosten, weil beide Teams einen sauberen Ball spielten.

Dabei blieb es auch nach dem Seitenwechsel, mit dem Unterschied, dass es nun Tore gab. In der 50. Minute schlug Zvonimir Kulic einen Diagonalball nach links. Tomislav Renic nahm den Ball an, spielte an der Strafraumecke einen Erlbacher aus und legte quer auf den eingelaufenen Andreas Roth, der den Ball aus 16 Metern zentraler Position mit links gegen die Laufrichtung des Torhüters ins Eck schlenzte.

„Das war stark gespielt und stark abgeschlossen“, kommentierte Zepeda die Szene. Für Roth war es bereits der vierte Treffer im dritten Spiel der noch jungen Saison.

Der Jubel des ASV-Trainers über den Führungstreffer hielt sich aber in Grenzen, denn Michael Kornprobst, der durch einen Sprint die Lücke für den Torschützen Roth aufgerissen hatte, verletzte sich bei dieser Aktion am Muskel. „Ich habe gesehen, wie er gehumpelt ist und sich dann hingelegt hat. Über den Treffer konnte ich mich deshalb nicht freuen“, so Zepeda. Kornprobst wurde ausgewechselt und durch Timo Aumayer ersetzt (53.).

Die Dachauer hatten die Partie auch nach dem 1:0 im Griff, gegen eine Mannschaft wie Erlbach über die gesamte Spielzeit nichts zuzulassen, ist aber schwer. In der 70. Minute konnten die Dachauer eine Flanke nicht klären. Der Ball fiel Endurance Ighagbon sechs Meter vor dem Tor auf den Fuß. Der SVE-Stürmer ließ sich die Chance nicht entgehen und stellte auf 1:1. Zehn Minuten später tauchte Ighagbon bei einem Konter frei vor dem Dachauer Tor auf, dieses Mal scheiterte er aber am starken ASV-Schlussmann Artem Bykanov.

Es war die letzte gute Chance der Partie. „Heute bin ich hin- und hergerissen. Die Spieleröffnung war gut, taktisch haben wir es stark gemacht – und trotzdem hat es nicht zu einem Sieg gereicht“, sagte Zepeda. Und weiter: „Andererseits war Erlbach unser bisher stärkster Gegner. Ich bin stolz auf die Jungs. Sie waren nach der englischen Woche mit der Kraft am Ende, haben sich aber noch einmal voll reingehauen.“  stm

Stenogramm

ASV Dachau - SV Erlbach 1:1 (0:0)

ASV Dachau:Artem Bykanov, Christian Roth, Korbinian Beck, Mathias Leiber, Zvonimir Kulic, Milos Kobilarov, Tomislav Renic (83. Miridon Rexhepi), Thomas Rieger, Michael Kornprobst (53. Timo Aumayer), Andreas Roth, David Dworsky.

SV Erlbach: David Gallauer, Harald Bonimeier, Leon Schwarzmeier, Lukas Lechner (27. Sebastian Hager), Bernd Eimannsberger, Johannes Maier, Endurance Ighagbon, Maximilian Sammereier, Simon Salzinger, Timm Schwedes (80. Alexander Fischer), Wolfgang Hahn.

Schiedsrichterin: Angelika Söder.

Zuschauer: 100.

Tore: 1:0 (51.) – Andreas Roth. 1:1 (70.) – Endurance Ighagbon.

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