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ASV Dachau verpasst Meisterschaft und muss „Kopf frei bekommen“ vor der Relegation

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Die Meisterschaft ist passé für den ASV Dachau, die Stadtwälder müssen sich nach der 2:5-Niederlage beim FSV Pfaffenhofen auf die demnächst anstehende Aufstiegsrelegation konzentrieren.

Dachau - „Das Spiel war für unsere aktuelle Situation bezeichnend“, sagte ASV-Trainer Manuel Haupt. Den Unterschied machte nicht zum ersten Mal in den vergangenen Wochen die Effizienz vor dem gegnerischen Kasten. Während die Gäste ihre Chancen zu selten nutzten, spielte der FSV seine Angriffe präzise aus.

Die Ausgangslage war klar: Der Tabellenzweite aus Dachau musste an den letzten beiden Spieltagen vier Punkte mehr holen als Spitzenreiter TSV Jetzendorf. Eine Niederlage war also tabu. Der ASV nahm die Drucksituation an und hatte in Pfaffenhofen mehr Ballbesitz. Vor dem Tor fehlte wie in den vergangenen Wochen allerdings die Konsequenz.

Die Hausherren machten es besser. Nach einem Einwurf auf Höhe der Mittellinie verlagerten die Pfaffenhofener auf die linke Seite. Nico Ziegler (31.) kam an der Strafraumgrenze zum Abschluss und traf sehenswert ins lange Kreuzeck. „Das ist verheerend. Wir nutzen unsere Chancen nicht, die Gegner schießen Traumtore“, kommentierte Haupt die Szene.

Die Dachauer suchten die schnelle Antwort, doch auch den zweiten Treffer erzielte Pfaffenhofen. Dominik Binder veredelte einen schönen Spielzug per Chip (37.) und erhöhte den Druck auf die Stadtwälder. Bis zur Pause änderte sich nichts mehr am Spielstand. Dachau startete druckvoll in Halbzeit zwei und hatte Möglichkeiten auf den Anschlusstreffer, es jubelten aber erneut die Pfaffenhofener. Binder stellte nach einem langen Ball auf 0:3 (52.).

Die Gäste verkürzten zwar durch Michael Kornprobst, der in der 65. Minute eine Freistoßflanke von Andreas Roth einnickte. Ehe die Gäste Druck aufbauen konnten, setzte Thomas Niggl mit seinem 1:4 (74.) gegen nun weit aufgerückten Dachauer den nächsten Wirkungstreffer. Beim 2:4 durch Philipp Schmidt (83.) nach einer Roth-Ecke jubelten die Gäste dann nicht mehr. Die Partie war entschieden. Einen hatte Pfaffenhofen aber noch: Manuel Riebold erzielte in der Nachspielzeit (90.+3) den 5:2-Endstand für Pfaffenhofen.

Die Dachauer können den finalen Spieltag am kommenden Wochenende als Generalprobe für die Aufstiegsrelegation sehen. Vor dem Tor muss sich das über weite Strecken beste Team der Saison aber deutlich steigern, wenn die Rückkehr in die Landesliga gelingen soll.

„Wenn wir jedes Mal mehr Chancen haben als der Gegner, am Ende aber verlieren, müssen wir an die eigene Nase fassen. Wir machen gerade nicht alles gut. Bezeichnend ist, dass unsere letzten fünf Tore nach Standards gefallen sind“, sagte Trainer Haupt. Und weiter: „Es geht jetzt darum, den Kopf wieder frei zu bekommen.“  (Moritz Stalter)

Stenogramm

FSV Pfaffenhofen - ASV Dachau 5:2 (2:0)

FSV Pfaffenhofen: Robin Walther, Tobias Gürtner, Maximilian Völke, Zakaria Semache, Thomas Niggl, Nico Ziegler, Rany Mohamed Hassan Elbelouny, Jose Maximiliano Andrade Ceballos, Manuel Riebold, Dominik Binder, Johannes Brummer – Philipp Schuler, Kilian Langlinderer, Thibaut Winkler, Sadibou Diabang, Paul Starzer

ASV Dachau: Korbinian Dietrich, Christian Roth, Zvonimir Kulic, Thomas Rieger, Michael Kornprobst, Andreas Roth, Philipp Schmidt, David Dworsky, Tobias Erl, Christoph Krüger, Leon Schleich – Miridon Rexhepi, Yazid Ouro-Akpo Adjai, Antonio Jara Andreu

Zuschauer: 200

Tore: 1:0 (17.) – Nico Ziegler. 2:0 (37.) – Dominik Binder. 3:0 (52.) – Dominik Binder. 3:1 (65.) – Michael Kornprobst. 4:1 (74.) – Thomas Niggl. 4:2 (83.) – Philipp Schmidt. 5:2 (90.+3) – Manuel Riebold.

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