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Schafft der ASV Dachau die Sensation und gewinnt beim Tabellenführer TSV Wasserburg.

Zepeda: „Wir werden nicht den Bus vor dem eigenen Tor parken“

ASV Dachau setzt gegen Spitzenreiter TSV Wasserburg auf Offensive

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Nur vier Teams ist es in der laufenden Landesligasaison gelungen, den TSV Wasserburg zu besiegen. Eines davon ist der ASV Dachau. Gewinnt das Team vom Stadtwald am heutigen Mittwoch (17. April) auch das Rückspiel beim Tabellenführer, würde es erneut für eine Premiere sorgen.

Der ASV war die erste Mannschaft, die Wasserburg in dieser Serie bezwingen konnte. Beim 2:0-Erfolg am sechsten Spieltag avancierten Michael Kornprobst und Jonas Dworsky mit ihren Treffern zu den Matchwinnern. 

Dass der Aufsteiger überdurchschnittlich gut ist, war damals bereits bekannt. Dass das vom Ex-Zweitliga-Profi Leo Haas trainierte Team von den folgenden 22 Spielen nur noch vier weitere verlieren, dafür aber 18 gewinnen würde, war so nicht zu erwarten. Angesichts dieser Bilanz, mit aktuell neun Punkten Vorsprung auf Verfolger Deisenhofen bei nur noch sechs ausstehenden Spielen ist den Wasserburgern der Titelgewinn und der damit verbundene Direktaufstieg wohl nicht mehr zu nehmen. 

Ein Sieg in Wasserburg ist bislang noch keinem Team gelungen. Von seinen 13 Heimspielen gewann der Spitzenreiter zwölf, nur beim torlosen Remis gegen den FC Moosinning am fünften Spieltag ließ er Punkte liegen. ASV-Trainer Steven Zepeda hat den TSV 1880 letztmals vor zwei Wochen bei dessen 1:3-Pleite im Spitzenspiel in Deisenhofen gesehen. „Das war ein extrem intensives Duell auf hohem Niveau“, berichtet Zepeda, „man kann schon sagen, dass die beiden Teams in dieser Saison in ihrer eigenen Liga spielen.“ Eine der größten Stärken der Wasserburger sieht Zepeda bei ruhenden Bällen. „Ihre Standards sind eine Waffe. Da müssen wir sehr gut aufpassen.“ 

Im Hinspiel gelang es den Dachauern, die mit 64 Toren (wie Deisenhofen) treffsicherste Offensive der Liga nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Um zu gewinnen, muss der ASV aber nicht nur sicher verteidigen, sondern auch Tore schießen – und das gelang in den vergangenen Wochen nur mit mäßigem Erfolg. „Wir haben Qualitäten, sie in den vergangenen Spielen aber nicht gewinnbringend eingesetzt“, erzählt Zepeda. Dennoch gibt er sich angriffslustig. „Ich glaube, dass sich viele Mannschaften gegen Wasserburg zu sehr hinten reinstellen. Wir werden nicht den Bus vor dem eigenen Tor parken, sondern versuchen, sie zu fordern, sie zu kitzeln.“ 

Beim Projekt, dem Spitzenreiter die erste Heimniederlage in dieser Saison zuzufügen, muss er auf die beiden Torschützen aus dem Hinspiel verzichten. Michael Kornprobst ist weiterhin verletzt, Jonas Dworsky auf aufgrund einer Abitur-Veranstaltung verhindert. Korbinian Beck, der den Treffer der Dachauer bei deren 1:1-Remis am vergangenen Spieltag in Rosenheim erzielt hat, wird aufgrund einer Muskelverletzung wahrscheinlich ebenfalls fehlen. Trotz der Ausfälle ist Zepeda von seiner Mannschaft überzeugt. „Wir freuen uns auf den Spitzenreiter. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir sie auch in Wasserburg schlagen können“, so der ASV-Trainer.

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