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ASV-Jugend und Münchner NLZ arbeiten zusammen

ASV Dachau: Kooperation mit dem TSV 1860 München

  • vonRobert Ohl
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Der ASV Dachau und TSV 1860 München haben sich auf eine Kooperation im Jugendbereich verständigt. Die Zusammenarbeit ist erst einmal bis 2023 angedacht.

DachauSeit dem 1. Februar 2021 sind die Fußball-Junioren des ASV Dachau Kooperationspartner des Drittligisten TSV 1860 München. So werden die ASV-Jugendleitung und das Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) des TSV 1860 München zukünftig bei der Talentförderung eng zusammenarbeiten. Dies ist bereits die zweite Kooperation des ASV Dachau mit einem Großverein aus München. Von Anfang 2007 bis Ende 2010 war schon der deutsche Rekordmeister FC Bayern München Partner der Junioren des ASV Dachau. Damals federführend für die Zusammenarbeit waren der ehemalige ASV-Trainer Udo Bassemir und Ex-Nationalspieler Wolfgang Dremmler. Wenn es die Corona-Pandemie zulässt, werden der ASV Dachau und der TSV 1860 München während eines offiziellen Pressetermins Details zur Zusammenarbeit mitteilen. Die Heimatzeitung hatte allerdings jetzt schon Gelegenheit, mit Jochen Tscharnke (49), seines Zeichens Leiter der ASV-Juniorenfußballer ein paar Worte zu wechseln.

Wie kam es zur Kooperation mit den Löwen?

Jochen Tscharnke:Vom NLZ des TSV 1860 München hat mich Ludwig Dietrich angerufen und gefragt, ob wir uns das vorstellen könnten. Danach gab es noch Gespräche mit dem Scouting-Chef des TSV, dem Ex-Profi Marco Haber, und dem Leiter des NLZ, Manfred Paula. Da merkten wir, dass wir mit unserer Sicht der Dinge zu 95 Prozent übereinstimmten. Die offenen Punkte haben wir kollegial positiv geklärt.

Was für eine Idee steht hinter dieser Kooperation aus ASV-Sicht?

Unsere Idee war und ist, dass es immer positiv ist, mit einem Nachwuchsleistungszentrum zusammenzuarbeiten. Wir wollen auch unseren Spielern, die das Talent dazu haben, die Perspektive auf ein NLZ bieten.

Welche Personen sind auf beiden Seiten federführend für diese Zusammenarbeit?

Aufseiten des TSV 1860 München sind Manfred Paula, Marco Haber involviert, ebenso Ludwig Dietrich. Auf unserer Seite sind neben meiner Person noch Alex Kneteman und Suat Sular die Ansprechpartner in Sachen Planung und Durchführung.

Kooperation mit FCB als warnendes Beispiel

Gibt es keine Bedenken, dass die guten Spieler den ASV verlassen werden und das Ganze, wie bei der Kooperation mit Bayern München, eher eine Ausrüstungsgeschichte wird?

Das haben wir schon bedacht. Aber die Spieler, die für ein NLZ interessant sind, gehen meistens eh irgendwann weg. Daher ist es besser, mit einem NLZ zusammenzuarbeiten, da hat man noch etwas Zugriff auf die Spieler, die wechseln könnten. Sollte es mal nicht so laufen, haben diese noch die Homebase, sprich ihren Heimatverein ASV Dachau, zu dem der Kontakt durch die Partnerschaft ja nicht abreißen wird.

Wo ist der Nutzen für den ASV Dachau und den TSV 1860 München?

Bei uns, dem ASV, wird sich dadurch die Qualität der Spieler und Trainer verbessern, durch die fortlaufenden Maßnahmen auf beiden Seiten. Und 1860 hat den Vorteil, Zugriff zu haben auf die Talente des ASV, die für ein NLZ interessant sein könnten. Dazu kommt noch, dass diese Partnerschaft auch die Talente des Landkreises anziehen kann. Wir könnten auch die Zwischenstation für Spieler sein, die noch nicht ganz so weit sind, zum NLZ zu wechseln. So können wir das Auffangbecken für jene Spieler sein, die es (noch) nicht ins NLZ geschafft haben.

Ist die Kooperation zeitlich fixiert?

Sie ist erst einmal angesetzt bis zum 30. Juni 2023. Danach kann jeder einseitig die Vereinbarung verlängern.

Wie oft werden Talente und Trainer des ASV Dachau unter der Regie des Partners zusammenarbeiten? Gibt es da einen Plan? Und wo finden Schulungen und Trainingseinheiten statt?

Die Pläne dazu werden in naher Zukunft ausgearbeitet. Jetzt haben wir erst einmal alles fixiert. Die Maßnahmen für die Spieler- oder Trainer- Hospitanzen finden wechselseitig beim TSV 1860 München oder auf unserem Sportpark statt.


Das Gespräch mit Jochen Tscharnke führte unser Mitarbeiter Robert Ohl.

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