Er sorgte für das 1:0 Eintracht: Karlsfelds vielseitig verwendbarer Innenverteidiger Kilian Cuni (rechts).
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Er sorgte für das 1:0 Eintracht: Karlsfelds vielseitig verwendbarer Innenverteidiger Kilian Cuni (rechts).

TSV gewinnt mit 2:0 beim TSV Brunnthal

Aufatmen in Karlsfeld: Eintracht findet zurück in die Erfolgsspur

  • VonMoritz Stalter
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Der TSV Eintracht Karlsfeld hat die 1:5-Niederlage gegen den FC Unterföhring weggesteckt. Die Eintracht gewann gegen den TSV Brunnthal und bleibt Tabellenerster.

Der TSV Eintracht Karlsfeld hat das Gastspiel beim Aufsteiger TSV Brunnthal erfolgreich über die Bühne gebracht und sich so eindrucksvoll für die jüngste 1:5-Heimpleite gegen Unterföhring rehabilitiert. Starkregen und ein tiefer Rasen machten es beiden Teams schwierig, technisch sauber Fußball zu spielen. Was den Unterschied ausmachte, war die Qualität im Torabschluss. Brunnthal ließ seine guten Möglichkeiten liegen, Karlsfeld hat sie genutzt und folgerichtig mit 2:0 gewonnen. Dabei stand hinter der Offensive der Gäste ein dickes Fragezeichen.

TSV Eintracht Karlsfeld ohne zahlreiche Stammkräfte

Die Karlsfelder mussten ohne einige Stammkräfte anreisen. Unter anderem fehlten die beiden torgefährlichsten Akteure: Pascal Sattelberger und Leon Ritter haben acht der 15 Eintracht-Tore in der laufenden Landesliga-Saison erzielt. In Brunnthal mussten es andere richten. Dominik Schäffer etwa, der Rückkehrer vom TSV 1865 Dachau. Er, Mittelstürmer Michael Dietl und Fitim Raqi durften ran.

Brunnthal wollte die Karlsfelder mit Pressing überraschen. Die Gäste befreiten sich aber aus den Drucksituationen und ließen den Ball dann sicher durch die eigenen Reihen laufen. Die Eintracht strahlte zunächst keine Gefahr aus, weil der letzte, der entscheidende Pass nicht ankam. Und was macht ein Spitzenteam, wenn es aus dem Spiel heraus nicht klappt? Es setzt auf Standards. Kilian Cuni ging bei einer Ecke mit nach vorne und köpfte den Ball zur Führung in die Maschen (20.). Es war der erste Landesliga-Treffer des Innenverteidigers im Eintracht-Trikot. Dietl hatte die Chance zu erhöhen, sein Schuss aus der Drehung wurde aber von einem auf der Linie geklärt.

TSV Brunnthal vergibt vor dem leeren Tor - „In dieser Szene haben wir richtig Glück gehabt“

Und dann hatte das Heimteam die Riesenchance auf den Ausgleich: Nach einem langen Ball ging es auf der rechten Seite schnell. Eintracht-Torhüter Dominik Krüger musste den Winkel verkürzen und wurde mit einem Pass ins Zentrum aus dem Spiel genommen. Der Pass kam auch an, der Schuss des Brunnthalers ging aber über das leere Tor. „In dieser Szene haben wir richtig Glück gehabt“, wusste Jaschke. Seine Mannschaft überstand zehn schwächere Minuten schadlos – und jubelte wenig später.

Cuni trieb den Ball aus der Kette über die Mittellinie und setzte Schäffer mit einem Schnittstellenpass in Szene. Der schoss nicht fest, aber platziert in die lange Ecke – 2:0 (40.). Thomas Ettenberger hatte noch vor der Halbzeitpause den dritten Treffer auf dem Fuß, doch Brunnthals Torhüter Dominik Bamann parierte. „Aufgrund der Spielanteile war die 2:0-Führung schon in Ordnung“, bilanzierte Jaschke. Nach der Pause regnete es stärker, für beide Teams wurde es immer schwieriger.

Eintracht mit Problemen gegen den Aufsteiger - Kaltschnäuzigkeit reicht zum Auswärtssieg

Brunnthal machte es richtig und spielte schnörkellos nach vorne. Die Eintracht hatte damit Probleme, blieb aber auch in dieser guten Phase des Gegners ohne Gegentor. Das Spiel auf dem tiefen Platz kostete Kraft, auf beiden Seiten wurden die Beine müde. Den Brunnthalern fehlte die Energie für die Schlussoffensive. Jaschke fasste die letzte halbe Stunde so zusammen: „Brunnthal konnten nicht mehr und wir haben nicht mehr gemacht, als wir mussten.“

Es war kein Glanzstück des Spitzenreiters, aber nach der 1:5-Niederlage gegen Unterföhring am Spieltag zuvor ging es darum, wieder in die Spur zu finden. Das gelang den Gästen, weil sie effizienter waren als Brunnthal. „Wir brauchen wenige Chancen, unsere Gegner machen ihre Möglichkeiten eher nicht rein“, so Jaschke. Auch wegen ihrer Kaltschnäuzigkeit steht die Eintracht nach dem achten Spieltag an der Tabellenspitze der Landesliga Südost.  stm

Stenogramm

TSV Brunnthal - TSV Eintracht Karlsfeld 0:2 (0:2)

TSV Brunnthal: Dominik Bamann, Jonas Betzler, Alois Bachmann, Jakob Klaß, Ludwig Böhme, Maximilian Kornbichler, Andreas Reinisch, Sebastian Seubert, Luis Fischer, Josef Diller, Daniel Richter – Markus Degel, Dominik Putzke, Anton Deibele, Elia Ceschin

TSV Eintracht Karlsfeld: Dominik Krüger, Ivan Ivanovic, Philip Lorber, Fabian Schäffer, Fitim Raqi, Michael Dietl, Markus Huber, Thomas Ettenberger, Dominik Schäffer, Jonas Eicher, Kilian Cuni – Dominik Pöhlmann, Paolo Albanese, Lennart Sieburg, Florian Jörg Schrattenecker

Zuschauer: 105

Gelb-Rote Karte: Sebastian Seubert (90.+2)

Tore: 0:1 (20.) – Kilian Cuni. 0:2 (40.) – Dominik Schäffer.

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