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„Jeder will natürlich der erste sein, der gegen uns gewinnt“

Verletzungsgeplagter FC Pipinsried will Serie im Derby gegen Dachau ausbauen

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Mit großen Verletzungssorgen geht der FC Pipinsried in das heutige Derby beim TSV 1865 Dachau.

Zu den Langzeitverletzten Marvin Jike (Herzprobleme), Daniel Leugner (Kreuzbandanriss), Johann Hipper (Sehnenanriss) und Sebastian Hollenzer (Außenbandriss) gesellte sich am vergangenen Wochenende auch noch Benny Kauffmann (Außenbandriss im Sprunggelenk). Der Einsatz von Christoph Rech (Hüftbeuger-Probleme) und Alex Langen (Grippe) ist fraglich. Der Tabellenführer humpelt also im wahrsten Sinne des Wortes am Stock gen Dachau. Wegen der vielen Ausfälle könnte der im Hinspiel so gescholtene Pipinsrieder Trainer Fabian Hürzeler mal wieder zu einem Einsatz kommen. Der 26-jährige Übungsleiter, der sich im Hinspiel im vergangenen Juli die Ampelkarte eingehandelt hat und anschließend Ziel zum Teil harscher Kritik war, wollte eigentlich die Geschicke seiner Mannschaft nur noch von der Bank aus führen. Doch in Anbetracht des Personalnotstands wäre es keine Überraschung, wenn er sich am Samstag das gelb-blaue Jersey überstreifen würde.

„Sind unseren Fans den Derbysieg schuldig“

Nein, es war nicht berauschend, was der FC Pipinsried in den jüngsten Spielen abgeliefert hat. Die „Leichtigkeit des Seins“ ist beim Tabellenführer irgendwie verloren gegangen. Die Gründe sind vielschichtig. Da ist einerseits das Verletzungspech, andererseits werden zahlreiche beste Einschussmöglichkeiten ausgelassen. Hinzu kommen Fehler im Aufbauspiel, gepaart mit technischen Fehlern. Geschuldet ist das alles der mangelhaften Konzentration. Aber: Wer will es der Mannschaft verübeln? 18 Spiele in Folge ungeschlagen, darunter 14 Siege in Serie, diese Zahlen sprechen für die Arbeit des Trainerteams Fabian Hürzeler und Muriz Salemovic. „Aber genau diese Konstanz ist jetzt unser Problem, jeder will natürlich der erste sein, der gegen uns gewinnt“, weiß auch Fabian Hürzeler. „Wenn wir so spielen wie am vergangenen Wochenende gegen Schwaben Augsburg, dann werden wir das Derby in Dachau nicht gewinnen“, orakelt der Coach. „Wir müssen einfach wieder konzentrierter zu Werke gehen. Außerdem sind wir unseren Fans den Derbysieg schuldig“, so der Übungsleiter der Ilmtaler weiter. „Dachau hat eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern, eine richtig abgezockte Mannschaft. Der 4:1-Erfolg in Donaustauf spricht für sich. Da gewinnt man nicht so einfach. Das zeigt, dass der TSV jedem in der Liga weh tun kann“, ist sich Hürzeler sicher.

Werden Rech und Langen rechtzeitig fit?

Im Hinspiel war die neu formierte Pipinsrieder Mannschaft noch nicht eingespielt. Es wird sicherlich spannend sein, zu verfolgen, wie sich der Tabellenführer aus dem Dachauer Hinterland in der Großen Kreisstadt präsentieren wird, zumal mit Johann Hipper und Sebastian Hollenzer beide etatmäßigen Torhüter verletzt passen müssen. Gegen Schwaben Augsburg feierte Roman Artes seine Premiere im Pipinsrieder Kasten. Der Trainer des TSV Pöttmes machte seine Sache trotz kaum vorhandener Spielpraxis sehr gut. Nachdem zuletzt die defensive Stabilität etwas gelitten hat, gehen die Pipinsrieder vermutlich mit einer Vierer-Kette ins Match an der Dachauer Jahnstraße. Abhängig davon, ob die Abwehrspieler Christoph Rech und Alex Langen rechtzeitig fit werden, wird sich die taktische Formation im Mittelfeld gestalten. Ob zwei Sechser oder zwei Achter, die Variabilität im Team der Pipinsrieder ist groß. Wichtigster Faktor im Spiel des Spitzenreiters aus Pipinsried ist im wahrsten Sinne des Wortes Kopfsache. Sollte die Konzentration von Anfang an stimmen und Bruder Leichtfuß in der Kabine bleiben, dann steigen die Chancen des FCP, den Derbysieg einzufahren.  

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