Der TSV Dachau unterlag deutlich in Ingolsatdt.
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Der TSV Dachau unterlag deutlich in Ingolsatdt.

TSV 1865 Dachau enttäuscht bei der 0:4-Pleite in Ingolstadt

TSV 1865 Dachau: Offenbarungseid in Ingolsatdt - Lamotte-Elf lässt alles vermissen

  • VonRobert Ohl
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Der TSV 1865 Dachau verliert nach einer völlig indiskutablen Leistung mit 0:4 beim FC Ingolstadt II. Am Ende kann die Lamotte-Elf noch froh über das Ergebnis sein.

Ingolstadt/Dachau – Folge eins der Goldene-Oktober-Punktesammel-Aktion des TSV 1865 Dachau ist mal so richtig nach hinten losgegangen. Das total aus der Spur geratene Team von der Jahnstraße verlor das Auswärtsspiel beim neuen Bayernliga-Tabellenvierten FC Ingolstadt 04 II mit 0:4 (0:1). Das war über weite Strecken der Partie eine Demonstration der Dachauer, wie man in der Bayernliga sicherlich nicht bestehen kann.

Allen Verantwortlichen sollte spätestens mit dem Schlusspfiff in Ingolstadt klar geworden sein, dass der Klassenerhalt bei derartigen Leistungen ernsthaft in Gefahr geraten wird. Aus den zurückliegenden fünf Spielen haben die Dachau nur einen von 15 möglichen Punkten geholt (0:0 gegen Ismaning). Der letzte Sieg der 1865-Kicker liegt bereits mehr als einen Monat zurück, am 11. September gewann der TSV mit 3:0 gegen Garching. Die Null steht beim klassenhöchsten Dachauer Stadtverein, allerdings nur in der Offensive. Hinten geht es drunter und drüber, viermal schlug das Spielgerätin Ingolstadt im 65-Kasten ein. Und mit dem 0:4 war die LamotteElf am Ende sogar noch gut bedient. 

„Wir können froh sein, nur vier Tore kassiert zu haben.“

Ugur Alkan war mit dem Auftritt seiner Mannschaft überhaupt nicht zufrieden

Die Niederlage hätte durchaus noch deftiger ausfallen können, auch ein 6:0, 7:0 oder gar 8:0 für Ingolstadt II war möglich. Bei der Ursachenforschung muss man im Lager der Dachauer nicht lange überlegen, bei einer hochmotiviert auftretenden und spielerisch exzellent ausgebildeten Zweitliga-Reservemannschaft aus Ingolstadt waren die Dachauer krass überfordert. Vor allem mangelte es an der Einstellung.

Das ist insgesamt zu wenig, um in der Bayernliga zu bestehen. Zwei Asse aus dem Profikader standen beim FCI auf dem Platz: Patrick Sussek und Fabio Meikis. Doch das alleine war es nicht, was am Samstag den Unterschied ausmachte. Enttäuscht meinte nach dem Schlusspfiff der Dachauer Fußball-Boss Ugur Alkan: „Die erste Hälfte haben wir betont defensiv agiert. Trotzdem hatte der FCI viel Platz, um sich Chancen zu erarbeiten. Da kam einfach viel zu wenig von uns. Und in der zweiten Halbzeit passte von A bis Z gar nichts mehr, wir können froh sein, nur vier Tore kassiert zu haben.“ Der FCI war dem TSV 1865 in allen Belangen überlegen. Was Technik und Handlungsschnelligkeit angeht lagen Welten zwischen Dachau und Ingolstadt. Vor allem die zweite Hälfte der Lamotte-Elf war ein Offenbarungseid, solch eine Leistung hätte dem TSV sogar in der Bezirksliga Probleme bereitet.

TSV Dachau wird in der zweiten Halbzeit auseinander genommen

Dabei hätte es trotz klarer Überlegenheit der kleinen Schanzer nach der ersten Halbzeit auch 1:1 stehen können. So hatten Nickoy Ricter (20./37.) und Daniel Leugner (28.) gute Möglichkeiten, einen Treffer zu erzielen. Aber fairerweise muss man auch feststellen, dass der FCI nach Chancen durch Egson Gashi, Michael Sänger, Fabio Meikis und Thomas Rausch schon zur Halbzeit mit 3:0 oder 4:0 vorne liegen können. Das 1:0 fiel in der 32. Minute im Zeitraffer: Alexander Weiser passt in der eigenen Hälfte halbrechts nicht auf und verliert den Ball an Patrick Sussek. Der erfasst die Situation blitzschnell und bedient Michael Senger, der keine Mühe hat, sein Team in Front zu schießen.

Die wenigen mitgereisten Dachauer Fans hofften auf eine deutliche Steigerung der Leistung ihres Teams nach dem Seitenwechsel, doch sie wurden enttäuscht. Das 2:0 durch Egson Gashi in der 52. Minute war der Anfang vom bitteren Ende für die Gäste, die es nicht schafften, wenigstens einen Gang hoch zu schalten. Nur zwei Minuten später säbelte Dachaus spielender Co-Trainer Alexander Weiser den Ingolstädter Thomas Rausch im Strafraum um, den fälligen Foulelfmeter verwandelte der Ingolstädter Mario Götzendörfer zum 3:0. Den Schlusspunkt setzte in der 85. Minute Fabian Cavadias, er markierte das 4:0 für den FCI II. (Robert Ohl)

Stenogramm FC Ingolstadt 04 II - TSV 1865 Dachau 4:0 (1:0) FC Ingolstadt 04 II: Ludwig Zech, Fabian Cavadias, Egson Gashi, Frederic Benedix, Patrick Sussek, Tim Herm, Thomas Rausch, Fabio Meikis, Michael Senger, Mario Götzendörfer, Luca Trslic – Jonas Brunner, Georgios Pintidis, Ishak Karaogul TSV 1865 Dachau: Maximilian Mayer, Alexander Weiser, Nickoy Ricter, Orkun Tugbay, Sebastian Brey, Mathias Leiber, Stefan Vötter, Lirim Kelmendi, Daniel Leugner, Mario Maric, Marcel Kosuch – Oliver Wargalla, Menelik Ngu Ewodo, Hüseyin Ceker, Vendim Sinani Zuschauer: 100 Tore: 1:0 (32.) – Michael Senger. 2:0 (53.) – Egson Gashi. 3:0 (56.) – Mario Götzendörfer (Elfmeter). 4:0 (85.) – Fabian Cavadias

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