+
Mittelpunkt in zweierlei Hinsicht: Zentral positioniert begrüßte 1865-Spielertrainer Fabian Lamotte seine Spieler nach der langen Coronapause.

Fußball

Geübt wird auf dem Kunstrasen im Sportpark Ost

  • vonRobert Ohl
    schließen

Nachdem der Bayerische Fußball-Verband (BFV) seine Bestimmungen und Verhaltensregeln zum Fußballtraining veröffentlicht hat (wir berichteten) nahm der Bayernligaverein TSV 1865 Dachau mit der gesamten Abteilung das Corona angepasste Training auf.

Der BFV hatte zwar empfohlen, im Juniorenbereich mit der U 12 zu starten, aber nach Recherchen der Abteilungsleitung um Ugur Alkan, die ergeben haben, dass diese Empfehlung nicht verbindlich ist, gehen die 65-Kicker einen anderen Weg. Fußball-Boss Ugur Alkan: „Wir haben uns nach intensiven Gesprächen mit Arton Berisha, unserem kommissarischen Jugendleiter, Abteilungs-Vize Alex Weiser und Gökhan San, dem Großfeldkoordinator, entschieden, dass wir mit strengen Voraussetzungen für die komplette Fußball-Abteilung und die Pachtvereine ein freiwilliges Training anbieten werden. Wir haben einen internen Leitfaden erstellt, der bis zum 31. Mai gültig ist.“ Der vom BFV geforderte Corona-Beauftragte des TSV 1865 Dachau ist Abteilungsleiter Ugur Alkan, er hält alle Fäden in der Hand.

Beim Trainingsstart gehe es, so Ugur Alkan, nicht darum, dass Teams sich auf den Spielbetrieb vorbereiten („Da ist noch genug Zeit bis zum 1. September“), man wolle den Aktiven einfach die Möglichkeit geben, wieder etwas Fußball zu spielen.

Zur Überraschung für die Verantwortlichen haben alle Teams ihr Interesse bekundet, trotz den strengen Voraussetzungen trainieren zu wollen. Deshalb hat die Abteilung einen Belegungsplan erstellt, damit jedes Team zweimal in der Woche eine Trainingseinheit erhält und damit jeder Spieler mindestens einmal in der Woche trainieren kann, wegen der befristeten Anzahl an Aktiven pro Einheit. Da es keinen Spielbetrieb gibt, wird auch das Wochenende genutzt – zunächst nur auf dem Kunstrasenplatz im Sportpark Ost.

Die Gründe für diese Entscheidung liegen, so Ugur Alkan, klar auf der Hand: „So haben wir eine bessere Kontrolle, ob sich jeder an die Regeln hält. Die Rasenplätze sind bis Ende Mai gesperrt. Ich danke dem Vereinsvorstand für diese Trainingsmöglichkeit. Wir und vor allem die Trainer stehen vor einer schwierigen Aufgabe, wir tragen eine große Verantwortung. Training nach diesen strengen Auflagen, ein Training zu gestalten, ist nicht einfach. Wir werden intensiv kontrollieren, ob die Regeln beachtet werden. Wenn nicht, müssen wir das jeweilige Team aus den Trainingsbetrieb nehmen. Denn: Die Gesundheit ist und bleibt mit Abstand das Wichtigste.“

Für die Desinfektion hat die Fußballabteilung 30 Liter Desinfektionsmittel besorgt, so ist gewährleistet, dass alle Standards eingehalten werden.

Nach der ersten Trainingseinheit in Dachau-Ost wirkten Aktive wie Trainer des TSV 1865 Dachau gelöst und glücklich.

Alexander Weiser (Co-Spielertrainer): „Es geht um den Spaß am Kicken, wir wollen wieder Abwechslung reinbringen. Endlich wieder einen Ball am Fuß zu haben ist einfach nur toll. Die Jungs wieder zu sehen, das war für mich das Wichtigste heute.“ 1865-Spieler Thomas Ettenberger fügt hinzu: „Wenn alles sicher ist, und danach sieht es aus, ist es einfach nur schön, etwas zu kicken und die Spezln aus der Mannschaft wieder zu sehen.“ Kapitän Dominik Schäffer sieht es ähnlich: „Gut, dass es wieder los geht, auch mit angezogener Handbremse und mit dem geforderten Abstand.“ Und Nickoy Ricter jubelt: „Super – endlich wieder Fußball und nicht mehr nur Playstation.“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare