Spielertrainer Alex Schäffler sorgte für die Entscheidung.
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Spielertrainer Alex Schäffler sorgte für die Entscheidung.

Spielertrainer Schäffler mit Lucky-Punch

Schäffler schießt ASV Dachau im Spitzenspiel ab - „Waren nicht die bessere Mannschaft“

  • VonMoritz Stalter
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Der TSV Jetzendorf entscheidet das Spitzenspiel der Bezirksliga Nord gegen den ASV Dachau für sich. Die SChäffler-Elf ist am Ende die glücklichere Mannschaft.

Dachau - Am Wochenende war es soweit: Der TSV Jetzendorf und der ASV Dachau, die beiden besten Teams dieser Saison der Bezirksliga Nord, trafen erstmals in der Saison 2021/ 2022 aufeinander. Jetzendorfs Spielertrainer Alexander Schäffler hatte den Gegner im Vorfeld in höchsten Tönen gelobt: „Ich bin mir sicher, dass der ASV am Saisonende aufsteigen wird. Der Kader ist von vorne bis hinten landesligatauglich. Wir wollen den Dachauern aber ein Bein stellen.“

Schäffler höchstpersönlich avancierte zum Stolperstein für die Gäste. Er hat in der 80. Minuten den Treffer zum 2:1- Endstand erzielt und einem seiner Spieler einen besonderen Moment beschert. TSV-Verteidiger Christos Papadopoulos gewann erstmals in einem Duell gegen seinen Bruder Dimitrios. Die Papadopoulos-Brüder standen in der Startelf ihrer Trainer. Auf dem Platz hatte die Nummer 24 des TSV Jetzendorf mit der Nummer 24 des ASV Dachau aber wenige Berührungspunkte; beide verteidigten diszipliniert.

Schmeichelhaftes Unentschieden für Jetzendorf zur Halbzeit

Christos hatte über die 90 Minute mehr Aktionen, weil die Gäste aus Dachau das Spiel machten – vor allem in der zweiten Halbzeit. Vor dem Seitenwechsel war die Partie offener. Die Gäste hatten leichte Vorteile und profitierten vielleicht auch davon, dass nach sieben Minuten eine der zentralen Figuren des TSV-Spiels ausgewechselt werden musste: Markus Pöllner verletzte sich ohne gegnerische Einwirkung am Oberschenkel. „Ein längerer Ausfall wäre bitter. Markus ist wichtig für uns, er ist vielleicht sogar unser wichtigster Spieler“, sagte Spielertrainer Schäffler.

Der ASV hatte die besseren Chancen, den ersten Treffer erzielte aber das Heimteam vor knapp 400 Zuschauern: Nach einer halben Stunde spielten die Dachauer einen Fehlpass in der eigenen Hälfte. Die Jetzendorfer schalteten schnell um und Stefan Nefzger schoss nach einem Querpass das 1:0. Nur fünf Minuten später waren die Gäste am Zug. Miridon Rexhepi erzielte nach einem Steilpass von Sebastian Mack den Ausgleichstreffer. Für die Jetzendorfer war das 1:1 zur Pause ein gutes Ergebnis. „Wir haben uns keine Chancen rausgespielt“, sagte Schäffler. Dachau hatte durch Rexhepi, Mack und Leon Schleich weitere Möglichkeiten gehabt.

„Die Niederlage ist ärgerlich für uns.“

ASV-Trainer Manuel Haupt hadert mit der Niederlage.

Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Gäste die Kontrolle. Rexhepi köpfte knapp daneben, Jonas Dworsky brachte den Ball nicht an TSV-Keeper Dennis Pöllner vorbei. „Wir waren dran am 2:1“, sagte Dachaus Trainer Manuel Haupt nach dem Schlusspfiff. Sein Team spielte reifer, von Jetzendorf kam nicht mehr viel. Die Grün-Weißen stehen aber zurecht in der Tabelle weit vorne. Die demonstrierten sie in der 80. Minute: Nach einem abgefangenen Ball ins Zentrum spielte Florian Radlmaier lang und diagonal auf Schäffler. Der Spielertrainer blieb cool im direkten Duell mit ASV-Schlussmann Korbinian Dietrich und stellte auf 2:1. Der Endstand. „Diese Chancen dann eiskalt zu verwerten, das ist eine Qualität“, sagte Haupt anerkennend. Der Frust war den Gästen aber anzumerken. „Wir haben es ordentlich gemacht, hatten mehr Ballbesitz sowie mehr und die besseren Chancen. Die Niederlage ist ärgerlich für uns“, so Haupt weiter.

Zustimmung bekam er von seinem Gegenüber aus Jetzendorf. „Wir waren heute nicht die bessere Mannschaft, sondern die glücklichere“, sagte TSV-Spielertrainer Schäffler. Die Grün-Weißen haben nach Punkten mit dem ASV Dachau gleichgezogen und ein Spiel weniger absolviert. Wechselt die Favoritenrolle auf den Aufstieg nun die Seiten? Schäffler wiegelt ab: „Wir stehen besser da, als wir es erwartet haben. Für uns ist der Aufstieg kein Thema. Der ASV Dachau ist weiterhin die beste Mannschaft. Sie haben die beste Spielanlage.“ Das kann sich aber ändern, wenn die Jetzendorfer so weiter machen: Der TSV ist seit dem dritten Spieltag ungeschlagen und holte seitdem 25 von 27 möglichen Punkten – absoluter Ligabestwert. „Wir sind auf der Welle“, so Schäffler. Auf einem Hoch war nach der Partie auch Christos Papadopoulos. Der Abwehrchef der Grün-Weißen gewann erstmals gegen den eineinviertel Jahre älteren Dimitrios. Christos’ Trainer freute sich mit. „Man hat gemerkt, dass es ein besonderes Spiel für ihn war. Auf Papa ist Verlass“, so Schäffler über seinen Verteidiger. Vorteil Christos. Abgerechnet, das wissen sowohl die Jetzendorfer als auch die Dachauer, wird aber am Ende der Saison. (Moritz Stalter)

Stenogramm TSV Jetzendorf - ASV Dachau 2:1 (1:1) TSV Jetzendorf: Dennis Pöllner, Martin Öttl, Simon Oberhauser, Leon Grauvogl, Maximilian Kreitmair, Markus Pöllner, Alexander Schäffler, Stefan Nefzger, Dominik Liebl, Wojciech Swierkosz, Christos Papadopoulos – Florian Radlmeier, Marc Peuker, Luis Sarisakal, Ludwig Dietrich, Alexander Beiz ASV Dachau: Korbinian Dietrich, Christian Roth, Tim Bürchner, Zvonimir Kulic, Thomas Rieger, Miridon Rexhepi, Yazid Ouro-Akpo Adjai, Sebastian Mack, Leon Schleich, Antonio Jara Andreu, Dimitrios Papadopoulos – Michael Kornprobst, Maximilian Bergner, Christoph Krüger, Jonas Dworsky Zuschauer: 395 Tore: 1:0 (30.) – Stefan Nefzger. 1:1 (35.) – Miridon Rexhepi. 2:1 (80.) – Alexander Schäffler.

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