In Geduld üben müssen sich u.a. die Kicker, Kontaktsport wird es vorerst nicht geben.
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In Geduld üben müssen sich u.a. die Kicker, Kontaktsport wird es vorerst nicht geben.  

Enttäuschung nach Bund-Länder-Konferenz

Rainer Koch: „Amateursport wird mit keiner Silbe erwähnt“

  • Rolf Gercke
    vonRolf Gercke
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Der BFV in Form von Präsident Dr. Rainer Koch ist enttäuscht nach dem Entschluss der Bund-Länder-Konferenz. Lockerungen im Amateursport sind nicht absehbar.

DachauKeine weiteren Lockerungen, Lockdown-Verlängerung und kontaktloses Mannschafts-Training nur bei Inzidenzen von unter 100: Nach dem jüngsten Bund-Länder-Gipfel nahm der für den Amateurfußball zuständige 1. DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch, Präsident des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV), Stellung zu den ursprünglich anvisierten, jetzt aber nicht in Kraft tretenden Lockerungen für den Breitensport:

Statement von Dr. Rainer Koch:

„Es ist enttäuschend, dass der organisierte Amateursport bei den jetzt getroffenen Bund-Länder-Beschlüssen mit keiner Silbe erwähnt wird. Bei aller gebotenen Vorsicht angesichts steigender Infektionszahlen bedauern wir es sehr, dass abermals Verbote im Mittelpunkt stehen und nicht Lösungen, die Wege bieten, angemessen mit der Pandemie umzugehen. Denn die hat der Sport aufgezeigt. Gerade der Fußball als kontaktarme Sportart im Freien verfügt über erprobte und funktionierende Konzepte, das haben die vergangenen beiden Wochen, als in Vereinen zum Teil wieder trainiert werden konnte, zum wiederholten Male unter Beweis gestellt. Wir haben unsere etablierten Strukturen angeboten, wenn es beispielsweise darum geht, endlich breit angelegte Testungen umzusetzen. Der organisierte Amateurfußball wird leider auch nach einem Jahr Pandemie immer noch nicht als Teil der Lösung begriffen. Dabei sind es gerade unsere Millionen aktiven Fußballerinnen und Fußballer hierzulande, die bestens wissen, was es heißt, sich an Regeln zu halten. Alle bisherigen Erkenntnisse weisen darauf hin, dass das aktive Fußballspielen unter freiem Himmel kein Pandemietreiber ist und die Ansteckungsgefahr auf dem Spielfeld minimal ist. Speziell für Kinder und Jugendliche tragen regelmäßige Bewegungsangebote im geschützten Vereinsumfeld zur körperlichen und seelischen Gesundheit bei.“

Weitere Lockerungen frühestens am 12. April

In der Bund-Länder-Konferenz hatten die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten gemeinsam mit der Bundeskanzlerin beschlossen, den Lockdown bis mindestens 18. April 2021 zu verlängern. Weitere Lockerungen, wie im vierten Öffnungsschritt des Stufenplanes zunächst vorgesehen, wird es bis zum 12. April 2021 nicht geben. Für den Fußball in Bayern bedeutet das, dass bis auf Weiteres die seit dem 8. März gültigen Regelungen unverändert gelten.

Die BFV-Verbandstrainer haben für die jetzt geltenden Regeln zum kontaktfreien Training unter Einhaltung der Mindestabstände einen Leitfaden zur Trainingsgestaltung erarbeitet, der auch entsprechende Übungsformen berücksichtigt und entsprechend anschaulich darstellt. Dieser kann auf der Homepage des Bayerischen Fußballverbandes (BFV.de) heruntergeladen werden.

In welcher Form darftrainiert werden?

Kontaktloses Fußball-Training ist nach wie vor nur in definierten und limitierten Gruppengrößen, unter freiem Himmel und unter Wahrung des Mindestabstandes möglich. Entscheidend sind die jeweils aktuellen 7-Tages-Inzidenzwerte vor Ort.

.  In Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen die 7-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100 liegt, ist kontaktfreier Sport unter freiem Himmel in Gruppen von bis zu 20 Kindern unter 14 Jahren erlaubt.

.  In Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen eine 7-Tage-Inzidenz von 50 nicht überschritten wird, ist kontaktfreier Sport unter freiem Himmel in Gruppen von bis zu 10 Personen (ohne Alterseinschränkung) oder in Gruppen von bis zu 20 Kindern unter 14 Jahren erlaubt.

Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) steht weiter im intensiven Austausch mit den zuständigen Ministerien zur zeitnahen Klärung von Detailfragen und wird diese Informationen umgehend nach Beantwortung durch den Gesetzgeber an seine Vereine weitergeben. Bis dahin bittet der BFV ausdrücklich darum, sich an die bis dato bekannten, oben angeführten staatlichen Vorgaben hinsichtlich der Gruppengrößen, Altersklassifizierungen und Abstandsregeln bei den entsprechenden Inzidenzen zu halten.

(Rolf Gercke)

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