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Fabian Hürzeler und Muriz Salemovic lenken in Zukunft die Geschicke beim FC Pipinsried.

FCP-Trainer über die Zusammenarbeit mit Fabian Hürzeler

Pipinsried-Coach Muriz Salemovic: Wiederaufstieg ist nicht das Ziel

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Der FC Pipinsried ist in die Bayernliga abgestiegen. In Zukunft übernimmt Muriz Salemovic. Der 30-Jährige erklärt, warum der Aufstieg nicht das Ziel ist. 

Nach dem Abstieg aus der Regionalliga Bayern soll der FC Pipinsried mit einem neuen Trainer-Duo zurück in die Erfolgsspur finden. Muriz Salemovic übernimmt zusammen mit Fabian Hürzeler die Führung. Im Interview erklärt Salemovic, warum seine Mannschaft kein Aufstiegsfovorit ist.

Wie lange musstest du überlegen, als das Angebot aus Pipinsried kam?

Eigentlich gar nicht lange. Der Kader ist sehr gut. Ich kannte schon viele Spieler davor persönlich. Das Gesamtpaket hat mich einfach überzeugt. Die Gespräche mit Fabi Hürzeler waren sehr gut. Auch die Doppelfunktion mit uns beiden fande ich sehr ansprechend. Mir macht das Spielen immer noch sehr viel Spaß und ich fühle mich noch sehr fit. Der Erfolg war auch da, weshalb ich auch so weitermachen wollte. Bei Pipinsried kann ich mich darauf jetzt wieder mehr konzentrieren, weil ich weiß, dass Fabi auch da ist.

Warum war es die richtige Entscheidung des Vereins, auf eine Doppel-Trainerspitze zu setzen?

Die Zusammenarbeit mit Fabi ist sehr gut. Wir tauschen uns sehr oft aus. Fabi hat mir angeboten, dass ich das Entscheidungsrecht habe, falls es Probleme gibt. Ich möchte aber, dass wir alles zusammen entscheiden. Wir leiten die Trainingseinheiten gemeinsam. Jeder bringt etwas ein. Wenn einem von uns etwas auffällt, an dem wir gezielt arbeiten müssen, kann es auch mal sein, dass einer ein ganzes Training alleine vorbereitet. Allerdings werden wir am Ende am Erfolg gemessen. Egal, wie gut Fabi und ich uns verstehen.

Wie groß ist die Umstellung von der Landesliga zur Bayernliga wieder für dich?

Nach zwei Wochen kann ich das noch nicht sagen. Das werde ich in den ersten Spielen sehen. Die Bayernliga wird mit Sicherheit härter. Das Tempo ist höher und man hat weniger Zeit und Raum. Wir werden nichts geschenkt bekommen. Das hat man in den letzten Jahren gesehen.

Muriz Salemovic: Wir werden keine Spieler mehr abgeben

Ist das Ziel der direkte Wiederaufstieg?

Der Verein wollte in der Regionalliga bleiben. Der Kader war eigentlich sehr gut. Deshalb kam der Abstieg für alle überraschend. Wir wollen oben mitspielen. Sollten wir aufsteigen, würden wir das natürlich sehr gerne mitnehmen. Aber der Aufstieg wurde vom Vorstand nicht als Ziel ausgegeben. Wir haben sehr gute Spieler im Kader. Allerdings geht es nicht darum, die besten Einzelakteure zu haben, sondern die beste Mannschaft zu formen. Der Kader wurde fast komplett ausgetauscht. Normalerweise muss man drei bis vier neue Spieler einbauen. Bei uns sind es zehn.

Der Kader ist derzeit sehr dünn besetzt: Wird sich noch etwas tun?

Am Wochenende bei den Spielen waren wir sehr wenige, das stimmt. Inzwischen sind aber wieder Pablo Pigl, Oliver Wargalla, Sebastian Süß, Maxime Crahay und unser Kapitän Stephan Thee zurück. Nichtsdestotrotz wollen wir in der Breite noch etwas tun. Wir werden keinen Spieler mehr abgeben.

Welche Teams können den Aufstieg packen?

Ich höre von vielen Seiten, dass Donaustauf eine super Mannschaft hat. Auch Schwaben Augsburg hatte bereits in der vergangenen Saison eine gute Mannschaft. Aber das hat nichts zu heißen.

Wie zufrieden bist du bisher mit der Vorbereitung?

Bisher bin ich wirklich sehr überrascht. Alle ziehen sehr gut mit. Es ist auch schon ordentlich Zug und Tempo drin. Mit dem Spiel gegen Eichstätt nach zwei Tagen Training war ich auch sehr zufrieden. Unser Ziel am Wochenende war zu gewinnen und ohne Gegentor zu bleiben. Zumindest zu gewinnen haben wir geschafft. Die Chancenauswertung war mangelhaft, aber darauf liegt unser Fokus noch nicht.

Wie sieht das Spielsystem für die kommende Saison aus?

Wir wollen uns da nicht auf eines festlegen. Wir wollen uns an unsere Spieler und die Gegner anpassen. Wenn es gut läuft, müssen wir nicht zwingend etwas verändern. Wir wollen einfach flexibel sein.

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