Ein heißes Duell im Sonnenuntergang lieferten sich die Fußball-Landesliga-Topteams aus Karlsfeld und Freising.
+
Ein heißes Duell im Sonnenuntergang lieferten sich die Fußball-Landesliga-Topteams aus Karlsfeld und Freising.

Im Eintracht-Duell gegen den SE Freising

Eintracht Karlsfeld feiert Matchwinner Michael Dietl: „Es war sehr intensiv“

  • VonRedaktion Dachau
    schließen

Es war bisher nicht die Saison des Michael Dietl. Der Mittelstürmer des TSV Eintracht Karlsfeld, eigentlich ein Torgarant, hatte seit dem ersten Spieltag nicht mehr getroffen.

Karlsfeld - Im Spitzenspiel gegen den SE Freising setzte er sich nach 67 Minuten bei einem Sprint in die Tiefe durch, blieb im Abschluss eiskalt und beendete seine Durststrecke. Dietls 2:1-Siegtor hat den Karlsfeldern den siebten Sieg im neunten Spiel gesichert. Drei Punkte, aber auch drei Verletzungen – den Prestigeerfolg gegen das Team der Stunde musste der TSV Eintracht teuer bezahlen.

„Die Qualität war wirklich gut.“

Sebastian Stangl, Coach der Karlsfelder

Die Gäste aus Freising waren als beste Mannschaft der vergangenen sechs Spieltage angereist: Fünf Siege und ein Remis, kein Team der Landesliga Südost war zuletzt so erfolgreich wie der SEF. Andreas Hohlenburger präsentierte sich in diesen Spielen in Topform. Die nahm er in die Partie in Karlsfeld mit. Hohlenburger nervte die TSV-Defensive, indem er die langen Bälle in die Spitze festmachte, ablegte oder selbst durchstartete.

„Das war gefährlich für uns, da hatten wir Probleme“, gab Karlsfelds Trainer Sebastian Stangl nach dem Spiel zu. Die Partie war intensiv, schnell und beide Mannschaften zeigten, warum sie in der Tabelle weit oben stehen. „Die Qualität war wirklich gut“, so Stangl.

Knapper Rückstand zur Halbzeitpause für den SE Freising

Weniger gut war aus Sicht des Heimteams all das, was sich in der 17. Minute abspielte: Freising spielt einen Ball in den Halbraum. Karlsfelds Klärungsversuch landet zentral 25 Meter vor dem Tor bei Florian Bittner. Der Co-Spielertrainer der Freisinger zieht direkt ab, trifft den Ball genau richtig, so dass sich die Kugel über Dominik Krüger ins Karlsfelder Tor senkt.

Für die Karlsfelder ein Tor mit Folgen: Keeper Krüger knickte um beim Versuch, den Ball zu halten. Trotz Schmerzen spielte er erst einmal weiter. Seine Vorderleute machten nach dem Rückstand das Spiel. Die Karlsfelder hatten mehr Ballbesitz und durch Dietl und Dominik Schäffer Großchancen, es blieb aber beim knappen Rückstand zur Halbzeitpause.

In der zweiten Halbzeit führten beide Teams die Zweikämpfe noch intensiver. Die Karlsfelder presste aggressiver, die Innenverteidiger Markus Huber und Philip Lorber standen sehr gut. Die Gastgeber kamen besser in den Freisinger Strafraum. Daraus resultierten Chancen, von denen Leon Ritter in der 56. Minute eine nutzte zum Ausgleichstreffer; der Angreifer musste nach Schäffers Vorarbeit nur noch den Fuß hinhalten. Ebenfalls in der 56. Minute ging es bei Krüger nicht mehr weiter. Er machte den Platz zwischen den Pfosten frei für Fabian Müske. Elf Minuten später jubelten die Karlsfelder erneut, weil Dietl frei vor dem gegnerischen Tor alles richtig machte – 2:1 (67.).

„Wir haben auch zugelangt. Es war sehr intensiv.“

Sebastian Stangl

Die Schlussphase begann für die Eintracht – genauer gesagt für Robert Zott – mit einem Schock: Der Defensivspieler kam in der 78. Minute aufs Feld und sollte helfen, den Vorsprung zu verteidigen. Fünf Minuten später musste er wieder runter. „Er hat sich ohne gegnerische Einwirkung am Knie verletzt. Er muss untersucht werden“, sagte Stangl. Der TSV-Coach rechnet mit einer längeren Pause.

Lang war dann auch die Nachspielzeit. Die Karlsfelder Defensive verteidigte die weiten Bälle der Gäste, die Spieler investierten viel. Pascal Sattelberger blutete wegen eines Cuts. Nach 98 Minuten war dann Schluss.

„Hinten raus wurde es zu einer Materialschlacht. Wir haben auch zugelangt. Es war sehr intensiv“, sagte Stangl. Der Karlsfelder Coach hofft, dass Krüger und vor allem Zott bald wieder auflaufen können, die drei Punkte feierte er aber. „Nach einem Rückstand zu gewinnen, das ist phänomenal.“  (stm)

Stenogramm

TSV Eintracht Karlsfeld - SE Freising 2:1 (0:1) TSV Eintracht Karlsfeld: Dominik Krüger, Philip Lorber, Fabian Schäffer, Fitim Raqi, Michael Dietl, Markus Huber, Leon Ritter, Thomas Ettenberger, Dominik Schäffer, Jonas Eicher, Pascal Sattelberger – Fabian Müske, Ivan Ivanovic, Robert Zott, Marko Juric, Paolo Albanese

SE Freising: Patrick Negele, Florian Bittner, Jonas Mayr, Domagoj Tiric, Andreas Hohlenburger, Michael Schmid, Osaro Aiteniora, Sebastian Niedermayer, Lassana Boubacar, Niklas Tatzer, Felix Fischer – Benedict Geuenich, Andi Manhart, Antonijo Prgomet, Luka Brudtloff, Selim Magat.

Zuschauer: 120

Tore: 0:1 (17.) – Florian Bittner. 1:1 (56.) – Leon Ritter. 2:1 (67.) – Michael Dietl.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare