Erster Sieg des FC Pipinsried seit 84 Tagen

- Fußball-Landesligist bezwingt TSV Eching mit 5:1 - Ehbauer bricht sich das Bein

FC Pipinsried - TSV Eching 5:1 (1:0):

Pipinsried: Bobak, Maraz, Brunner (72. Kovacevic), Wittmann, Trejo, Stanek (46. Matz), P. Krzyzanowski, Stiller, Zich (79. Grohmann), Lessmann, C. Krzyzanowski.

Eching: Ducat, Karalic, Keferloher, Schäffler, Schönberger, Bachmann, Ehbauer, Kaiser, Daffner (89. Rabe), Pauly, Simmendinger (78. Strasser).

Schiedsrichter: Bernhard Grimminger (TSV Stein).

Zuschauer: 350.

Gelbe Karten: Brunner, Trejo, Stanek, Zich, Lessmann, C. Krzyzanowski - Bachmann, Daffner, Pauly.

Rote Karte: Daniel Ehbauer (18.).

Tore: 1:0 (34.) - Martin Stanek tankt sich über rechts durch, sein en Querpass schiebt FCP-Kapitän Christian Lessmann in die Maschen; 1:1 (65.) - Sascha Bobak pariert den Kopfball von Tobias Simmendinger mit Mühe. Im Nachfassen will er den Ball wegdreschen, trifft aber nur seinen herbei eilenden Spielertrainer Michael Stiller am Kopf. In Zeitlupentempo trudelt das Leder ins Netz; 2:1 (75.) - Christian Krzyzanowski spielt einen Zuckerpass in den Lauf von Christian Lessmann. Der Pipinsrieder Kapitän leitet das Leder umgehend weiter auf Sebastian Zich, der sich die Ecke aussuchen darf; 3:1 (77.) - Christian Krzyzanowski trifft mit einem platzierten Flachschuss; 4:1 (86.) - Der Ex-Pipinsrieder Sturmführer Daniel Kaiser bremst Dragan Kovacevic im Strafraum etwas ungestüm. Den folgenden Elfer verwandelt Klaus Trejo sicher; 5:1 (88.) - Erkan Maraz spielt Dragan Kovacevic im Strafraum an. Aus der Drehung markiert der junge Stürmer sein erstes Saisontor.

Am 17. August 2003 hatte der Fußball-Landesligist FC Pipinsried zuletzt gewonnen, am gestrigen Nachmittag war es endlich mal wieder soweit. Im Abstiegsknaller gegen den TSV Eching setzten sich FCP-Spielertrainer Michael Stiller und seine Mannen mit 5:1 überraschend deutlich durch.

Beide Teams spielen heuer gegen den Abstieg - und das merkte man gestern überaus deutlich. Ganz magere Fußballkost präsentierten beide Mannschaften den erwartungsfrohen Zuschauern. Das Gebolze auf dem Rasen hatte zu keinem Zeitpunkt Landesliganiveau. Michael Stiller sprach denn auch nach der Partie von einem "Gurkenspiel", doch was am Ende zählt, sind bekanntlich die Punkte - und die blieben diesmal in Pipinsried.

Überschattet wurde die Partie von der schweren Verletzung des jungen Echinger Mittelfeldspielers Daniel Ehbauer. Im Stile eines Kung-Fu-Kämpfers sprang er in der 18. Minute auf Höhe der Mittellinie in Michael Stiller hinein. Während der Pipinsrieder Spielertrainer nach einer kurzen Behandlungspause weiterspielen konnte, sah Ehbauer, von zwei Betreuern gestützt, die rote Karte. Am Spielfeldrand wurde der Echinger während der gesamten ersten Halbzeit ärztlich betreut. Mit Verdacht auf einen Schienbeinbruch kam er schließlich ins Kreiskrankenhaus.

Dem Pipinsrieder Spiel kam die Hinausstellung des Echingers entgegen, gab Stiller zu. Die Gäste hatten in der Anfangsphase klar dominiert, allmählich kam der FCP aber besser ins Spiel. Indes war die Nervosität der Pipinsrieder Akteure mit Händen zu greifen. Eine Flut von unnötigen gelben Karten sowie ein wahres Fehlpass-Festival sorgten für Missstimmung auf der Tribüne. Sinnbild der Pipinsrieder Verunsicherung war das kuriose Eigentor zum 1:1. Anschließend erwiesen sich die Echinger aber in taktischer Hinsicht als reichlich naiv. Anstatt in Unterzahl einen Punkt zu sichern, suchten Spielertrainer Dieter Schönberger & Co. nun die Entscheidung in der Offensive. Pipinsried ließ sich nicht zweimal bitten. Der erste Konter saß gleich, der zweite Versuch schlug ebenso hinter TSV-Keeper Steven Ducat ein. Der Rest war Schaulaufen. MAD

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