Erstklassige Leistung des letzten Aufgebots

- TSV 1865 Dachau gewinnt 4:1 in Eichstätt

VfB Eichstätt - TSV 1865 Dachau 1:4 (1:2):

Eichstätt: Heinz, Pochobradsky, Stoll, Weidenhiller, Forster, Schiebel (57. Matzner), Micic (29,. Gastl), Krasnici (67. Alagöz), Kouakou, Waldau, Rössler.

TSV 1865 Dachau: Klement, Höhenleitner, Muslijevic, Hörmann, Neff, Ahammer, Schubert (46. Wagenhäuser/65. Lassane), Szintai, Bläser, Purkardt, Shannik (82. Songang-Seige).

Schiedsrichter. Franz Eidenschink (Eintracht München).

Zuschauer: 100.

Tore: 1:0 (3.) - Der für den verletzten Sturmführer des VfB, Lenz Schmidt, ins Team gerückte Shefket Krasnici bringt den Gastgeber schon nach 180 Sekunden in Führung; 1:1 (17.) - Marco Bläser köpft die Kugel nach einer Szintai-Ecke von links ins kurze Kreuzeck; 1:2 (32.) - Erneut ist Bläser nach einem von Joschi Szintai von links vors Tor getretenen Eckball erfolgreich. Diesmal trifft er mit dem Fuß ins rechte untere Eck; 1:3 (88.) - Bernie Ahammer überläuft die aufgerückte VfB-Abwehr, nach einem Spurt über den halben Platz hat er noch die Kraft, den Ball platziert ins lange Eck zu schlenzen. Via Innenpfosten prallt das Spielgerät in die Maschen des VfB-Tores; 1:4 (90.) - Der eingewechselte Kenseiga Lassane hebt den Ball nach schönem Doppelpass mit Szintai über den Eichstätter Keeper Thorsten Heinz ins Netz.

Der zuletzt ins Grübeln geratene Dachauer Trainer Herbert Richter hat sich aus zwei Gründen unheimlich über den Triumph seiner Elf beim Tabellenzweiten der Bezirksliga Nord gefreut. "Zum einen wissen wir nun, dass auch unser zweiter Anzug sitzt, und zum anderen hat sich erstmals gezeigt, dass fleißiges Üben im Training auf lange Sicht den Erfolg garantiert." Soll heißen: Die ob der oft stereotypen Trainingsinhalte mitunter murrenden 65-Kicker haben erkannt, dass Automatismen auch im Amateurfußball dazu gehören. Richter präzisiert: "Damit beispielsweise die Viererkette gut funktioniert, muss jeder Spieler seine Aufgabe ganz genau kennen. Und das kann man nur durch unermüdliches Üben erreichen." Obwohl die Mannschaft gleich auf mehreren Positionen umgebaut werden musste, war kein Bruch im 65-Spiel zu erkennen. Im Gegenteil, die Dachauer agierten streckenweise wie aus einem Guss. "Jeder wusste, was er zu tun hatte, und davon profitiert letzendlich das gesamte Team", freute sich Richter. "Alle, auch die eingewechselten Spieler, haben ihre Aufgabe gut erfüllt. Wir sind hinten sicher gestanden und haben vorne unsere Chancen eiskalt verwertet. So stelle ich mir das vor, so hat man auch gegen die Topteams der Liga eine Chance."

In Eichstätt wurde gestern nicht nur deutsch bzw. boarisch gesprochen, drei schwarze Perlen aus Kamerun parlierten vor und nach dem Match in fließendem französisch. Eichstätts Afrika-Import Claver Kouakou freute sich sichtlich, mit den Dachauer Kamerun-Kickern Paulin Songang-Seige und Kenseiga Lassane zu plausern.ge

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