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Fair zur Sache gingen die Teams in der Georg-Scherer-Halle.

Fußball

Günding und ASV Dachau lassen es krachen

Eher durchwachsen war das Zuschauerinteresse am ersten Qualifikationsspieltag des Herbert-Reischl-Gedächtnisturnieres um den VR-Cup. Zur Enttäuschung des Veranstalters verloren sich nur knapp 120 Fans der sieben teilnehmenden Teams auf der Tribüne der mit einer Rundumbande ausgestatteten Georg-Scherer-Halle.

VON ROBERT OHL

Auch sportlich war das Auftaktturnier kein Kracher, spielerische Qualität war nur selten zu sehen. Die meisten Spiele plätscherten so dahin, richtig spannend wurde es selten.

ASV-Abteilungsleiter Michael Dietrich blieb dennoch gelassen: „Es ist völlig normal, dass am ersten Tag die Bude noch nicht voll ist. Viele waren noch im Weihnachtsurlaub, andere mussten im Job das abarbeiten, was über die Festtage liegen geblieben ist.“

Die direkte Qualifikation für das Finalturnier schaffte der zum engsten Favoritenkreis zählende Kreisligist SV Günding. Via Überkreuzsspiele sicherten sich auch Gastgeber ASV Dachau, der TSV Allershausen und der SV Petershausen das begehrte Ticket für die Veranstaltung am 4./5. Januar 2019.

Die beiden Schiedsrichter Christian Schuster (FC Alte Haide München) und Christian Berscheid (VfB München) hatten bis auf wenige Momente mit den fairen Spielen keine Probleme. Torschützenkönig wurde am ersten Spieltag ASV-Ass Sebastian Mack mit zwölf Treffern.

Schnell kristallisierten sich mit dem ASV Dachau und dem SV Günding die spielstärksten Teams als aussichtsreichste Kandidaten für das Weiterkommen heraus. Folgerichtig war das direkte Duell dieser beiden Teams auch das spannendste und beste dieses Abends, es endete 2:2-unentschieden. Dabei ging es teilweise hoch her, Schiedsrichter Christian Berscheid hatte alle Hände voll zu tun, um die Gemüter zu beruhigen.

Der Turniersieg und die damit verbundene direkte Qualifikation für das Finalevent wird wohl über das Torverhältnis des SVG und des ASV entschieden, das glaubten die meisten Fans und Fußballbegeisterten ob der überzeugenden Auftritte der beiden Favoriten. Aber am Ende hatten die Gündinger dann auch nach Punkten die Nase vorn, denn während sie ihre restlichen fünf Spiele gewannen, leistete sich der ASV Dachau ein 1:1-Unentschieden gegen den TSV Allershausen.

Den Stadtwäldern gelang immerhin das Kunststück, in Unterzahl nach einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Keeper Artem Bykanov zwei Tore in Unterzahl zu erzielen.

Sportlich enttäuschend verlief der Auftritt des FC Wacker München, der überhaupt nicht zurecht kam und mit 1:8 und 0:7 gegen den ASV Dachau und Vierkirchen deftige Schlappen kassierte.

Eine ansprechende Rolle spielte wie im vergangenen Jahr der A-Klassist SC Vierkirchen, der sich gut verkaufte und mit Foday Sesay einen guten Hallenspieler aufgeboten hat.

Ebenfalls sehenswert agierten die Gäste aus Allershausen, die mit ihrem in der Dachauer Fußballregion bestens bestens bekannten Trainer Michael Stiller an den Stadtwald gereist waren.

Der 1. FC Kollbach nominierte nach der schnellen roten Karte gegen Cem Nifioglu in der ersten Minute des Auftaktmatches gegen den ASV Dachau mit Martin Ostermair schnell einen Spieler nach, um wenigstens zwei Ersatzspieler auf der Bank zu haben.

Wieder voll im Trend war an diesem ersten Turniertag der offensiv agierende Torwart. So mutierte bei vielen Teams der Keeper zum ersten Aufbauspieler bei eigenen Ballbesitz.

Keine großen Probleme, sich nach Günding ebenfalls für das Hauptturnier zu qualifizieren, hatte der ASV Dachau. Überkreuz-Gegner Wacker München war kein ernsthafter Kontrahent für die Stadtwälder. Das Team aus der Landeshauptstadt hatte schon in der Gruppenphase 33 Gegentreffer kassiert – gegen den ASV kamen elf hinzu.

Ähnlich deutlich verlief das Entscheidungsspiel zwischen Allershausen und Kollbach (8:1). Der FCK wehrte sich zwar nach Kräften, aber Allershausen war einfach spielerisch reifer und gewann auch in dieser Höhe verdient.

Das spannendste Duell um den Finalrundeneinzug lieferten sich der Vorrundenvierte SC Vierkirchen und der Tabellenfünfte SV Petershausen. Der Kreisklassist aus Petershausen zog schnell auf 3:0 davon, aber der SC Vierkirchen stellte enorme Nehmerqualitäten unter Beweis und kam in der zweiten Halbzeit noch bis auf 2:3 heran. Am Ende gewannen die Petershausener das Match mit 4:3 und sicherten sich so als viertes und letztes Team das Ticket für die Finalrunde am ersten Januar-Wochenende..

Aufstellungen

ASV Dachau

Artem Bykanov, Christian Roth, Dimitrios Papadopoulos, Benjamin Hofmann, Kevin Zepeda, David Dworsky, Andreas Roth, Sebastian Mack, Maximilian Bergner

1. FC Kollbach

Matthias Stephan, Patrick Fischer, Arnold Fechner, Steffen Schimunek, Constantin Stocker, Cem Fifioglu, Matthias Regiert

SV Günding

Lukas Lehmeier, Kevin Bachhuber, Florian Walter, Stephan Liebl, Patrick Belitz, Patrick Moder, Jonas Schwarz, Philipp Urban, Christoph Krüger, Dennis Hölzl

TSV Allershausen

Sebastian Kny, Dominik Kopp, Josef Weiss, Michael Ruszkiewiecz, Alexander Holzmaier, Michael Stiller, Markus Lachner

SV Petershausen

Matthias Neumeier, Maximilian Richter, Bernhard Höcherl, Johannes Bauer, Tim Schindler, Michael Sänger, Christoph Spielberger, Marvin Heuer, Felix Hummel, Andreas Rieger

SC Vierkirchen

Pieter Kok, Yusupha Ceesar, Stefan Fottner, Michael Griebler, Nicolas Bieling, Josef Isl, Tobias Hagn, Andreas Griebler, Michael Thieme, Foday Sesay, Florian Göbel

FC Wacker München

Dominik Veitinger, Sascha Stensinski, Karim Sanou, Hedi Cherif, Son Baydi, Kevin Hotko, Zakaria Naimi, Alexander Valcioiu, Endi Karaj, Tihomir Rucevic

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