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FC Pipinsried setzt nach Umbruch auf junge Spieler: „Notgedrungen, der neue Weg“

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Das neue Trainerteam des FC Pipinsried hat die Kicker des Regionalligisten in dieser Woche erstmals um sich geschart.
Das neue Trainerteam des FC Pipinsried hat die Kicker des Regionalligisten in dieser Woche erstmals um sich geschart. FOTO:HAE © HAE

Der FC Pipinsried ist bereits am vergangenen Montag wieder ins Training eingestiegen, denn auf den klassenhöchsten Landkreisfußballverein wartet in der Saison 2022/2023 ein knüppelhartes Programm.

Pipinsried - Wie schon in der abgelaufenen Serie spielen in der Regionalliga Bayern 20 Vereine, da sind Englische Wochen nicht zu vermeiden. Zum Auftakt bestreiten die Pipinsrieder am Samstag, 16. Juli, das Auswärtsspiel bei der SpVgg Greuther Fürth II.

Auf der Trainerbank des FCP gab es nach dem Happy-End (Klassenerhalt) einen Wechsel. Der bisherige Coach Andy Pummer verließ die Gelb-Blauen in Richtung Deisenhofen, sein Co-Trainer Emanuel Jozic wechselte ins Nachwuchsleistungszentrum des FC Bayern München.

FC Pipinsried: Neues Trainerteam übernimmt rundum erneuerte Mannschaft

Den neuen (Spieler)Trainer, Nico Jelisic, erwartet eine delikate Aufgabe, denn von der Mannschaft der vergangenen Saison sind neben Jelisic nur neun Spieler im Verein geblieben. Jelisic bekam mit A-Schein-Inhaber Miljan Prijovic einen Co-Trainer zur Seite gestellt; auch Torjäger Pablo Pigl gehört als Athletiktrainer zum Trainerteam.

Der Verein aus dem Dachauer Hinterland musste namhafte Abgänge in Kauf nehmen. Mit dem Nationalspieler der Zentralafrikanischen Republik, Peter Guinari, und Jakob Zitzelsberger verlor der FC Pipinsried seine Innenverteidigung. Zitzelsberger war erst vor Jahresfrist, zusammen mit Dominik Wolfsteiner, Lucas Schraufstetter und Ati Lushi, vom VfB Eichstätt ins Ilmtal gewechselt. Alle vier Spieler haben den FCP inzwischen wieder verlassen. Wolfsteiner kehrte zurück nach Eichstätt, Lushi beendete nach einem Kreuzbandriss seine Karriere und Schraufstetter wechselte zusammen mit Dominik Schröder zum Ligakonkurrenten nach Rain.

Zudem legt Torhüter-Routinier Alex Eiban eine Auszeit (Meisterschule) ein. Der erfahrene und bis zum seinem Kreuzbandriss im November 2021 beständigste Pipinsrieder Feldspieler, Benny Kauffmann, hängt die Fußballschuhe als Aktiver (vorerst) an den Nagel, er wechselt, wie Jozic, in den Trainerstab des Nachwuchsleistungszentrums des FC Bayern München. Zuletzt verließ auch noch Albano Gashi das Team, er schloss sich Türkgücü München an.

FC Pipinsried: Rauscheder kommt aus Geretsried - erfahrene Spieler sagen ab

Aufgefüllt wurde der Kader weitestgehend mit jungen Spielern, von denen nur wenige über Regionalligaerfahrung verfügen. Anfang der Woche wurde mit Simon Rauscheder vom TuS Geretsried ein Innenverteidiger verpflichtet. Die Fluktuation, in den zurückliegenden Jahren ein Markenzeichen des FC Pipinsried, war also auch in diesem Sommer enorm groß.

„Wir werden an allen Bereichen arbeiten, in denen wir Defizite vermuten. Gelingt das, dann bin ich mir sicher, dass wir eine schlagkräftige Truppe auf den Platz bekommen werden. Die Jungs sind hungrig und wissbegierig“, meint der neue Pipinsrieder Coach Niko Jelisic, der selbst auch weiter als Spieler auflaufen wird. „In meiner Laufbahn hat mich Eric ten Haag sehr geprägt, der eins bei Bayern München II mein Trainer war. Ich denke, dass ich eine offensive Spielweise an den Tag legen will, ohne die Defensive zu vernachlässigen“, so Jelisic weiter.

Die Pipinsrieder Regionalligafußballer hatten sich in der Sommerpause vor allem mit erfahrenen Kräften im Defensivbereich verstärken wollen, doch die kolportierten Namen Christoph Rech, Michael Zant und Kevin Hingerl heuerten allesamt beim Ligakonkurrenten Türkgücü München an.

FC Pipinsried: Heimspiele am Freitagabend?

„Wir gehen den Weg mit den jungen Spielern, natürlich wird es ganz schwer. Es ist aber auch eine interessante Aufgabe für das neue Trainerteam. Vielleicht ist es auch, notgedrungen, der neue Weg des FC Pipinsried“, meint der sportliche Leiter der Ilmtaler, Tarik Sarisakal.

Das Ziel des Dachauer Dorfclubs ist genauso klar wie einfach zu definieren: Klassenerhalt.

Das Saisoneröffnungsspiel bestreiten am 14. Juli der TSV Buchbach und die SpVgg Unterhaching, ehe die Pipinsrieder dann bei den Franken aus Fürth ins Geschehen eingreifen. Höhepunkte aus Pipinsrieder Sicht sind die Heimspiele gegen den TSV Rain am 12./13. August und eine Woche später gegen den VfB Eichstätt. Am 26./27. August ist Türkgücü München zu Gast beim FCP.

Gegen die Titelkandidaten aus Würzburg und Haching müssen die Ilmtaler zunächst auswärts antreten, der FC Bayern München II ist am letzten Vorrundenspieltag am 29. Oktober zu Gast in Pipinsried. Die endgültigen Termine stehen derzeit allerdings noch nicht fest. Dem Vernehmen nach möchte der FC Pipinsried in der Sommerzeit seine Heimspiele möglichst am Freitagabend durchführen. (Bruno Haelke)

Terminplan

Vorbereitung

Heute, 21 Uhr: Mannschaftspräsentation. Samstag, 18. Juni, 14 Uhr: TSV Schwaben Augsburg - FC Pipinsried. Mittwoch, 22. Juni,18.30 Uhr: FC Ingolstadt - FC Pipinsried. Samstag, 25. Juni, 14 Uhr: VfR Garching - FC Pipinsried. Mittwoch, 29. Juni, 19 Uhr: FC Deisenhofen - FC Pipinsried. Freitag, 1. Juli, 19 Uhr: FC Pipinsried - FC Gundelfingen. Samstag, 9. Juli, 14.30 Uhr: FSV Pfaffenhofen - FC Pipinsried

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