Held des Tages: Steffen Krautschneider (Mitte) traf gegen die SpVgg Hankofen-Hailing dreimal ins Schwarze
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Held des Tages: Steffen Krautschneider (Mitte) traf gegen die SpVgg Hankofen-Hailing dreimal ins Schwarze

Andreas Thomas: „Das war ein Spektakel“

FC Pipinsried-Spektakel: Sieben Tore, zwei Ampelkarten und zwei Hattricks 

  • vonBruno Haelke
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Der FC Pipinsried kommt nochmal mit einem blauen Auge davon. Gegen die SpVgg Hankhofen-Hailing dreht der Bayernliga-Primus die Partie dank Steffen Krautschneider.

Pipinsried Selten hat dieses Bild so gepasst. Mit einem tiefblauen Auge hat der FC Pipinsried erste Partie nach der Corona-Pause überstanden. Nach 90 turbulenten Minuten gewann der Bayernliga-Spitzenreiter sein Heimspiel in der NAT-Arena gegen die SpVgg Hankofen-Hailing mit 4:3 (1:1).

Krautschneider durchbricht mit Hattrick die 20-Tore-Schallmauer

Matchwinner war Steffen Krautschneider, ihm gelang ein spektakulärer Hattrick, er durchbrach so als zweiter Bayernligaspieler nach seinem Teamkollegen Pablo Pigl die 20-Tore-Schallmauer.

Krautschneider war nicht der einzige „Hattrickler“ an diesem Tag in Pipinsried, auch der Hankofener Florian Sommersberger traf dreimal ins Schwarze – zweimal allerdings vom Elfmeterpunkt.

SpVgg Hankhofen-Hailing: Sommersberger Hattrick reicht nicht

Da der bisherige Tabellenzweite TSV Wasserburg sein re-Start-Match beim SSV Jahn Regensburg II mit 0:3 verlor weisen die Ilmtaler nun 22 Punkte Vorsprung auf den neuen Tabellenzweiten FC Deisenhofen auf, der sein Auswärtsspiel beim TSV 1865 Dachau mit 3:2 gewonnen hat (Bericht auf Lokalsportseite 12). Deisenhofen hat allerdings ein Spiel weniger absolviert als der FC Pipinsried.

Die Gelb-Blauen aus dem Dachauer Hinterland bleiben ungeschlagen, sie haben keines ihrer bisherigen 24 Punktspiele verloren.

FC Pipinsried-Spektakel: Sieben Tore, Zwei Elfmeter und zwei Rote Karten

245 Zuschauer bekamen einmal mehr ein ausgesprochen unterhaltsames Spektakel in der NAT-Arena zu sehen: Sieben Tore, zwei Elfmeter, acht gelbe Karten, zwei Ampelkarten und zwei Hattrick-Schützen – Fußballherz, was willst du mehr?

Die SpVgg Hankofen-Hailing machte dem FCP durch ihre disziplinierte Spielweise und ein sehr gutes Gegenpressing das Leben schwer. Selbst ein 1:3-Rückstand schockte das Team von SpVgg-Trainer Gerald Huber nicht, binnen weniger Minuten stellten sie auf 3:3.

Huber: „Nach einem 1:3 muss man erstmal so zurück kommen“

„Erstmal ärgern wir uns, ich denke, wir hätten einen Punkt verdient gehabt. Nach einem 1:3 muss man erstmal so zurück kommen. Aber das ist halt Pipinsried“, resümierte SpVgg-Coach Gerald Huber.

Auch Pipinsrieds Trainer Andreas Thomas durchlebte ein Wechselbad der Gefühle: „Es war ein schönes Spektakel, was wir so sicher nicht geplant hatten. Nach der Halbzeit kommen wir gut raus und erzielen schnell zwei Tore. Wir haben die Chance, auch noch ein drittes nachzulegen. Haben wir aber nicht, und dann ist Hankofen sehr gut zurückgekommen. Was Steffen Krautschneider gezeigt hat, das ist einfach sensationell.“

Verantwortlich dafür, dass sich am Ende doch der Liga-Primus durchsetzen konnte, war in erster Linie ein Mann: Steffen Krautschneider, sein Torriecher ist einmalig und hat den FCP mal wieder vor einem Rückschlag bewahrt.

FC Pipinsried: Taktikwechsel beschert Sieg

Thema Taktik: Pipinsried begann in einem 3-5-2-System. Allerdings konnte man schnell erkennen, dass diese Formation gegen die agilen und stark pressenden Gäste augenscheinlich nicht die beste Taktik war. Die Dreier-Kette des FCP sah sich mitunter gleich vier bis fünf anlaufenden Gegnern gegenüber. Die Folge: Unsaubere Bälle im Spielaufbau, ungewöhnlich viele Fehlpässe. So kam keine Ruhe ins Spiel der Pipinsrieder. Im Laufe der ersten Halbzeit zog sich Kapitän Stephan Thee von seiner Sechser-Position immer mehr zurück in die Zentrale.

Zur Pause stellte der FCP dann auf ein 4-4-2-System um. Ruhe brachte man aber auch so nicht ins Spiel, zumal so Max Zischler alleine auf der „Sechs“ stand und gar nicht alle enstandenen Löcher zulaufen konnte.

Mit Marvin Jike und Pablo Pigl agierte der Gastgeber mit zwei Spitzen. Während der junge Jike eine sehenswerte Partie, zumeist aus dem Zentrum, ablieferte, hing Pablo Pigl häufig in der Luft; er fand während der gesamten Partie nur selten ins Spiel.

Das Match zeigte einmal mehr, dass für die Ilmtaler ein 4-2-3-1-System die wohl beste Lösung sein dürfte. Mit einer massiven und spielstarken Abwehr, zwei kampfstarken und spielerisch guten „Sechser“ hat der FCP die Möglichkeit, jedes Spiel unter Kontrolle bringen.

FC Pipinsried: Der Toto-Pokal steht vor der Tür

Die kommenden zwei Spiele werden für den FC Pipinsried zu echten Prüfungen, denn im Toto-Pokal trifft das Dachauer Landkreisteam am Samstag, 26. September, daheim auf den Sieger der Toto-Pokal-Qualifikationsbegegnung TSV 1861 Nördlingen - TSV Schwaben Augsburg (Mittwoch, 23. September). Und eine Woche später sind die Ilmtaler dann in der Bayernliga Süd zu Gast beim heimstarken TSV Kottern.

(“Bruno Haelke“)

FC Pipinsried - SpV Hankofen-Hailing 4:3 (1:1)

FC Pipinsried: Tim Oberwahrenbrock, Christoph Rech, Pablo Pigl (79. Timon Kuko), Oliver Wargalla (87. Rene Hamann), Benjamin Kauffmann, Steffen Krautschneider, Daniel Leugner, Maximilian Zischler, Stephan Thee, Marvin Jike (66. Andre Gasteiger), Alexander Langen

SpVgg Hankofen-Hailing: Sebastian Maier, Matthias Lazar, Florian Sommersberger, Mateusz Krawiec, Tobias Richter (80. Christian Liefke), Daniel Rabanter, Timo Sokol, Jonas Gmeinwieser (60. Andreas Wagner), Daniel Hofer (73. David Vogl), Benedikt Gänger, Tobias Beck

Schiedsrichter: Tobias Spindler

Zuschauer: 245

Gelb-Rote Karten: Maximilian Zischler (77.) – Daniel Rabanter (90.+2)

Tore: 0:1 (38.) – Florian Sommersberger. 1:1 (42.) – Steffen Krautschneider. 2:1 (50.) – Steffen Krautschneider. 3:1 (54.) – Maximilian Zischler. 3:2 (57.) – Florian Sommersberger. 4:3 (71.) – Steffen Krautschneider.

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