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„Besser gespielt als die Bayern“: FC Pipinsried verwöhnt Fans zum Abschied

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Jubel über das 3:2: Faton Dzemailji und Marvin Jike (re.)
 gratulieren dem Siegtorschützen Albano Gashi (Mitte).
Jubel über das 3:2: Faton Dzemailji und Marvin Jike (re.) gratulieren dem Siegtorschützen Albano Gashi (Mitte). © BRUNO HAELKE

Mit einem tollen Auftritt hat sich der FC Pipinsried vom eigenen Publikum aus der Saison 2021/2022 verabschiedet.

Pipinsried – Im letzten Heimspiel der laufenden Regionalligaserie besiegte das ranghöchste Fußballteam der Region Dachau den in der Tabelle der Gruppe Bayern weit vor ihm stehenden TSV Aubstadt in der NAT-Arena nach 0:1-Rückstand mit 3:2.

Den Schlusspunkt unter eine rasante Partie setzte Albano Gashi zwei Minuten vor Schluss mit einem fulminanten Schuss aus 25 Metern. Auch FCP-Keeper Alex Eiban durfte sich als Matchwinner fühlen, er hielt beim Stande von 2:1 für Pipinsried einen Foulelfmeter von Christopher Bieber. Das Ticket für eine weitere Saison in Liga Vier hatten sich die Pipinsrieder schon am vergangenen Wochenende gesichert, ihr letztes Punktspiel bestreiten die Mannen von Trainer Andy Pummer am Samstag, 21. Mai, in Burghausen.

Im letzten Heimspiel des FC Pipinsried ließen es die Kicker beider Teams noch einmal so richtig krachen. 178 Zuschauer sahen von Beginn an eine Partie, in der das gut geölte Getriebe nur eine Variante zuließ: den Vorwärtsgang.

Bereits in der zweiten Minute setzte der Aubstädter Max Schebak den Ball aus halblinker Position an den rechten Pfosten. Von dort sprang er zurück in die Arme des einmal mehr überzeugenden FCP-Keeper Alex Eiban. Dem Startschuss folgten weitere spannende Aktionen vor beiden Toren, wobei die Aktiven auch körperlich ordentlich zur Sache gingen. So sah FCP-Innenverteidiger Peter Guinari schon nach 240 Sekunden den gelben Karton. Dass dieser später nicht zur Ampelkarte mutierte, war dem Schiedsrichter Tobias Wittmann zu verdanken. In der 26. Minute zeigte der Referee Fingerspitzengefühl, als er Guinari nach einem weiteren Foul nur eindringlich ermahnte, die Karte aber in der Tasche ließ; Guinaris Auswechslung zur Halbzeit war die logische Folge.

Abendstimmung in Pipinsried: Die Zuschauer bekamen in der NAT-Arena eine spektakuläre Regionalligabegegnung mit fünf Toren zu sehen.
Abendstimmung in Pipinsried: Die Zuschauer bekamen in der NAT-Arena eine spektakuläre Regionalligabegegnung mit fünf Toren zu sehen. © BRUNO HAELKE

Beide Teams spielten herzerfrischend offensiv. Der Gast aus Aubstadt zeigte auf, warum FCP-Trainer Andy Pummer ihn vor dem Match als „beste Amateurmannschaft in Bayern“ bezeichnet hatte. Laufstark, einsatzfreudig und gut abgestimmt betrieb das Team von TSV-Coach Victor Kleinhenz Eigenwerbung.

Die Grabfelder mussten sich allenfalls vorwerfen lassen, dass sie im letzten Drittel nicht bissig genug agierten, sich zu häufig in Klein-Klein-Aktionen verstrickten.

Der FC Pipinsried spielte in einem 4-4-2-System mit einer Raute, und er erhielt hernach für die Umsetzung ein großes Lob von Gästetrainer Kleinhenz: „Letzte Woche haben wir gegen die Bayern gespielt, auch die haben mit einer Raute gespielt. Ich bin sogar der Meinung, dass der FC Pipinsried es besser gemacht hat.“

FCP-Trainer Andy Pummer und Co-Trainer Emanuel Jozic hatten also einmal mehr den Schlüssel zu einer taktisch sehr guten Leistung gefunden, sie wurden mit drei Punkten für den gelungenen Auftritt belohnt.

Die fünf Volltreffer der Begegnung konnten sich allesamt sehen lassen. Das 1:0 für Aubstadt erzielte Patrick Hofmann mit einem Volleyschuss aus acht Metern (22.). Zur Erinnerung: Hofmann hatte im Hinspiel beim 4:1- Erfolg seiner Mannschaft alle vier Tore für den TSV erzielt.

Beim 1:1 nutzte Jannik Fippl den großen Zeh, um von der Strafraumlinie das Spielgerät unter die Latte zu wuchten (45.). FCP-Torjäger Pablo Pigl schloss in der 75. Minute einen Sololauf von der Mittellinie zur Pipinsrieder 2:1-Führung ab – eiskalt.

Zehn Minuten später sorgte TSV-Stürmer Christopher Bieber mit einem trockenen Schuss aus halbrechter Position ins lange Eck für den Ausgleichstreffer. In der 88. Minute nahm sich Albano Gashi aus 25 Metern ein Herz, er zimmerte das Spielgerät, für TSV-Keeper Lukas Wenzel, unhaltbar in die Maschen des Aubstädter Tores.

Unter dem Strich war es eine rundum gelungene Wiedergutmachung für das schlechte Spiel des FCP in Fürth drei Tage zuvor. Die Partie hat gezeigt, dass der FC Pipinsried in der laufenden Serie mit diesem Kader, wären die Leistungsträger häufiger fit gewesen, eine deutlich bessere Rolle hätte spielen können. (Bruno Haelke)

Stenogramm

FC Pipinsried - TSV Aubstadt 3:2 (1:1) FC Pipinsried: Alexander Eiban, Peter Guinari, Lucas Schraufstetter, Jannik Fippl, Pablo Pigl, Albano Gashi, Dominik Wolfsteiner, Faton Dzemailji, Marvin Jike, Dominik Schröder, Jakob Zitzelsberger – Halit Yilmaz, Paolo Cipolla, Eren Emirgan, Ahanna Francis Agbowo, Alexander Langen.

TSV Aubstadt: Lukas Wenzel, Christian Köttler, Marcel Volkmuth, Steffen Behr, Patrick Hofmann, Ingo Feser, Ben Müller, Max Schebak, Björn Schönwiesner, Leon Heinze, Christopher Bieber – Andre Rumpel, Timo Pitter, Leonard Langhans, Jens Trunk, Joshua Endres.

Zuschauer: 178

Tore: 0:1 (22.) – Patrick Hofmann. 1:1 (45.) – Jannik Fippl. 2:1 (75.) – Pablo Pigl. 2:2 (85.) – Christopher Bieber. 3:2 (88.) – Albano Gashi.

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