Andreas Thomas ist der neue Dirigent an der Seitenlinie.
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Andreas Thomas ist der neue Dirigent an der Seitenlinie.

Beide Vereine haben viel vor

Umbau bei Pipinsried und Dachau

  • vonRedaktion Dachau
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Der Bayernliga-Primus FC Pipinsried stellt sich neu auf, der TSV Dachau 1865 greift noch einmal richtig an.

Als der FC Pipinsried sein erstes Punktspiel im März mit 7:2 gegen den Verfolger FC Deisenhofen für sich entschied, schienen auch die letzten Zweifel am Bayernliga-Titel ausgeräumt. Logisch, bei 19 Zählern Vorsprung. Dann kam Corona, die beiden Spielertrainer Muriz Salemovic (TSV Landsberg) und Fabian Hürzeler (FC St. Pauli) verließen den Verein, zudem sagten mit Amar Cekic (Schweinfurt 05), Daniel Hoffmann (TSV Landsberg), Fabian Müller (Ziel unbekannt) sowie Keeper Johann Hipper (zurück zu 1860) weitere Schlüsselspieler Adieu. 

FC Pipinsried: Andreas Thomas neuer Coach

Nach langer Suche wurde im Juli mit Andreas Thomas ein kompetenter Nachfolger für das Trainerduo gefunden. Die Neuzugänge Andre Gasteiger (Karlsfeld) und Rene Hamann (Jetzendorf) kommen aus der Landesliga, Peter Guinari und Marc Koch (Junglöwen) sowie Tormann Julian Kirr (Türkgücü, aber ohne Einsätze) sind U20-Kräfte. Einzig der routinierte Tim Oberwahrenbrock scheint die Lücke seines Vorgängers Hipper zu füllen. Ob Rückkehrer Marian Knecht je in Gelb-Blau auflaufen kann, ist wegen einer Schambeinentzündung ungewiss. Nach den ersten drei Partien gegen den TSV Eintracht Karlsfeld (2:2), den VfB Eichstätt (2:2) und den TSV Jetzendorf (3:1) meinte Thomas: „Unsere Neuen müssen sich noch an das höhere Tempo gewöhnen.“ 

Kaderplaner Tarik Sarisakal verpflichtete prompt den erfahrenen Mittelfeldlenker Nikola Jelisic (FCB 2, Schweinfurt, Blau-Weiß Graz) sowie den serbo-albanischen Jungprofi Faton Xhemaili. Beide gaben starke Debüts, beiden fehlten zu Redaktionsschluss dieser Sonderseiten die Spielgenehmigungen. Mit Steffen Krautschneider, Stephan Thee, Christoph Rech, Pablo Pigl und Maximilian Zischler verfügt der FCP über herausragende Führungsfiguren und mit Daniel Leugner zudem über einen der besten Fußballer der Liga. Der Titel wird dennoch kein Selbstläufer, Thomas muss einen Neuaufbau von oben gestalten. Doch alles andere als die Meisterschaft wäre eine Sensation. 

TSV Dachau: Seit Mai im Trainingsbetrieb

Der TSV Dachau 1865 war einer der ersten Vereine, der nach dem Corona-Shutdown wieder in den Trainingsbetrieb einstieg: Schon Mitte Mai baten Spielertrainer Fabian Lamotte und sein Co Alexander Weise ihre Mannen auf den Platz, mit Abstandsregeln und ohne Körperkontakt. „Seitdem geht es auf und ab“, erzählt der Kaderplaner Ugur Alkan des Liga-Zehnten (23 Spiele/27 Punkte). In der ersten Septemberwoche pausierte der Kader, nachdem der BFV den Saisonauftakt auf den 19. September verschoben hatte. „Die Beteiligung ist gut, die Jungs haben Spaß“, fährt Alkan fort. Er hat im Sommer den Abwehrschlacks Florian Mayer aus Landsberg zurückgeholt – der 28-Jährige kickte schon in der Saison 2012/2013 an der Jahnstraße und war viele Jahre Leistungsträger beim VfR Garching. Ebenfalls neu ist Orkun Tugbay (25), ein schneller Mittelfeldmann mit Gespür für die Spielsituationen. Dafür ließen die Dachauer ihren langjährigen Torjäger Christian Doll zum SV Pullach ziehen. Zudem wechselte der pfeilschnelle Ryosuke Kikuchi zum Regionalligisten VfR Garching. 

Wechselhafte Testspiel-Ergebnisse

Das von Alkan angesprochene Auf und Ab spiegelt sich in den Testspielergebnissen wider: Einem 8:4 beim Kreisligisten Grüne Heide Ismaning (mit sechs Toren von Robin Volland) folgten ein knappes 2:3 beim Regionalligisten SV Heimstetten sowie ein 0:0 beim Landesliga-Zweiten VfB Hallbergmoos. Beim TSV Eintracht Karlsfeld unterlag die Truppe unglücklich mit 1:2, dafür besiegte sie den ASV Dachau am vergangenen Wochenende mit 3:2. „Die Ergebnisse sind nicht wichtig“, betont Alkan, „doch in der Liga müssen wir noch einige Prozente zulegen.“ Das Ligaziel sei klar, so Alkan: „So schnell wie möglich nichts mit dem Abstieg zu haben!“ Der Abstand zur Relegationszone beträgt nur drei Zähler, doch die Truppe scheint viel zu stark, um ernsthaft in Schwierigkeiten kommen zu können. (kra)

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