Einsatz mit Folgen: SVS-Ass Matthias Ettenberger verletzte sich bei einer Rettungsaktion in der 37. Minute und musste ausgewechselt werden.
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Einsatz mit Folgen: SVS-Ass Matthias Ettenberger verletzte sich bei einer Rettungsaktion in der 37. Minute und musste ausgewechselt werden.

Debüt von Christian Leßmann misslingt

Nach Schwaig-Niederlage: Dem SV Sulzemoos „fehlen die Worte“

  • vonMoritz Stalter
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Der SV Sulzemoos kommt im Abstiegskampf nicht von der Stelle. Gegen den FC Schwaig musste die Elf von Neu-Trainer Christian Leßmann eine ärgerliche Pleite hinnehmen.

Bezirksliga Nord FC SpFr. Schwaig SV Sulzemoos 3:1

Im ersten Spiel unter Trainer Christian Leßmann hat der SV Sulzemoos beim Tabellenzweiten FC Sportfreunde Schwaig eine 1:3-Niederlage kassiert. Dabei zeigte der SVS eine gute Leistung, doch wie so häufig in dieser Saison lagen Freud und Leid nah beieinander – am Ende jubelte der Gegner. „Mir fehlen die Worte“, sagte der sportliche Leiter Markus Wagenpfeil deshalb nach der Partie.

SV Sulzemoos: Ettenbergers Unglück ermöglicht Schwaiger Führung durch Ascher

Eine Szene in der 37. Minute veranschaulichte die aktuelle Situation der Sulzemooser perfekt: Ein Schwaiger spielte von der Mittellinie einen langen Flugball, SVS-Verteidiger Matthias Ettenberger versuchte zu klären, blieb aber im Rasen hängen und verletzte sich. Schwaigs Torjäger Raffael Ascher stand daraufhin alleine vor Maximilian Kronschnabl, kam knapp vor dem Torhüter an den Ball und spitzelte die Kugel zum 0:2 ins Tor. Die Sulzemooser ließen sich danach zwar nicht hängen, dass es gegen diese Schwaiger bei einem Zwei-Tore-Rückstand noch schwerer werden würde, war ihnen aber klar.

SV Sulzemoos: „Das erste und das dritte Tor hätte Max zu Beginn der Saison gehalten“

Begonnen hatten die Gäste stark. Leßmann, der den SVS zwischen 2010 und 2012 trainiert hatte, stellte die Mannschaft im ersten Spiel nach seiner Rückkehr mutig ein. Obwohl Schwaig seine letzten drei Ligaspiele gewonnen und seit dem Re-Start in zwei Partien zehn Tore geschossen hatte, war der SVS im Spiel. „Die Jungs waren motiviert, super eingestellt und hatten gerade bei Kontern Chancen“, erkannte Wagenpfeil. Diese Möglichkeiten spielten sie aber zu schlecht aus. Der Gegner brauchte eine Chance für ein Tor: In der 24. Minute setzte sich Ascher im Laufduell durch und traf aus spitzem Winkel zum 0:1. Es folgte besagte Szene in der 37. Minute und Aschers achtes Tor im dritten Spiel seit dem Re-Start. Für die zweiten Halbzeit brachte Leßmann den Angreifer Marcel Berger. Der beste SVS-Torschütze der laufenden Bezirksliga-Saison (neun Tore) brachte mit seinem Tempo ein neues Element ins Spiel der Gäste. In der 59. Minute holte er einen Freistoß an der Strafraumgrenze heraus, den Sergen Retzep an die Unterkante der Latte nagelte. Auf der Gegenseite reichte Schwaigs Spielertrainer Benjamin Held ein unplatzierter 30-Meter-Freistoß, um Kronschnabl ein drittes Mal zu bezwingen (63.). „Das erste und das dritte Tor hätte Max zu Beginn der Saison gehalten“, ist sich Wagenpfeil sicher.

SV Sulzemoos: „Den Jungs kann man nichts vorwerfen“

Drei Minuten später traf Retzep von der Strafraumgrenze zum 1:3. Die Sulzemooser gaben in den letzten 25 Minuten alles, für den Anschlusstreffer reichte es aber nicht. „Den Jungs kann man nichts vorwerfen. Sie haben alles gegeben“, sagte Wagenpfeil nach der Partie. Er weiß aber auch, dass gute Leistungen nicht reichen und der SVS dringend Zählbares benötigt.  (stm)

Stenogramm

FC Spfr. Schwaig - SV Sulzemoos 3:1 (2:0)

FC Spfr. Schwaig: Florian Preußer, Tobias Jell, Daniel Fichtlscherer, Nils Wölken, Raffael Ascher, Vincent Sommer, Markus Straßer, Michael Kurzeder, Johannes Empl, Benjamin Held, Maximilian Hellinger – Marco Neumann, Tarek Reiche

SV Sulzemoos: Maximilian Kronschnabl, Matthias Ettenberger, Sergen Retzep, Aykut Sahin, David Tomasevic, Sebastian Ranftl, Tobias Schöler, Yasin Kökner, Kristian Paluca, Mestan Chasim, Daniel Wildgruber – Johannes Oberacher, Andreas Zech, Peter Wagner

Tore: 1:0 (24.) – Raffael Ascher. 2:0 (37.) – Raffael Ascher. 3:0 (63.) – Benjamin Held. 3:1 (66.) – Sergen Retzep.

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