Fünf Gegentore und ein Amokläufer

- Eching geht in Pipinsried unter

Eching (dj) - Einen herben Rückschlag musste der TSV Eching in der tabellarischen Aufholjagd ins Mittelfeld der Landesligatabelle hinnehmen. Beim noch deutlicher abstiegsgefährdeten FC Pipinsried unterlagen die Mannen von Spielertrainer Dieter Schönberger klar mit 1:5, was der Trainer für machen "unverdient" fand. Doch auch sein Gegenüber Michael Stiller räumte ein, das Ergebnis sei schmeichelhaft für die Seinen, doch am Dreier für die abstiegsgefährdete Heimmanschaft gab`s nichts zu rütteln.

Überschattet wurde die stets nicklige und ruppige Partie vom Kamikaze-Auftritt des Daniel Ehbauer, der nach 18 Minuten und einigen Provokationen durch seinen Gegenüber Martin Stanek durchdrehte und Stiller an der Mittellinie mit Anlauf und Karacho in die Beine sprang. Der Knall jedoch gehörte zum Übeltäter, der sich bei dieser Aktion das Schienbein brach und am Boden liegend die Rote Karte hinnehmen musste.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Gäste Vorteile im Spiel, aber auch Glück, dass Admir Karalics verunglückter Befreiungsversuch statt im eigenen Tor nur am Pfosten landete (22.). Zum auffälligsten Pipinsrieder avancierte ausgerechnet Christian Lessmann, der den Echingern vor der Saison noch einen Korb gegeben hatte. Ihm blieb die Führung nach gut einer halben Stunde vorbehalten, als er aus kürzester Distanz eindrückte. Der Treffer war über die rechte Seite gefallen, wo die Gäste in Unterzahl Probleme offenbarten und sich so nach dem Wechsel die Hausherren in der TSV-Hälfte einnistete.

Dennoch war Fortuna auf Seiten der Gastmannschaft, die durch ein Kuriosum zwischen Keeper Sascha Bobak und Schönberger nach 65 Minuten zum überraschenden Ausgleich kam. Danach aber drehte Pipinsried auf und scheiterte mehrfach an Steven Ducat, der glänzend aufgelegt war, die restlichen Treffer aber nicht mehr verhindern konnte.

Als logische Konsequenz der nummerischen Überlegenheit fielen die Tore zum Kantersieg in der Schlussviertelstunde durch Sebastian Zich (75.), Christian Kryzsanowski (77.), den Strafstoß von Klaus Trejo (86.) und schließlich den Endpunkt von Dragan Kovacevic (88.).

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