Fußball

Jetzendorf visiert den Klassenerhalt an

  • vonMoritz Stalter
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Wäre die Saison jetzt vorbei, würden die Fußballer des TSV Jetzendorf nach einem Jahr in der Landesliga wieder in die Bezirksliga absteigen. Das wollen sie nicht. „Wir haben zwölf Endspiele mit Relegationscharakter vor uns“, sagt Spielertrainer Alexander Schäffler vor dem Heimspiel gegen das Schlusslicht SpVgg Kaufbeuren.

Von einem Pflichtsieg will Schäffler allerdings nichts wissen. „Wir sind in keinem Spiel der Favorit, gewinnen müssen wir nicht“, erklärt der TSV-Spielertrainer. Dann fügt er an: „Wir wollen aber in der Liga bleiben und dafür müssen wir gegen Kaufbeuren gewinnen – erst recht zu Hause.“ Die Gäste aus dem Allgäu liegen abschlagen am Tabellenende. Einen ihrer acht Punkte holten sie im vergangenen Herbst im Heimspiel gegen den TSV Jetzendorf. Schäffler erinnert sich: „Da sind wir an uns selbst gescheitert. Wir haben individuelle Fehler gemacht, die wir unbedingt abstellen müssen.“ Der TSV lag mit 1:2 zurück, ehe Ben Geuenich dem Aufsteiger mit seinem ersten Saisontor das 2:2 sicherte. Jener Geuenich wird im Rückspiel fehlen, er zog sich im vorletzten Test gegen Manching (5:0) einen Außenbandriss im Sprunggelenk zu.

„Ben hätte aufgrund einer Rotsperre zwar ohnehin noch zwei Spiele gefehlt, nun fällt er aber länger aus. Das ist bitter“, so Schäffler. Auch Wlad Beiz verletzte sich gegen Manching am Sprunggelenk, bei ihm riss aber kein Band. „Es ist nur eine starke Dehnung, ein Einsatz am Sonntag ist aber unwahrscheinlich“, sagt Schäffler. Fabian Busl fehlt aufgrund eines zweiwöchigen Auslandaufenthalts. Alle anderen Spieler sind fit – und bereit für Kaufbeuren.

„16, 17 Spieler stehen zur Verfügung. Ich bin mit der Vorbereitung sehr zufrieden gewesen. Von den beiden Verletzungen abgesehen lief alles so, wie ich es mir vorgestellt hatte“, so Schäffler. Einen Schub gab das Trainingslager in Miesbach, wo die Grün-Weißen vier Tage lang an ihrer Form gefeilt hatten und das Teamgefüge stärkten.

Den Winterzugängen Max Kreitmair (ASV Dachau), Dominik Liebl (SV Günding) und Daniel Stampfl (zuletzt FC Geroldsbach) bescheinigte Schäffler eine problemlose Integration. „Bei Max freuen wir uns, dass er wieder daheim ist. Er ist schnell, hat Zug zum Tor und ist in der Lage, Verantwortung zu übernehmen“, sagt Schäffler. Und weiter: „Dominik hat sich super eingebracht. Er kannte ein paar Spieler, ist flexibel einsetzbar und auf Augenhöhe. Und Daniel war verletzt, der ganz Verein ist aber froh, dass er zurück ist.“

Ob einer der Zugänge gegen Kaufbeuren in der Startelf stehen wird, ließ Schäffler offen. Eine Sache kündigte er aber an: „Wir werden versuchen, in den letzten Spielen anders aufzutreten als vor der Winterpause: Wir wollen aktiver sein, uns mehr trauen und so das Schicksal in die eigene Hand nehmen.“

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