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Riesenjubel in Kammerberg: Das Team von der Dachauer Landkreisgrenze kämpft nach dem 2:0-Sieg gegen Rohrbach auch in der Saison 2019/2020 in der Bezirksliga um Punkte.

Dank Eichstätt II-Niederlage bleiben beide Teams in der Bezirksliga

Kammerberg siegt dank höherer individueller Klasse gegen Rohrbach

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Die SpVgg Kammerberg sorgte mit dem 2:0-Sieg gegen Rohrbach aus eigener Kraft für den Klassenerhalt. Aber auch der TSV Rohrbach konnte jubeln. Denn Eichstätt II konnte sich keine Punkte holen.

Wenn auch die sichersten Passspieler der SpVgg Kammerberg einfache Bälle nicht zum Teamkollegen bringen, ist das ein Zeichen für eine außergewöhnliche, nicht alltägliche Drucksituation. Im Spiel gegen den TSV Rohrbach ging es darum, den Gang in die Abstiegsrelegation zu vermeiden. Kammerberg hatte das bessere Ende für sich und gewann mit 2:0. Rohrbach bekam Schützenhilfe und ist ebenfalls gerettet. Die Erleichterung im Lager der Spielvereinigung war groß, als der Schiedsrichter die Partie nach 91 Minuten abpfiff. Die Elf von Manuel Haupt, der letztmals als Trainer an der Seitenlinie der SpVgg stand, war mit einem Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz (Eichstätt II) und einem Zähler Rückstand auf den Gegner Rohrbach in die Partie gegangen.

Es entwickelte sich eine Partie, in der beide Teams nervös wirkten und abwartend agierten. „Es war kein Leckerbissen. Das war aber auch nicht zu erwarten“, sagte SpVgg-Teammanager Gerhard Güntner. „Wenn Spieler, die normalerweise kaum Fehler machen, plötzlich Fehlpässe spielen, ist das ein Zeichen für eine Ausnahmesituation“, sagte Güntner. Mit der gingen die Kammerberger aber besser um – auch, weil sie eine höhere individuelle Klasse als der Gegner hatten. In der 38. Minute sorgte Robin Streit für das beruhigende 1:0, er musste nach einer schönen Vorarbeit von Maxi Held nur noch den Fuß hin halten. Trainer Haupt gab sich zwar Mühe, dass vom Parallelspiel Eichstätt II gegen Pfaffenhofen nichts zu seinen Spielern durchdringt, es ist aber fraglich, ob ihm das gelungen ist. Kammerberg war zu diesem Zeitpunkt ohnehin gesichert und nicht auf eine Eichstätter Niederlage angewiesen. Die Rohrbacher schon. Sie müssen über den 1:4-Rückstand des Konkurrenten hocherfreut gewesen sein. Bei einem Lattenschuss der Rohrbacher war das Glück auf der Seite des Gastgebers. In der 65. Minute setzte sich Sebastian Waas auf der rechten Seite durch, zog in den Strafraum und baute die Führung auf 2:0 aus. Da sich in Eichstätt bis in die Schlussphase nichts am Spielstand änderte und erst in den letzten Minuten die Tore zum 2:7-Endstand fielen, war sowohl der Spielvereinigung als auch den Gästen aus Rohrbach früh klar, dass sie direkt gerettet sein würden.

Für SpVgg-Trainer Haupt, der den Verein nach vier erfolgreichen Jahren in Richtung SV Vötting verlässt, war es ein erfolgreicher Abschluss. Er wurde nach der Partie bei einem Grillfest mit Spielern, Vereinsmitgliedern, Dauerkarteninhabern und Sponsoren verabschiedet.

Stenogramm

SpVgg Kammerberg - TSV Rohrbach 2:0 (1:0)

SpVgg Kammerberg: Stefan Fängewisch, Tim Bürchner, Maximilian Schaar, Thomas Eichenseer, Willhelm Ampenberger, Jascha Beck, Nick Dehler (56. Kevin Streit), Maximilian Held (79. Matthias Eisenkolb), Sebastian Waas, Martin Schön, Robin Streit (74. Mathias Treffer)

TSV Rohrbach: Marco Ziegelmeier, Christoph Seiler, Florian Lux, Michael Mößnang, Michael Humbach, Dominik Kaindl, Tobias Thoma, Thomas Schwarzmeier, Andreas Maier, Vladimir Repan (83. Fabian Ulbricht), Christian Franke (74. Matthias Federl)

Schiedsrichter: Felix Wolf

Zuschauer: 100

Tore: 1:0 (38.) – Robin Streit. 2:0 (65.) – Sebastian Waas.

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