Fußball

Karlsfeld startet aus der Pole-Position

  • vonMoritz Stalter
    schließen

Der TSV Eintracht Karlsfeld startet aus der Pole-Position in den Saisonendspurt. Beim 1. FC Passau geht es für den Spitzenreiter der Landesliga Südost darum, seinen Sechs-Punkte-Vorsprung auf die Verfolger zu verteidigen. Trainer Sebastian Stangl steht nach einer gelungenen Vorbereitung vor „schweren Entscheidungen.“

Vor allem in der Offensive haben er und sein Kollege Jochen Jaschke die Qual der Wahl. Sechs Spieler stehen für je nach System für drei oder vier Positionen zur Verfügung. Michael Dietl ist wieder voll mit dabei und laut Stangl „auf 100 Prozent.“ Fitim Raqi spielte „eine überragende Vorbereitung, er wird als Spielgestalter eine Schlüsselrolle einnehmen.“ Andre Gasteiger ist einer der besten Torschützen der Liga, Burkibar Cisse und Kubilay Celik haben viel Potenzial und trafen in der Vorbereitung.

Und dann wäre da noch Winterzugang Pascal Sattelberger, ein klassischer Zehner, der vor Jahren sogar in der U 18-Nationalmannschaft des DFB zum Einsatz gekommen ist. „Offensiv hat Pascal eine Top-Qualität“, sagt Stangl. Allerdings musste der 24-jährige Mittelfeldspieler lange aussetzen, er hatte das Pfeiffersche Drüsenfieber. „Er musste physisch und läuferisch aufholen, seine Zweikampfstärke kommt aber zurück“, so Stangl.

Trotz der „enormen Offensivkraft“ ist Stangl das Gleichgewicht wichtig. „Es wird sehr intensiv werden in den kommenden Wochen. In jedem Spiel muss die Einstellung passen. Wir brauchen eine große mentale Stärke“, sagt der Eintracht-Trainer. Er fordert von seinen Spielern, dass sie sich der Konkurrenzsituation stellen und auch dann hart arbeiten, wenn es nicht in den Spieltagskader schaffen. „Wir nehmen 16 Spieler mit. Es wird nicht einfach, es ins Team zu schaffen“, so Stangl.

Einer, der für seinen Einsatz in der Vorbereitung belohnt wird, ist Lukas Paunert. Der 19-jährige Verteidiger wird in Passau sein Startelf-Debüt in der Landesliga geben. „Lukas wird anfangen. Er hat in den vergangenen Wochen den nächsten Schritt gemacht. Vom Aufbau her war er schon immer gut, jetzt hat er sich im körperlichen Bereich und dadurch in der Spielhärte enorm gesteigert“, lobt Stangl das Defensiv-Talent. Und beweist damit, dass er den Einsatz seiner Spieler sieht und honoriert.

Fehlen werden der Eintracht in Passau Marko Juric und Fabi Schäffer, die beide nach ihren Verletzungen noch Zeit brauchen. Schäffer, den es mit einem Mittelfußbruch schwerer erwischt hat, wahrscheinlich in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz.

Der mögliche Aufstieg war in der Winterpause ein großes Thema. „Die Tabellensituation hatte natürlich Auswirkungen. Wir haben viel kommuniziert, deutlich mehr als in den vergangenen Jahren und uns überlegt, was strukturell, finanziell und organisatorisch auf uns zukommen würde“, berichtet Stangl. Damit es soweit kommt, darf die Eintracht aber nicht einbrechen.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare