+
Martin Schön (Nr. 20) erzielte das 1:0 gegen den Kirchheimer SC

Karlsfeld geht als Tabellenführer in die Winterpause

Dominik Krüger hält die Null gegen den KSC

Die Eintracht Karlsfeld zeigt erneut, warum sie Spitzenreiter der Landesliga sind. Laut Jaschke ist es überragend, was die Jungs in diesem Jahr geleistet haben.

Die Zusammenfassung des Fußballjahres 2019 fiel Jochen Jaschke leicht. Dem Trainer des TSV Eintracht Karlsfeld hat nach dem 3:0-Sieg im letzten Landesliga-Spiel vor der Winterpause ein Satz gereicht: „Es ist überragend, was die Jungs in diesem Jahr geleistet haben.“

Die Eintracht hielt als Aufsteiger in der vergangenen Saison souverän die Klasse. Der neunte Platz war die Messlatte für die laufende Spielzeit. Dass die Karlsfelder jedoch stabil auf einem so hohen Niveau spielen können und als Tabellenführer über-wintern, überrascht aber sogar Jaschke. „In der Pause haben wir Zeit, um unser Saisonziel neu festzulegen“, so Jaschke.

Die Leistung gegen Kirch-heim passte in die Reihe der Karlsfelder Auftritte in dieser Saison – wobei die Anfangsviertelstunde außerordentlich gut war. In der ersten Minute verpasste Andre Gasteiger eine Flanke im Zentrum knapp. Die Qualität der Karlsfelder Chancen war groß: Gasteiger mit dem ersten Aluminium-Treffer des Spiels (7.), Fabian Schäffer mit einem Lupfer, bei dem nicht viel fehlte (8.) und Fitim Raqi mit einem Schuss, der Zentimeter am Tor vorbeistrich (11.), hatten drei hundertprozentige Möglichkeiten. „Nach einer Viertelstunde hätte es 3:0, 4:0 stehen können, wenn nicht sogar müssen“, sagte Jaschke.

„Wir haben nach dem 1:0 den Faden verloren“

In der 18. Minute erlöste Martin Schön den Spitzenreiter. Nach einem Diagonalball von Thomas Oswald über die Abwehr lief der Eintracht-Stürmer ein und lupfte den Ball über den Kirchheimer Torhüter Ivan Babic ins Netz. Vielleicht war die Erleichterung über die Führung so groß, dass die Eintracht danach in den Entspannungsmodus schaltete. „Wir haben nach dem 1:0 den Faden verloren. Wir haben die Mitte nicht zubekommen, waren zu weit weg von den Leuten und haben bei den gegnerischen Standards schlecht verteidigt“, sagte Jaschke. Und der Aufsteiger aus Kirchheim zeigte, warum er als Tabellenachter beste Chancen auf den Klassenerhalt hat.

Bevor sich die Gäste dem Ausgleich näherten, schoss Gasteiger den Ball ans Lattenkreuz – und verpasste das 2:0 (26.). Auf der Gegenseite verfehlte Peter Schmöller das Eintracht-Tor knapp (33.). Wenig später zog der großgewachsene KSC-Stürmer über die Seite in den Strafraum, Karlsfelds Torhüter Dominik Krüger verhinderte aber den Gegentreffer (35.). „Dodo hat uns in dieser Phase im Spiel gehalten“, lobte Jaschke seinen Keeper.

Obwohl die Eintracht die Kontrolle verloren hatte, erspielte sie sich Chancen. Bei Schöns Abschluss in der 37. Minute klatschte zum dritten Mal der Ball an die Stange des Kirchheimer Tores. Vier Minuten später war es Gasteiger, der nach einer schönen Kombination inklusive Hacken-Ablage von Fitim Raqi den Ball ins Tor schlenzte (41.). Wenig später sah Trainer Jaschke, wie sein Torhüter Krüger einen gegnerischen Kopfball mit einer „Weltklasse-Parade“ aus dem Tor fischte.

„Wir haben in der Halbzeit angesprochen, dass wir das Zentrum besser zumachen müssen“, sagte Jaschke. Das bekamen seine Spieler mit dem Beginn der zweiten 45 Minute wieder besser hin. Kubilay Celik hatte kurz nach dem Seitenwechsel bei einem Alleingang das 3:0 auf dem Fuß, er zögerte aber zu lange. Die Eintracht-Defensive ließ in der Folge nicht mehr viel zu und verteidigte den Zwei-Tore-Vorsprung souverän in die Schlussphase.

Da erzielte Paolo Albanese mit seinem ersten Liga-Treffer seit zwei Jahren den 3:0-Endstand (90.). Die Freude über Albaneses persönlichen Höhepunkt und den perfekten Abschluss vor der Winterpause, denn: Die Eintracht führt die Tabelle mit sechs Punkten Vorsprung auf die Verfolger an. Einige Konkurrenten haben zwar ein Spiel weniger bestritten, das müssen sie aber bei der Ausgeglichenheit der Liga erst einmal gewinnen. „Wir freuen uns riesig und schauen ganz entspannt, was die Gegner machen. Wir versuchen aber natürlich, so lange wie möglich vorne zu bleiben“, sagt Jaschke. Dann fügte er an: „Jetzt genießen wir aber erst einmal die Pause.“  

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

TSV Eintracht Karlsfeld erneut Favorit beim Herbert-Reischl-junior-Gedächtnisturnier
Die Gruppen des 20. Herbert-Reischl-junior-Gedächtnisturniers um den VR-Cup 2019/2020 sind ausgelost worden. Die Vorrunde wird von Freitag, 27. Dezember, bis Montag, 30. …
TSV Eintracht Karlsfeld erneut Favorit beim Herbert-Reischl-junior-Gedächtnisturnier
Plesche kontert Schwabmünchen: „Sich ärgern darf man, aber...“
Nach den verbalen Angriffen aus Schwabmünchen meldet sich Pipinsrieds sportlicher Leiter Roman Plesche zu Wort und bezieht im Interview Stellung.
Plesche kontert Schwabmünchen: „Sich ärgern darf man, aber...“
FC Pipinsried: Die Unbesiegbaren aus dem Ilmtal
Nach einem 3:1 Sieg gegen die Ingolstädter-Amateure geht der FC Pipinsried als Spitzenreiter in der Bayernliga in die Winterpause.
FC Pipinsried: Die Unbesiegbaren aus dem Ilmtal

Kommentare