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Karlsfeld stolpert in Traunstein - Jaschke: „Wir waren ungefährlich“

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Die Karlsfelder verlieren nach der Niederlage Erlbach aus den Augen.
Die Karlsfelder verlieren nach der Niederlage Erlbach aus den Augen. © Norbert Herrmann

Der TSV Eintracht Karlsfeld unterliegt überraschend Traunstein mit 0:2. Trainer Jaschke zeigt sich unzufrieden mit der Leistung seiner Jungs.

Robin Kömmling, der sportliche Leiter des TSV Eintracht Karlsfeld, und sein Vater Udo hatten an alles gedacht: Der Reisebus nach Traunstein war gebucht, Semmeln und Kaffee für die Hin- sowie Schnitzel und Getränke für die Rückfahrt bereitgestellt. „Wir hätten nur noch gewinnen müssen“, sagte Trainer Jochen Jaschke. Der Tabellenzweite der Landesliga Südost hat beim Schlusslicht SB Chiemgau Traunstein aber nicht seine Normalform erreicht und mit 0:2 verloren. „50 Leute waren dabei. Alle waren euphorisch nach unserer guten Hinrunde. Dann beginnt das Spiel und wir bekleckern uns nicht mit Ruhm“, so Jaschke.

In der ersten halben Stunde war die Partie ausgeglichen – ein erster Teilerfolg für den SB Chiemgau Traunstein. Karlsfeld schaffte es nicht, sich Chancen herauszuspielen. „Wir haben gut aufgebaut und das Spiel auf die Außen verlagert, die Flanken sind aber schlecht gekommen oder im Aus gelandet“, erzählt Jaschke. Versuchten es die Gäste über das Zentrum, verzettelten sie sich. „Es kam nichts bei rum. Wir waren ungefährlich“, so der Eintracht-Coach. Das Unheil nahm in der 35. Minute seinen Lauf: Traunstein startet einen Angriff mit einem Steilpass entlang der Seitenlinie. Eintracht-Verteidiger Ivan Ivanovic grätscht ins Leere und Fabian Schäffer kommt nicht in den Zweikampf. Sein Innenverteidigerkollege Kilian Cuni versucht zu retten, rauscht aber volle Socke in den schnellen Mike Opara. Elfmeter und die Ampelkarte für den bereits verwarnten Cuni. Moritz Knauer verwandelt vom Punkt zur SBC-Führung. „Rückstand, Unterzahl und mit Kilian fehlte uns hinten unser schnellster Mann – es war klar, dass es schwer werden würde“, sagte Jaschke. Die beste Eintracht-Chance hatte Michael Dietl per Kopfball kurz vor der Halbzeitpause. „Der Ausgleich zu zehnt wäre perfekt gewesen“, sagte Jaschke. So waren er und sein Trainerkollege Sebastian Stangl gezwungen, das Team für die zweite Halbzeit neu auszurichten. „Wir haben auf eine Dreierkette umgestellt. In der ersten Halbzeit hatten die Abstände zwischen den Ketten nicht gestimmt. Sie haben uns mit langen Bällen ausgehebelt. Das wollten wir besser machen“, so Jaschke.

„Wir waren nicht clever und auch nicht gut“

Jaschke über die Leistung seiner Mannschaft

Der Plan ging aber nicht auf. Traunstein hatte in den ersten Minuten nach dem Seitenwechsel drei, vier Kontersituationen. Eine davon führte zum 2:0 durch Kenan Smajlovic (55.). Und als wäre die Aufgabe der Eintracht nicht schon schwer genug, holte sich Jonas Eicher eine Viertelstunde vor dem Ende innerhalb von zwei Minuten zwei gelbe Karten ab; mit zwei Spielern weniger war die Partie für Karlsfeld endgültig gelaufen. „Wir waren nicht clever und auch nicht gut. Das ist schade und enttäuschend, weil das Rahmenprogramm dank der Organisation von Robin und Udo super war“, sagte Jaschke. Die Busfahrt wurde nicht zum rauschenden Fest, half aber bei der Verarbeitung der Pleite. (stm)

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