Der TSV Eintracht Karlsfeld trifft auf den Tabellenletzten.
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Der TSV Eintracht Karlsfeld trifft auf den Tabellenletzten.

Robert Zott erleidet Kreuzbandriss

TSV Eintracht Karlsfeld: Stolpert der Tabellenführer beim Letzten?

  • VonMoritz Stalter
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Der TSV Eintracht Karlsfeld hat gegen fast alle Spitzenteams der Landesliga Südost gespielt. Diesmal gibt es das Kontrastprogramm mit dem Gastspiel beim Kirchheimer SC.

Karlsfeld - Die Vorbereitung auf das Duell gegen den Tabellenletzten begann mit einer schlechten Nachricht: Robert Zott wird dem Tabellenführer aus Karlsfeld am Samstag lange fehlen. Der 27-jährige Defensivspieler hat sich am Dienstag beim 2:1-Sieg gegen Freising ohne gegnerische Einwirkung am Knie verletzt.

Eine MRT-Untersuchung brachte Gewissheit, sie zeigte nun das gesamte Ausmaß der Verletzung: Das Kreuzband ist gerissen, der Meniskus bis zur Hälfte eingerissen, das Innenband gezerrt und der Oberschenkelknochen geprellt. Viel mehr geht nicht. Zott, eigentlich nie um einen flotten Spruch verlegen, informierte sein Team mit einer Nachricht, die mit „Servus Spitzenreiter, ausnahmsweise keine witzigen Infos von mir“ startete und mit „Unterstützung von mir für den Aufstieg gibt’s jetzt erstmal nur von der Tribüne“ endete. „Wenn in vier bis sechs Wochen alles abgeschwollen ist, kann man über einen OP-Termin reden. Eine Operation ist aber unumgänglich“, so Zott. Er beschränkt sich in den kommenden Monaten aufs Daumendrücken. Sein erster Einsatz: Kirchheim.

Kirchheimer SC: Auftreten grenzt an eine „Frechheit“

Der KSC beendete die vergangene Saison als Aufsteiger auf Platz zehn. In dieser Saison läuft nicht viel zusammen. Die Kirchheimer absolvierten wie die Eintracht ihr letztes Spiel gegen Freising. Nach der 0:6-Niederlage platzte Trainer Steven Toy der Kragen. „Die erste Halbzeit war eine Frechheit; im Moment kommt bei uns zwar alles zusammen, aber die Einstellung muss einfach passen!“, so Toys Kommentar nach der fünften Niederlage in Folge. Zwei Wochen zuvor hatte sein Team in Unterföhring sogar zehn Gegentore geschluckt.

Wie schwach der Saisonstart des KSC war, zeigt der Blick auf die Tabelle: Zwei Punkte nach acht Spielen, Kirchheim ist als einziges Team der Gruppe Südost noch sieglos. Zwei Tore – mit Abstand die wenigsten aller Teams – und 27 Gegentore – neun mehr als die zweitschwächste Defensive der Liga aufzuweisen hat, sprechen eine deutliche Sprache.

TSV Eintracht Karlsfeld peilt Pflichtsieg an

Ein angeschlagenes Team kann aber sehr gefährlich sein, das wissen natürlich auch die Verantwortlichen bei der Eintracht. Wenn der KSC sein Potenzial ausschöpft, sind auch gute Ergebnisse gegen weiter vorne platzierte Teams möglich. Ihre beiden Punkte holten die Kirchheimer gegen Schwaig und Erlbach. Karlsfelds Trainer Stangl eiert nicht herum: „Wenn der Erste gegen den Letzten spielt, ist das ein Pflichtsieg.“ Er weiß aber auch um die Gefahren. „Kirchheim ist ein schwieriges Pflaster und die Ergebnisse repräsentieren nicht ihr Leistungsvermögen. Wenn sie bissig in die Zweikämpfe gehen und wir das nicht annehmen, wird es schwer für uns“, so Stangl weiter.

Der 38-Jährige hat die komplette Offensive zur Verfügung und wird auf Attacke setzen. „Wir werden mit einer aggressiven, offensiven Ausrichtung ins Spiel gehen und versuchen, ein frühes Tor zu schießen“, so Stangl. Ein paar Veränderungen in der Startelf kündigt der TSV-Coach aber an: „Wir werden ein bisschen variieren und die Breite unseres Kaders ausnutzen. Spieler, die im Urlaub oder verletzt waren, sollen Spielpraxis sammeln, andere eine Pause bekommen.“ Die Erholung haben sich die Karlsfelder Dauerbrenner nach dem knackigen Auftaktprogramm mit neun Spielen in sechs Wochen verdient. (Moritz Stalter)

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