Verbalattacke mit Folgen: Karlsfelds Kilian Cuni (r.) sah die Rote Karte (68.) im Spiel beim SV Bruckmühl.
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Verbalattacke mit Folgen: Karlsfelds Kilian Cuni (r.) sah die Rote Karte (68.) im Spiel beim SV Bruckmühl.

1:2-Niederlage gegen Aufsteiger Bruckmühl

TSV Eintracht Karlsfeld verliert Spiel und Tabellenführung - Cuni sieht glatt Rot

  • VonMoritz Stalter
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Der TSV Eintracht Karlsfeld ist seine Tabellenführung in der Landesliga Südost los. Verdient, denn beim SV Bruckmühl ist den Gästen am Samstag zu wenig eingefallen.

Karlsfeld - Im dritten Spiel in Folge gerieten die Karlsfelder in Rückstand – und dieses Mal drehten sie die Partie nicht. „Ich sehe uns nicht als Spitzenmannschaft, sondern als ein Team aus dem oberen Drittel“, sagte Eintracht-Trainer Sebastian Stangl nach der 1:2-Niederlage in Bruckmühl. Und weiter: „Wir laufen absolut im roten Bereich.“

Stangl und die Karlsfelder erwarteten eine hitzige Partie beim Aufsteiger aus dem Landkreis Rosenheim. Und diese bekamen sie. Bruckmühl spielte körperbetont und beeindruckte den Spitzenreiter. Karlsfelds Offensive hatte keine Aktionen.

TSV Eintracht Karlsfeld: Defensive steht nicht gegen Aufsteiger

Das wäre halb so wild gewesen, wenn die Defensive in der ersten Halbzeit nicht zwei entscheidende Fehler gemacht hätte. Um die 20. Minute foulten die Gäste zweimal an der Strafraumgrenze. Der erste Freistoß brachte nichts ein, den zweiten zirkelte Sebastian Marx sehenswert aus 22 Metern über die Mauer in den linken Winkel (21.). Karlsfelds Keeper Dominik Krüger war chancenlos.

In der 40. Minute sorgte eine Karlsfelder Fehlerkette für den zweiten Gegentreffer. Ein Innenverteidiger der Gäste hatte den Ball, fünf Meter vor der Mittellinie. Anstatt das Spiel sicher aufzuziehen, spielte er einen Pass ins Zentrum. Ein Bruckmühler spitzelte dazwischen und startete einen Gegenangriff über die linke Seite. Die Flanke klärten die Karlsfelder schlecht und genau auf den Fuß von Luca Piga, der direkt abzog und flach ins linke Eck traf. „Und dann läufst du erst einmal hinterher“, sagte Stangl.

Zwei Mal glatt Rot innerhalb von zwei Minuten

Die Karlsfelder brauchten den schnellen Anschlusstreffer und konnten sich mal wieder auf Leon Ritter verlassen. Der Torjäger verwertete eine Flanke mit dem Fuß zum 1:2 (51.). Es war der achte Saisontreffer des 21-jährigen Angreifers. Noch war genug Zeit für den TSV. Die Gäste hatten deutlich mehr Ballbesitz. Bruckmühl entgegnete mit Härte und provozierte dadurch die Karlsfelder. Kilian Cuni reichte es nach einem gröberen Foul der Bruckmühler. Der TSV-Innenverteidiger schimpfte und sah für seine Beleidigung die Rote Karte (68.).

Ehe sich das Heimteam auf seine Überzahl einstellen konnte, ging es mit zehn gegen zehn weiter. Philipp Manuel Keller musste für ein hartes Einsteigen ebenfalls vorzeitig unter die Dusche – wie Cuni mit glatt Rot (70.).

TSV Eintracht muss für Punkte hart kämpfen

Die Eintracht bemühte sich in der Folge. „Es ist uns aber zu wenig eingefallen“, bedauert Trainer Stangl. Und deshalb fehlte das Happy End bei der Karlsfelder Aufholjagd. „Die Passgenauigkeit im Spiel nach vorne hat uns gefehlt. Und im letzten Drittel müssen wir uns steigern“, forderte Stangl.

Die Eintracht rutschte durch die zweite Niederlage im elften Spiel auf Rang zwei ab. Neuer Spitzenreiter ist der punktgleiche FC Unterföhring dank des deutlich besseren Torverhältnisses. „Von den Punkten her sieht es immer noch gut aus. Wenn ich sehe, wie sehr wir für unsere Punkte kämpfen müssen und wie locker Unterföhring und Erlbach ihre Spiele gewinnen, haben wir schon noch viel Arbeit vor uns“, so Stangl.  (Moritz Stalter)

Stenogramm

SV Bruckmühl - TSV Eintracht Karlsfeld 2:1 (2:0)

SV Bruckmühl: Markus Stiglmeir, Thomas Mühlhamer, Philipp Manuel Keller, Gerhard Stannek, Thomas Festl, Anian Folger, Maximilian Gürtler, Sebastian Marx, Luca Piga, Maximilian Biegel, Patrick Kunze – Chima Ihenacho, Andreas Wechselberger, Stefan Scherhag.

TSV Eintracht Karlsfeld: Dominik Krüger, Ivan Ivanovic, Philip Lorber, Fabian Schäffer, Paolo Albanese, Markus Huber, Tim Duchale, Leon Ritter, Thomas Ettenberger, Dominik Schäffer, Jonas Eicher – Dominik Pöhlmann, Kilian Cuni, Pascal Sattelberger.

Zuschauer: 150.

Rote Karte: Philipp Manuel Keller (70.) – Kilian Cuni (68.).

Tore: 1:0 (21.) – Sebastian Marx. 2:0 (40.) – Luca Piga. 2:1 (51.) – Leon Ritter.

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