Machte sein bestes Saisonspiel: TSV-Käptn Fitim Raqi.
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Machte sein bestes Saisonspiel: TSV-Käptn Fitim Raqi.

Eintracht erobert Tabellenführung zurück

TSV Eintracht Karlsfeld: Jede Menge Grund zum Feiern

  • VonMoritz Stalter
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Der TSV Eintracht Karlsfeld hat nach der Niederlage letzte Woche die Tabellenführung in der Landesliga zurückerobert. Die SpVgg Landshut wurde mit 4:1 geschlagen.

Karlsfeld – Der Fußball-Landesligist TSV Eintracht Karlsfeld beherrscht eine Sache besonders gut: Bevor die Konkurrenz an der Spitze der Tabelle eine Schwächephase wittern könnte, kontert der TSV mit dem nächsten Sieg. Der 4:1-Erfolg gegen die SpVgg Landshut als Antwort auf die jüngste Niederlage beim Aufsteiger Bruckmühl fällt in diese Kategorie.

Das Duell zwischen Karlsfeld und Landshut war auch das Aufeinandertreffen der Acht-Tore-Stürmer Leon Ritter und Kenneth Sigl. Beide spielten dieses Mal unauffällig. Die Bühne überließen sie anderen.

TSV Eintracht Karlsfeld: Kapitän Fitim Raqi kommt immer besser in Form

Einer von ihnen war Fitim Raqi. Der Karlsfelder Kapitän hatte sich nach einer Verletzung durch die ersten Wochen der Saison gekämpft. Gegen Landshut spielte Raqi so, wie ihn die Karlsfelder Zuschauer aus den vergangenen Jahren kennen. Trainer Sebastian Stangl attestierte dem Offensivspieler „sein bestes Spiel in der laufenden Saison“.

Zunächst erwies sich Landshut aber als der von Stangl erwartete „schwere Gegner“. Die Gäste spielten giftig und hatten die ersten beiden gefährlichen Abschlüsse. Ein Rückstand war möglich. In der 17. Minuten kombinierten sich Raqi und Dominik Schäffer vor das Tor der „Spiele“. Der richtige Moment für den Abschluss war eigentlich schon vorbei, Raqi versuchte es aber aus der Drehung und war erfolgreich. Für den 29-Jährigen war es der erste Saisontreffer.

Landshut nutzt Schwächephase von Karlsfeld nicht aus

Die Führung hielt aber nicht lange. Ein Landshuter machte im Strafraum einen Haken nach innen und hätte alleine vor dem Tor gestanden, wenn Ivan Ivanovic nicht gefoult hätte. Klarer Elfmeter. Alexander Hagl verwandelte und stellte auf 1:1 (23.). Stangl atmete dennoch durch: „Wir hatten Glück, dass Ivan mit der gelben Karte davongekommen ist. Thema Doppelbestrafung. Früher hat es in solchen Fällen auch Rot gegeben.“

Die Karlsfelder wackelten. Sie versuchten, sich spielerisch aus der Bedrängnis zu lösen. Das funktionierte nicht. Die Folge waren viele Ballverluste. Landshut nutzte die schwächere Phase aber nicht aus.

TSV Eintracht Karlsfeld freut sich über ‚einfaches‘ Tor

Nach dem Seitenwechsel war der TSV Eintracht Karlsfeld dann wieder obenauf. Auch, weil sich ein Wechsel Stangls auszahlte. Bei Innenverteidiger Markus Huber ging es nicht mehr. Dessen Platz in der Viererkette übernahm Fabian Schäffer. Der eingewechselte Dominik Pöhlmann rückte für Schäffer auf die Sechs.

Feierbiester unter sich: Vorbereiter Dominik Schäffer, Geburtstagskind Marko Juric und Torschütze Ivan Ivanovic.

Die Karlsfelder erspielten sich nun eine Reihe guter Chancen. Und dann erfüllte sich ein Wunsch Stangls: „Wir wollen mal ein einfaches Tor.“ Das bekam die Eintracht. Raqi zirkelte einen Freistoß in den Strafraum, alle Spieler verpassten und der Ball landete im Netz (57.). Ivan Ivanovic war wohl noch dran, er wurde vom Schiedsrichter als Torschütze eingetragen.

Marko Juric lädt nach dem Sieg zum Geburtstag

In der 66. Minute legte die Heimelf nach. Ritter spielte in die Schnittstelle. Dominik Schäffer legte vor dem Tor quer auf Michael Dietl und der eingewechselte Stürmer musste nur noch einschieben. Von Dietls Anwesenheit und Erfahrung im Sturm profitierte Ritter. Das Zusammenspiel funktionierte. Die „Vorarbeit“ zum 4:1-Endstand ging erneut auf die Kappe des starken Dominik Schäffer. Der wurde gefoult und Dietl verwandelte sicher (82.). „Es war ein wichtiger Sieg und eine gute Antwort auf das 1:2 in Bruckmühl. In der zweiten Halbzeit haben wir es wirklich gut gemacht. Mit dem 3:1 war dann alles gelaufen“, so Stangl.

Die Stimmungskurve wurde nach dem Schlusspfiff oben gehalten. Zunächst stellte der Sponsorenpool ein Essen. Und später lud Marko Juric die Mannschaft ins Bräustüberl in Dachau-Ost ein, um dort seinen 30. Geburtstag zu feiern. „Wir mussten gewinnen, sonst wären die Folgeveranstaltungen trist geworden“, sagte Stangl. Auch dabei: Die Ex-Spieler Martin Schön und Kubilay Celik, mittlerweile beim VfR Garching in der Bayernliga aktiv. Sie schauten auf dem Rückweg von ihrer 0:4-Niederlage in Kottern vorbei und mussten von Karlsfeldern aufgebaut werden. (Moritz Stalter)

Stenogramm

TSV Eintracht Karlsfeld - SpVgg Landshut 4:1 (1:1)

TSV Eintracht Karlsfeld: Dominik Krüger, Ivan Ivanovic, Marko Juric, Fabian Schäffer, Fitim Raqi, Markus Huber, Tim Duchale, Leon Ritter, Thomas Ettenberger, Dominik Schäffer, Jonas Eicher – Dominik Pöhlmann, Paolo Albanese, Michael Dietl, Abdul Bangura, Nicolas Frank

SpVgg Landshut: Johannes Huber, Kevin Pino Tellez, Stefan Alschinger, Robin Justvan, Bastian Aimer, Dominik Past, Marcus Plomer, Johannes Zettl, Alexander Hagl, Kenneth Sigl, Lucas Biberger – Valmir Alili, Florentin Seferi, Burim Zekaj, Hakan Acinal

Zuschauer: 70

Tore: 1:0 (17.) – Fitim Raqi. 1:1 (23.) – Alexander Hagl (Elfmeter). 2:1 (57.) – Ivan Ivanovic. 3:1 (66.) – Michael Dietl. 4:1 (82.) – Michael Dietl (Elfmeter).

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