Kilian Cuni stand am Freitagabend mehrfach im Mittelpunkt.
+
Kilian Cuni stand am Freitagabend mehrfach im Mittelpunkt.

Niederlage in Ampfing

TSV Eintracht Karlsfeld spielt auf Sieg und verliert Tabellenspitze aus den Augen

  • VonMoritz Stalter
    schließen

Der TSV Eintracht Karlsfeld verliert nach der dritten Saisonniederlage Spitzenreiter Erlbach aus den Augen. Gegen den TSV Ampfing wird die Eintracht spät bestraft.

Karlsfeld - Pascal Sattelberger war bereit, die Arme in den Nachthimmel zu recken. Dann segelte Ampfings Verteidiger Waldemar Miller heran und wehrte den Schuss des Karlsfelders mit einer eingesprungenen Grätsche ab. Sattelbergers schlug die Hände über dem Kopf zusammen. Weil der TSV Eintracht Karlsfeld weitere Chancen dieses Formats nicht nutzte und kurz vor Schluss unsortiert war, hat er beim TSV Ampfing mit 1:2 verloren.

„Schade, aber kein Weltuntergang“, kommentierte Eintracht-Trainer Jochen Jaschke dritte Niederlage in dieser Landesliga-Saison. Ampfing startete aus dem letzten Tabellendrittel in die Partie. Mehrere Trainer hatten das Team von Rainer Elfinger aber in der jüngeren Vergangenheit gelobt – darunter Freisings Alex Plabst und Kirchheims Steven Toy. Die Karlsfelder waren gewarnt, aber als Tabellenzweiter selbstbewusst genug, um auf drei Punkte zu spielen. Die erste Aktion gehörte den Gästen: Dominik Pöhlmann hatte in der achten Minute Ampfings Torhüter Domen Bozjak umkurvt, sich den Ball aber etwas zu weit vorgelegt. Ein gegnerischer Verteidiger klärte in allerhöchster Not.

TSV Eintracht Karlsfeld: Cuni macht eigenen Fehler wieder gut

Die Ampfinger erwarteten die Karlsfelder an der Mittellinie, stellten dann aber die Räume geschickt zu. Damit hatten die Gäste Probleme. „Wir waren ungeduldig und haben vorne rein viele Fehlpässe gespielt. Da waren wir schlampig“, sagte Jaschke. Die Eintracht-Angriffsreihe um Pascal Sattelberger, Leon Ritter und Dominik Schäffer sah wenige Bälle. In der 31. Minute tappte Kilian Cuni in die Falle. Der Innenverteidiger wollte über das Zentrum aufbauen, sein Pass auf die Sechs wurde aber abgefangen. Dann ging es schnell. Liviu Pantea lief nach einem Schnittstellenpass auf Eintracht-Torhüter Dominik Krüger zu und brachte das Heimteam in Führung.

Sieben Minuten später schlüpfte Cuni wieder in eine Schlüsselrolle. Dieses Mal in der Offensive. Nach einem Freistoß von der Grundlinie köpfte der Innenverteidiger den 1:1-Ausgleichstreffer für Karlsfeld (38.). Das war dann auch der Pausenstand. Mit dem Zwischenresultat konnten die Gäste besser leben. „Es war ein Ritt auf der Rasierklinge. Die Ampfinger haben nach unseren Ballverlusten ein paar Mal schnell umgeschaltet. Das 1:1 zur Pause war schmeichelhaft für uns“, sagte Jaschke.

TSV Eintracht Karlsfeld spielt auf Sieg und verliert

Doch nach dem Seitenwechsel kippte die Partie. Kurz nach der Pause brachte Jonas Eicher den Ball flach rein, am kurzen und langen Pfosten verpassten Mitspieler. Es folgten weitere Topchancen der Gäste. Vor allem Sattelberger hätte die Partie entscheiden können. Karlsfelds Offensivspieler mit der feinen Schusstechnik hatte aber kein Abschlussglück. Erst klärte der eingesprungene Miller (58.), dann wehrte Torhüter Bozjak bei Sattelbergers Alleingang glänzend mit dem Fuß ab (64.). Von Ampfing kam nicht mehr viel.

Die Ausnahme: Ein Pfostenschuss des eingewechselten Codrin Peii (75.). Es ging in die Schlussphase. Die Karlsfelder wollten drei Punkte und hatten noch eine Riesenchance: Schäffer wartete am langen Pfosten nach einer Flanke, brachte aber aus kurzer Distanz keinen Druck hinter den Ball (87.). Wenig später lag der Ball auf der Gegenseite im Netz. Nach einem Pressschlag tauchte Goran Divkovic vor dem Eintracht-Tor auf. Der erfahrene Stürmer ließ Krüger keine Chance (89.). Jubel bei Ampfing, Trauer bei den Gästen. „Wir haben viel riskiert. Dieses Mal wurden wir bestraft“, so Jaschke nach dem Schlusspfiff. (Moritz Stalter)

Stenogramm TSV Ampfing - TSV Eintracht Karlsfeld 2:1 (1:1) TSV Ampfing: Domen Bozjak, Waldemar Miller, Anel Salibasic, Nadil Buljubasic, Michael Steppan, Liviu Pantea, Goran Divkovic, Sahin Bahadir, Bastian Grahovac, Teodor Popa, Birol Karatepe – Urban Halozan, Codrin Peii, Oliver Weichhart, Ivo Petrovic, Irfan Selimovic TSV Eintracht Karlsfeld: Dominik Krüger, Dominik Pöhlmann, Marko Juric, Fabian Schäffer, Abdul Bangura, Leon Ritter, Thomas Ettenberger, Dominik Schäffer, Jonas Eicher, Kilian Cuni, Pascal Sattelberger – Tim Duchale, Fabio Palermo, Florian Jörg Schrattenecker Zuschauer: 75 Tore: 1:0 (31.) – Liviu Pantea. 1.1 (38.) – Kilian Cuni. 2:1 (89.) – Goran Divkovic

Auch interessant

Kommentare