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Wird trotz der aktuellen Lage nicht nervös: Jetzendorf-Coach Alexander Schäffler

„Es ist gerade nicht einfach“

TSV Jetzendorf beim SC Ichenhausen unter Druck - Fünfmal in Folge sieglos

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Nach fünf sieglosen Spielen mit nur zwei Pluspunkten will Alexander Schäffler mit seiner Mannschaft am heutigen Samstag beim SC Ichenhausen die Kurve bekommen.

Alexander Schäffler sieht die aktuelle Situation beim TSV Jetzendorf als „große Herausforderung“. Nach fünf sieglosen Spielen mit nur zwei Pluspunkten will der Spielertrainer mit seiner Mannschaft am heutigen Samstag beim SC Ichenhausen die Kurve bekommen. „Es ist gerade nicht einfach. Bei uns hat aber jeder Lust, die Situation zu meistern“, sagt Schäffler. Er beobachtete, dass die Stimmung nach der 0:1-Heimniederlage am vergangenen Wochenende gegen Durach im Keller war. „Wir hatten uns viel vorgenommen, haben aber nichts davon auf den Platz gebracht. Jeder Spieler hat ein, zwei Tage gebraucht, um das zu verdauen“, berichtet Schäffler. „Es war einfach ein rabenschwarzer Tag. Da ging gar nichts. Sowas habe ich selten erlebt“, so der 30-Jährige weiter. Einer der Gründe: „Die Spieler kämpfen aktuell auch mit sich selbst, der Kopf spielt eine Rolle.“ 

Nach der Niederlage rutschte der TSV in der Tabelle auf den Abstiegsrelegationsplatz 15 ab. „Wichtig ist, dass wir zusammenstehen und die Situation annehmen. Wir müssen uns im Training das Selbstvertrauen zurückholen“, sagt Schäffler. Dabei bleibt er seinen Prinzipien treu: „Wir wollen uns weiterhin trauen, Fußball zu spielen - auch, wenn die Ergebnisse momentan nicht stimmen.“ Nervös wird Schäffler nicht. Er strahlt Ruhe aus. „Wir spielen Landesliga. Das ist ein Privileg für uns alle“, erinnert Schäffler. Ein Unterschied zwischen der Landesliga gegenüber der Bezirksliga ist, dass es die Gegner der Jetzendorfer Offensive nun wesentlich schwieriger machen als eine Spielklasse tiefer. In den vergangenen Jahren waren die Grün-Weißen in der Bezirksliga immer eines der treffsichersten Teams, in der laufenden Spielzeit hat nur das Schlusslicht Kaufbeuren (13 Tore) seltener eingenetzt als der TSV (17). „Wir waren es aus den vergangenen Jahren gewohnt, viele Tore zu machen“, gibt Schäffler zu. Während sich der Angriff auch nach 15 Spielen akklimatisieren muss, steht die Defensive (25 Gegentore) sicher. „Wir haben unsere Probleme nicht im Spiel gegen den Ball, das zeigt die Zahl der Gegentore“, so Schäffler. Er glaubt aber fest daran, dass auch in der Offensive der Knoten platzen wird. „Manchmal sind es nur ein, zwei Momente, die alles verändern. Wenn ich sehe, wie die Jungs im Training arbeiten, bin ich total optimistisch“, sagt der Spielertrainer.

„Auswärts tun wir uns ein bisschen einfacher aktuell“

Der Gegner SC Ichenhausen steht in der Tabelle auf Platz zwölf, der Vorsprung auf den TSV beträgt nur drei Punkte. Die vergangene Saison beendete der SCI auf Platz drei – auch, weil Janick Reitz mit zwölf Toren für Gefahr aus dem Mittelfeld gesorgt hatte. Er hat den Verein in Richtung Bayernligist TSV Landsberg verlassen und fehlt dem Klub aus dem Landkreis Günzburg. Dafür hat Mateusz Staron seine fünf Tore aus der vergangenen Saison bereits überboten. Er führt mit sieben Treffern in 14 Einsätzen die interne Torschützenliste der Ichenhausener an. Wenn die Jetzendorfer Defensive Staron in den Griff bekommt, steigen die Chancen des TSV auf drei Punkte. Die sind das Ziel, denn mit einem Sieg würden die Grün-Weißen den Gegner hinten reinziehen. Dass die Jetzendorfer das wichtige Duell auswärts und nicht zu Hause bestreiten, stört Schäffler nicht: „Auswärts tun wir uns ein bisschen einfacher aktuell.“ Die Langzeitverletzten Johannes Haas (Hand) und Bastian Ertl (muskuläre Probleme) werden in Ichenhausen ausfallen, Felix Ertl ist fraglich. Dafür könnte Stefan Nefzger sein Comeback geben. Der Konkurrenzkampf lebt.  

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