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Auch er ist gegen Wasserburg nicht mit von der Partie: Philip Lorber, hier mit dem Karlsfelder Übungsleiter Sebastian Stangl, der zusammen mit Jochen Jaschke viel zu tun haben wird.

Eintracht hofft trotz Personalsorgen auf Überraschung

Live-Ticker: Stolpert Wasserburg über Aufsteiger Karlsfeld?

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Im Duell der beiden besten Aufsteiger der laufenden Fußball-Landesligasaison gastiert der TSV Eintracht Karlsfeld am Freitag um 19.30 Uhr beim TSV Wasserburg.

Die Gäste reisen personell gebeutelt zum aktuellen Tabellenführer, sie sehen die Partie daher als „Bonus“ und den Druck beim Gegner. „Es ist natürlich schade, dass wir in die Partien bei den Top-Teams aus Wasserburg und in einer Woche gegen Freising nicht mit dem kompletten Kader gehen können“, sagt Eintracht-Trainer Jochen Jaschke; er zählt auf, wer in der Partie am heutigen Freitag bei den Innstädtern nicht zur Verfügung stehen wird: „Michael Dietl ist auf Hochzeitsreise, Markus Huber und Thomas Oswald sind verletzt, Lukas Regman ist gesperrt, Daniel Tarmann, Fabio Palermo und Gabriel Chavez sind ebenfalls verhindert und Philip Lorber ist wegen seines Studiums im Ausland. Die Ausfälle treffen uns hart.“

Schlechte Voraussetzungen also, um die Serie von vier Spielen ohne Sieg (drei Unentschieden, eine Niederlage) zu beenden – zumal der Gegner die Übermannschaft der laufenden Saison ist.

Der TSV Wasserburg hat eine aufregende Zeit hinter sich, der Klub stieg innerhalb weniger Jahre im Eiltempo von der Bezirksoberliga bis in die A-Klasse ab. „Ich habe in der Bezirksoberliga noch mit dem ASV gegen sie gespielt. Damals haben beide Mannschaften gegen den Abstieg gespielt. Sie hat es erwischt, sie sind dann mehrfach in Folge abgestiegen. Seitdem die Haas-Connection dort anheuerte, hat sich aber einiges geändert“, berichtet Jaschke.

Mit der Haas-Connection meint er vier Brüder, die den Verein seitdem in die Spur gebracht haben. In der Saison 2014/2015 übernahm der ehemalige Zweitliga-Profi Leonhard Haas (Augsburg, Fürth und Ingolstadt) das Traineramt beim TSV. In der gleichen Saison wechselten seine Brüder Georg (Torhüter), Matthias (Abwehr) und Dominik (Mittelfeld) – letztere jeweils mit Regionalligaerfahrung ausgestattet – nach Wasserburg. Innerhalb von zwei Spielzeiten stiegen die Wasserburger in die Kreisliga auf. Dort wurde der Kader mit dem Buchbacher Regionalligaspieler Johannes Hain weiter verstärkt. Am Ende der Saison folgte der Aufstieg in die Bezirksliga.

In der vergangenen Saison waren die Wasserburger dann auch zu gut für die Bezirksliga. Am Ende hatten sie 14 Punkte Vorsprung auf den Zweiten Saaldorf. Und es sieht so aus, als wäre in der Erfolgsgeschichte noch Platz für weitere Kapitel, denn auch in der Landesliga gibt es bisher scheinbar kein Limit. Die Bilanz aus den ersten neun Spielen: Sieben Siege, ein Unentschieden und nur eine Niederlage (0:2 beim ASV Dachau).

„Mein Trainerkollege Sebastian Stangl hat die Wasserburger in Dachau gesehen. Mit den Haas-Brüdern und Hain haben sie große Qualität. Die Standards sind sehr gefährlich, die Abwehr ist stark und vorne gehen sie sehr aggressiv drauf. Das ist auf jeden Fall kein ganz normaler Aufsteiger“, sagt Jaschke.

Das heißt aber nicht, dass sich die Eintracht (Platz sechs) kleiner macht, als sie es ist. Sie hat von neun Spielen vier gewonnen und nur zwei verloren (dazu drei Remis) und ist nach Wasserburg der zweitbeste Aufsteiger der laufenden Saison. „Wir werden aber erst einmal tief stehen und versuchen, nicht viel zuzulassen. Dann müssen sie erst einmal gegen uns treffen“, sagt Jaschke. Da er in der ersten Trainingseinheit der Woche nur zwölf Spieler anwesend waren, schnürte er selbst die Schuhe. Nach einer langwierigen Verletzung waren eigene Einsätze zuletzt utopisch. „Mir fehlt noch die Luft, aber wer weiß, was passiert, wenn die personellen Probleme anhalten. Es bitzelt schon wieder“, flachste Jaschke und ergänzte, dass er für die kommenden Partien keine ernsthafte Alternative sei.

von Moritz Stalter

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