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Marco Bläser (mi.) führte den TSV Bergkirchen in der Vorsaison zum Kreisliga-Aufstieg. Jetzt hagelt es für seine Mannschaft eine Pleite nach der anderen. Zuletzt mussten die Bergkirchener eine 1:11-Pleite gegen den TSV Allach einstecken. Dennoch hält der TSV an seinem Spielertrainer fest.

Marco Bläser bei TSV Bergkirchen „egal ob in der Kreisliga oder Kreisklasse“ Trainer

Bergkirchens Marco Bläser: Trotz 1:11-Schmach gegen TSV Allach Vertragsverlängerung

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Marco Bläser, Spielertrainer des TSV Bergkirchen, steht nach der 1:11-Schmach gegen den TSV Allach in der Kritik. Doch der Verein verlängert stattdessen den Vertrag mit dem Ex-Spieler des SV Heimstetten.

Sage und schreibe elf Gegentore fing sich die Elf von Spielertrainer Marco Bläser gegen den TSV Allach. Das fünfte Spiel hintereinander verloren, das fünfte Spiel der Saison mit mindestens fünf Gegentreffern. Selbst für den frisch aufgestiegenen TSV Bergkirchen kam das Ausmaß dieser Klatsche unerwartet. Im Mittelpunkt steht primär eine Persönlichkeit: Coach Bläser, Spitzname „Fußballgott“. Nach der Niederlage werden seine Tage als Cheftrainer angezählt.

Der Technische Leiter der Bergkirchener, Rupert Feirer, möchte davon nichts hören: „Marco ist weiterhin der richtige Mann für den Job“. Das unterstreicht er direkt mit einer Verkündung: „Deshalb haben wir mit ihm über den 30. Juni hinaus verlängert. Egal ob Kreisliga oder Kreisklasse.“ Die 1:11-Pleite bezeichnet er dennoch als „fatal“, die elf Gegentore würden jeden im Verein wehtun. Doch nachdem die Wunden über das Wochenende heilten, einigten sich die Vereinsfunktionäre: „Wir sind zusammen aufgestiegen und wenn es hart auf hart kommt, dann steigen wir auch zusammen ab.“ 

Immer wieder betont Feierer, dass es nach der bitteren Niederlage gegen den TSV Allach einen Schulterschluss gab. In Bergkirchen reflektierte man das Geschehene und „die Mannschaft, der Trainer und die Abteilungsleitung waren sich alle zu tausend Prozent einig, dass es nur zusammen weitergehen kann“. Der Technische Leiter befürchtete gar einen Rücktritt des Spielertrainers: „Ich bin froh, dass er nicht selbst Konsequenzen gezogen hat“, gesteht er.

Bläser war beim Aufstieg des TSV der Held. Er selbst sagte in einem Interview, dass der Verein vor seiner Ankunft „im Grunde tot“ war. Doch der ehemalige Spieler des SV Heimstetten nahm sich der Aufgabe an und schaffte das kleine Wunder. „Wir sind hochgegangen und haben uns bewusst nicht verstärkt, dafür haben wir auch nicht das Geld. Wir waren uns zu jeder Zeit der Schwere der neuen Aufgabe bewusst“, betont Feirer. Ohne Neuzugänge, stattdessen mit jungen Eigengewächsen. Er habe „aus der Not eine Tugend gemacht“, so der Technische Leiter.

Mit einem Abstieg rechnet Feirer keineswegs: „Die Hoffnung stirbt zuletzt“. Die nächsten Spiele geht es gegen direkte Konkurrenten wie Indersdorf, Fasanerie Nord und die Reserve des TSV 1865 Dachau. Allesamt Vereine, gegen die Bergkirchen seine bislang einzigen drei Siege der Saison einfahren konnte. „Wir schaffen den Klassenerhalt“, gibt er selbstbewusst zu Wort.

Die Mannschaft teilt diese Motivation. „Die Jungs wissen, dass sie es besser können. Das wollen sie jetzt zeigen“. Die Vollzähligkeit beim ersten Training nach dem Allach-Debakel bekräftigt das. Die Bläser-Elf habe „giftig wie nie trainiert“. Sollte es jedoch zum Worst-Case-Szenario kommen, rechnet Feierer mit dem direkten Wiederaufstieg: „Das ist unser Anspruch geworden“, sagt er. Das Ziel möchte der TSV Bergkirchen weiterhin mit Eigengewächsen erreichen und verzichtet bewusst auf finanzielle Nachhilfe: „Geld darf in unseren Ligen keine Rolle spielen“.

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