Per Mini-Serie raus aus dem Tabellenkeller

- Zu Beginn der Saison hätten die Zuschauer am Stadtwald nach 45 Minuten heimgehen können. Der ASV kassierte Sekunden vor der Pause das unglückliche 0:1. Nicht so am Ende des Jahres, zu Beginn der Rückrunde.

von kurt göttler

Dachau - "Wir haben erstmals in dieser Saison ein Spiel gedreht", freute sich denn auch völlig zu Recht Abteilungsleiter Michael Dietrich nach dem 3:1-Sieg der Herberg-Schützlinge über Wasserburg. "Wir haben momentan den Willen und auch den Lauf, solche Spiele noch zu gewinnen." Nach drei Siegen und fünf Spielen ohne Niederlage in Folge hofft man nun am Stadtwald nach dem holprigen Saisonbeginn auf ein gutes Jahresende.

Noch stehen zwei Spiele an, wenn das Wetter mitspielt, kommenden Samstag in Feldmoching und dann zum Finale am 17. November auf eigenem Platz gegen Eichstätt. Gegen beide Mannschaften hatte man zum Saisonstart nicht gewonnen.

Nicht nach einem Sieg sah es auch am Samstag im Sepp-Helfer-Stadion nach der ersten Halbzeit aus. "Ein typisches 0:0-Spiel", sagten viele der rund 150 Zuschauer. Doch dann gingen die Platzherren doch noch mit einem Rückstand in die Kabine. Nach der ersten Wasserburger Chance und dem daraus resultierenden Freistoß fiel das 1:0 bereits in der Nachspielzeit wie ein Blitz aus heiterem Himmel.

Wer nun geglaubt hatte, dass die Schützlinge von Markus Herberg zusammenbrechen und das Spiel abschenken würden, sah sich angenehm getäuscht, sofern er auf Dachauer Seite war.

In den zweiten 45 Minuten spielten die Stadtwälder zielstrebiger nach vorne und nutzten ihre zuvor schon vorhandene optische Überlegenheit auch in zählbare Erfolge um. Zwei Treffer von Jochen Jaschke und ein von Christian Vogl verwandelter Foulelfmeter (Dominik Meichner war gelegt worden), drehten das Spiel zwischen der 61. und 78. Minute. Das Wasserburger 2:3 in der 86. Minute war nur noch Ergebnis-Korrektur, zumal die Wasserburger ab diesem Zeitpunkt auch nur noch zehn Mann auf dem Feld hatten, nachdem Tobias Kufner wegen Reklamierens Gelb-Rot sah.

ASV-Trainer Markus Herberg wechselte auch noch Kariman, Obert und Zeidler in der Schlussphase ein, so dass der dritte Sieg in Folge nicht mehr in Gefahr geriet.

Dass die drei Punkte am Ende verdient waren, daran gab es nicht den geringsten Zweifel, auch wenn Wasserburg-Trainer Miro Datko damit haderte, dass seine Elf die glückliche Pausenführung nicht länger halten konnte und versäumte, in der Druckphase des ASV, Konter zielstrebiger abzuschließen.

Nachdem die Hausherren sich im Angriffssspiel nicht mehr nur auf die ruhenden Bälle von Christian Vogl (so manches Mal an diesem Tag aus zu großer Distanz das Ziel weit verfehlend) verließen, sondern versuchten, in den Strafraum zu kommen, waren die beschränkten Wasserburger Mittel nicht mehr ausreichend, die "Mini-Serie" des ASV zu bremsen.

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