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Bald im Kasten! Neuzugang Tim Oberwahrenbrock.

Torwart und Nachwuchstalent

FC Pipinsried holt noch zwei neue Spieler

In der Wechselzeit der Fußballer dreht sich das Trainer- und Spielerkarussell. Beim FC Pipinsried dreht es sich besonders schnell. Jetzt kommen beim Bayernliga-Spitzenreiter auch noch die Torhüter hinzu. Mit Stand 23. Juni stehen gleich fünf Keeper im Kader. Neben Johann Hipper, Sebastian Hollenzer, Roman Artes und Julian Kirr kommt nun auch noch Tim Oberwahrenbrock vom TuS Haltern dazu.

Pipinsried – Tim Oberwahrenbrock ist insgesamt Neuzugang Nummer sechs beim FC Pipinsried. Der 30-jährige Personal-Sachbearbeiter verfügt über Erfahrungen in der Oberliga-Westfalen und der Regionalliga-West. Zu Beginn dieser Saison stand der 1,88 Meter große Keeper für den TuS Haltern in den ersten elf Spielen zwischen den Pfosten. Sein letztes Punktspiel bestritt er Anfang Oktober im Auswärtsspiel beim 0:0 in Lippstadt. Zuvor kickte der aus der Jugend der SpVgg Erkenschwick kommende Torhüter bei Rot-Weiss Ahlen, Westfalia Herne und beim TSV Marl-Hüls.

„Aufgrund meines beruflichen Werdeganges hat es mich nach München verschlagen. Ich möchte in naher Zukunft wieder in der Regionalliga spielen. Alle Voraussetzungen hierfür sind in Pipinsried gegeben. Das Projekt Pipinsried hat mich überzeugt, daher fiel mir die Entscheidung leicht“, sagte Oberwahrenbrock bei seiner Vertragsunterzeichnung.

Bald im Trikot! Neuzugang Marc Koch. Rechts Tarik Sarisakal.

Der sportliche Leiter des FC Pipinsried, Tarik Sarisakal, sagt: „Es war wichtig, einen erfahrenen Torwart wie Tim mit an Bord zu nehmen. Aufgrund seiner bisherigen sportlichen Vita und Erfahrung wird Tim der Hintermannschaft die nötige Stabilität geben.“ Nach seiner Aussage ist davon auszugehen, dass die bisherigen Keeper des Bayernliga-Spitzenreiter den Verein verlassen werden. Johann Hipper hat zwar in Pipinsried verlängert, allerdings gehen die meisten Insider davon aus, dass er sich nicht noch ein Jahr mit der Bayernliga zufrieden geben wird. Wäre alles normal verlaufen, hätte er mit den Ilmtalern ab Sommer in der Regionalliga gespielt. Aber Corona und der BFV haben dies verhindert. Es soll mit den Regionalligisten Burghausen und Buchbach in Verbindung stehen.

FC-Keeper Nummer zwei, Sebastian Hollenzer, hatte bereits vergangene Saison mit einem Wechsel geliebäugelt, blieb dann aber doch beim FCP. Nach den jüngsten Geschehnissen im Dachauer Hinterland ist davon auszugehen, dass Hollenzer den Verein ebenfalls verlassen wird. Im Gespräch ist der TSV Landsberg, was nicht verwunderlich wäre, denn dort ist mit Muriz Salemovic sein „alter“ Trainer aus Pipinsried nicht nur Mitspieler, sondern ist auch für die Kaderplanung zuständig. Der beim Pipinsrieder Publikum äußerst beliebte Hollenzer spielte drei Jahre für den FCP, unvergessliche Momente hatte Hollenzer beim 1:0- Auswärtssieg in Buchbach im ersten Regionalliga-Jahr, als er mit einer Klasseleistung in seinem ersten Regionalligaspiel dafür sorgte, dass sein Team einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machte. Zudem stand er bei der 1:3- Heimniederlage gegen den FC Bayern München II zwischen den Pfosten. Auch hier hielt er bravourös.

Doch damit nicht genug, neben dem Torwartkarussell dreht sich natürlich auch das Feldspielerkarussell weiter. Neben den bisher feststehenden Abgängen Amar Cekic (Schweinfurt) sowie den Trainern Fabian Hürzeler und Muriz Salemovic (Landsberg) ist davon auszugehen, dass mit den Stammspielern Dennis Hoffmann und Fabian Müller die nächsten Spieler die Pipinsrieder verlassen werden. Hoffmann könnte sich dem TSV Landsberg anschließen, Müller ist beim VfR Neuburg im Gespräch. Zudem scheint die Zukunft von Stürmer Marcel-Pascal Ebeling bei dem Gelb-Blauen ungewiss.

Youngster Marc Koch hingegen ist Neuzugang Nummer sieben beim FC Pipinsried. Der 19-jährige Defensivspezialist kommt von der U 19 des TSV 1860 München zum Bayernliga-Spitzenreiter. Koch kickte in der laufenden Saison zehn Mal im U 19-Bayernligateam der Löwen und wurde einmal in der Reserve des TSV eingesetzt. Im Match bei Türkspor Augsburg durfte der 19-Jährige die letzten drei Minuten der Partie sein Bayernliga-Debüt bei den Herren feiern.

„Pipinsried sehe ich als Sprungbrett für höhere Aufgaben. Ich möchte mich hier beweisen und durchsetzen, um baldmöglichst in der Regionalliga Fuß zu fassen. Der Verein bietet mir die Möglichkeit, weiterhin höherklassig im Amateurfußball zu spielen. Dafür bin ich dem FC Pipinsried dankbar und werde mein Bestmögliches dazu beitragen, um unsere gesteckten Ziele zu erreichen.“

„Mit Marc haben wir einen weiteren jungen Spieler verpflichtet, der aufgrund seiner guten Ausbildung beim TSV 1860 München sehr gut in unser Konzept passt. Marc kann sowohl im defensiven Mittelfeld, als auch auf der Position des Innenverteidigers agieren. Damit ist unsere Kaderplanung vorerst abgeschlossen“, so Sarisakal.

Was allerdings beim FC Pipinsried noch fehlt, ist ein Trainer. Die beiden Erfolgscoaches Fabian Hürzeler und Muriz Salemovic werden den Verein mit Ablauf des 30. Juni aufgrund ihrer auslaufenden Verträge verlassen. Seit Monaten wird spekuliert, die Corona-Krise spielt dem Verein in die Karten, denn eine rasche Entscheidung war nicht von Nöten.

Ein möglicher Kandidat ist Ex-Profi Halil Altintop, dessen Vertrag bei Schwaben Augsburg zum 30. Juni 2020 ausläuft. Bei allen Spekulationen gibt es einen Fakt: Die Mannschaft, die in 23 Spielen ungeschlagen blieb, ist auseinandergebrochen.

Bruno Haelke

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