FC Pipinsried weiter im freien Fall

- 0:2-Niederlage des Landesligisten im Heimspiel gegen Kempten

FC Pipinsried - FC Kempten 0:2 (0:0):

Pipinsried: Bobak, Grohmann, Brunner, Wittmann (85. Matz), Trejo, Nowak (76. Stanek), P. Krzyzanowski (87. C. Krzyzanowski), Stiller, Kovacevic, Lessmann, Zich.

Kempten: Metz, C. Falger, Spingler, Wolf (90. Mivoci), Zwickl (55. Dinauer), Yener, Siegfanz, Ristic, M. Falger, Jörg (90. Günes), Kul.

Schiedsrichter: Georg Herreiner (SV Sallach).

Zuschauer: 300.

Gelbe Karten: Nowak, P. Krzyzanowski, Lessmann, Stanek - C. Falger, Wolf.

Tore: 0:1 (68.) - Michael Falger schlägt eine Flanke über Andi Grohmann hinweg genau zu Matthias Jörg. Der Kemptener "Zehner" kann sich eigentlich die Ecke aussuchen, verzieht aber knapp. Das Leder landet genau vor den Füßen des mitgelaufenen Michael Falger, der keine Mühe mehr hat, zu vollenden; 0:2 (86.) - FCP-Spielertrainer Michael Stiller spitzelt das Leder versehentlich zu Bülent Yener, der alles klar macht.

Die leidgeprüften Pipinsrieder Fußballfans erlebten am gestrigen Nachmittag weitere bittere Stunden. Der Landesligist konnte auch gegen den FC Kempten seinen sportlichen Tiefflug nicht beenden. Der FCP bemühte sich zwar nach Kräften, in der Offensive war er aber viel zu harmlos, als dass er die drei Punkte verdient gehabt hätte.

Ein tief enttäuschter Michael Stiller brachte die Darbietung seines Teams auf den Punkt. Nach Spielschluss bilanzierte er: "Es ist halt unser altes Leiden, vorne treffen wir die Kiste nicht, hinten kassieren wir dann nach dummen Fehlern billige Gegentore."

Da hat der Spielertrainer den Nagel auf den Kopf getroffen. Der FCP agierte dieses Mal mit dem sechsten Libero in der noch jungen Saison. Klaus Trejo bemühte sich gegen Kempten, dem FCP-Deckungsverband etwas Stabilität zu verpassen. Wirklich überzeugend war aber auch Trejos Vorstellung nicht, er war zu ruhig und attackierte die gegnerischen Spieler viel zu spät. Seine Defizite im Antritt machte er allerdings durch gekonntes Stellungsspiel weitestgehend wett. Pipinsried konnte das Spielgeschehen zwar lange Zeit offen gestalten, man erarbeitete sich durch Dragan Kovacevic sogar zwei ausgezeichnete Gelegenheiten, in Führung zu gehen. Kovacevic machte aber seinem Ruf als "FCP-Chancentod" mal wieder alle Ehre. Nach einer vorzüglichen Freistoßflanke von Sebastian Zich köpfte er das Leder unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff aus sechs Metern freistehend über das Gästegehäuse. In der 55. Minute ließ Michael Stiller für einen Moment sein Können aufblitzen, als er exakt im richtigen Moment Dragan Kovacevic auf die Reise schickte. Mutterseelenallein tauchte der FCP-Stürmer vor dem FC-Keeper Stefan Metz auf, scheiterte aber per Flachschuss an dessen Fangkünsten.

Bereits am kommenden Freitag müssen die Pipinsrieder erneut ran, dann steht der Abstiegs-Gipfel beim Tabellennachbarn TSV Neusäß auf dem Programm. Verliert die Stiller-Elf auch dieses Match, dann rutscht sie erstmals in der laufenden Spielzeit unter den dicken Strich, der die Spreu vom Weizen trennt.MAD

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