FCP platzt erst drei Minuten vor Schluss

- Die Pipinsrieder Siegesserie ist gerissen. Mit der optimalen Ausbeute von neun Punkten aus den letzten drei Begegnungen hatte sich der Landesligist FC Pipinsried vor dieser Partie seiner größten Abstiegssorgen entledigt. Entsprechend forsch trat die Truppe um Spielertrainer Michael Stiller gegen den Tabellenführer und Bayernliga-Absteiger FC Memmingen auf.

Nachdem die Gäste zu Beginn noch deutlich mehr Spielanteile als der FCP hatten, wandte sich das Blatt im Laufe der Partie grundlegend. Der immens agile Pipinsrieder Spielertrainer Michael Stiller und dessen Mitspieler gewannen nun die Mehrzahl ihrer Zweikämpfe. Allein im Torabschluss mangelte es beim FCP sichtbar. Ohne ihren Goalgetter Daniel Kaiser, der an einem Muskelfaserriss laboriert, hatten die Pipinsrieder immer wieder große Mühe, gefährlich vor dem Memminger Gehäuse aufzutauchen. Im ersten Durchgang wurde es dann auch nur einmal richtig gefährlich für die Gäste. Michael Stiller zirkelte einen 30-Meter-Freistoß ins FCM-Kreuzeck, doch der Memminger Schlussmann Dennis Rudel war auf dem Posten. 

 Die zweite Halbzeit begann, wie die erste aufgehört hatte. Die ohne fünf Stammspieler angetretenen Memminger konnten sich kaum einmal erwähnenswert gegen das starke defensive Mittelfeld des FCP mit Michael Schien und Martin Schmidl durchsetzten. Kaum kam man in Tornähe, lief dann aber nur noch wenig zusammen beim FC Pipinsried. Nur zweimal wurde es noch mal richtig gefährlich für den Tabellenführer. In der 47. Minute verpasste Harald Stemmer um Haaresbreite eine schöne Flanke von Michael Stiller. In der 66. Minute boxte Rudel einen Trejo-Freistoß aus der Gefahrenzone.

Bei den Gästen lief derweil immer noch wenig zusammen, aber immerhin gaben Johannes Reh per Kopf in der 69. Minute und Christian Braun in der 82. Minute zwei Warnschüsse ab; die Pipinsrieder erkannten, dass sie weiter auf der Hut sein müssen. Brauns Drehschuss beispielsweise wurde von Christian Lessmann etwa einen Meter vor der Torlinie gerade noch einmal geblockt. Als sich die Zuschauer schon mit einem toll erkämpften Remis gegen den Aufstiegsaspiranten abgefunden hatten, passierte dann doch noch das Fatale - der eingewechselte Manuel Ness entschied die Partie für den FCM. 

 Michael Stiller auf Pipinsrieder Seite und der Memminger Coach Esad Kahric waren sich nach der Partie einig: Die Zuschauer hatten ein tolles Landesliga-Spiel gesehen, das jenes Team gewonnen hat, das eine seiner wenigen Chancen zu nutzen wusste. 

FC Pipinsried - FC Memmingen 0:1 (0:0):
Pipinsried: Bobak, Schmidl, Brunner, Wittmann, Trejo, Stanek, Schien, Mi. Stiller, Kovacevic (68. Wagenhäuser), Lessmann, Stemmer (86. Ma. Stiller).
Memmingen: Rudel, Yilmaz (51. Burger), Mader, Pfohmann, Kramer, Rehm, Deuring (78. Braun), Mutzel, Veit, Hebel, Holzapfel).
Schiedsrichter: Florian Weißmann.
Gelbe Karten: Schmidl, Wittmann, Mi. Stiller - Pfohmann, Mutzel.
Gelb-Rote Karte: Roland Burger (89.).
Tor: 0:1 (87.) - Nach einer weiten Flanke kommt es zu einem wunderschönen Zusammenspiel der beiden Memminger Einwechselspieler Christian Braun und Manuel Ness. Braun legt mit der Brust für den mitgelaufenen Manuel Ness auf. Der Memminger, der einen Tag zuvor noch für die "Zweite" am Ball war, schiebt aus 16 Metern cool ein.


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