Der FC Pipinsried ist seit vier Spielen sieglos.
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Der FC Pipinsried ist seit vier Spielen sieglos.

Gegen SpVgg Greuther Fürth II

Vierte Niederlage in Folge! FC Pipinsried zurück im Abstiegskampf

  • VonBruno Haelke
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Der FC Pipinsried verliert auch das zweite Kellerduell innerhalb einer Woche. Gegen die SpVgg Greuther Fürth II lässt der Aufsteiger einiges vermissen.

Pipinsried – Der Geist war willig, doch das Fleisch war schwach – sehr schwach. Die Kicker des FC Pipinsried haben in der Regionalliga Bayern das Kellerduell gegen die SpVgg Greuther Fürth II völlig verdient mit 0:2 verloren. Nach der vierten Niederlage in Folge befinden sich die Fußballer aus dem Dachauer Hinterland nun wohl endgültig im Abstiegskampf, den Blick nach oben kann sich der FCP vorerst ersparen.

Planlos, ideenlos, hilflos – was der FC Pipinsried im Match gegen den Nachwuchs des fränkischen Bundesligisten zeigte, war unter dem Strich einfach zu wenig. In dem Sechs-Punkte-Spiel kamen die Hausherren vor 275, größtenteils bitter enttäuschten Zuschauern im zweiten Spielabschnitt zu keiner einzigen nennenswerten Torchance. Die beste FC-Tormöglichkeit in der gesamten Partie hatte Verteidiger Alex Langen in der 25. Minute nach einem Konter, allerdings scheiterte er in dieser Situation, es stand noch 0:0, am glänzend reagierendem Schlussmann der Kleeblätter, Leon Schaffran. Es war der Wurm drin im Spiel des FC Pipinsried. Nach den ersten zehn Minuten, in denen der Gastgeber zwar das Heft in der Hand hielt, sich aber nur wenig Produktives erarbeitete, kippte das Momentum langsam aber sicher in Richtung der Gästemannschaft. Dabei mussten die Youngsters aus Fürth nicht einmal einen enorm hohen Aufwand betreiben. Laufbereitschaft ist ein Basiselement einer jeden Nachwuchsmannschaft, genau wie das Umsetzen taktischer Vorgaben des Trainers. Genau das machten die Jungs aus Franken – und dem Gastgeber fand kein mittel, um auch nur ansatzweise dagegen zu halten.

FC Pipinsried: Personallage entspannt sich langsam

Dabei war die personelle Situation im Lager des FC Pipinsried deutlich besser als wenige Tage zuvor beim Match in Aschaffenburg, wo sogar Ersatzkeeper Julian Kirr als Feldspieler auflaufen musste. Alex Eiban, Jakob Zitzelsberger, Dominik Wolfsteiner, Marvin Jike und Ahanna Agbowo standen dem FCP im Match gegen Fürth II wieder zur Verfügung. Doch den Hausherren fehlte es an Esprit, die zündenden Ideen blieben in der Kabine zurück; nicht nachzuvollziehen ob der Tabellensituation.

Den Willen konnte man Zitzelsberger, Langen & Co. nicht absprechen, aber der Ertrag war indiskutabel. Für den FC war es einfach ein gebrauchter Tag, leider zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt. Im Nachholspiel bei den Unterfranken des SV Viktoria Aschaffenburg war neben Kampfgeist auch spielerische Klasse beim FCP auszumachen, gegen die Mittelfranken aus Fürth vermisste man all das, was man benötigt, um im Abstiegskampf zu bestehen. Die 18 Punkte, die sich der Aufsteiger bisher erkämpft hat, sind für einen Aufsteiger so schlecht nicht, allerdings konnte man zuletzt den Eindruck gewinnen, dass sich im Lager des Dachauer Landkreisteams nach einem Drittel der Saison eine Art Zufriedenheitskultur breit gemacht hat. Getreu dem Motto: „Wir haben 18 Punkte. Wenn uns das jemand vor der Saison gesagt hätte, dann hätten wir das unterschrieben.“

FC Pipinsried: Traumfreistoß und Konter entscheiden die Partie

Dass die Saison noch sehr, sehr lang ist und Ungemach droht, zeigt ein Blick auf den Spielplan. Nur vier Punkte Vorsprung weist der FC Pipinsried momentan auf die direkten Abstiegsplätze auf. Klar war bereits vor Rundenbeginn, dass der FC Pipinsried gegen den Abstieg spielen würde. Wenn man allerdings Spiele wie gegen Rain und auch am vergangenen Samstag gegen Greuther Fürth so leichtfertig abgibt, dann braucht sich niemand zu wundern, wenn die Alarmsirenen immer lauter schrillen. Im Abstiegskampf muss der Laden hinten dicht gemacht werden. Es muss kompromisslos gespielt werden. Spielerische Fertigkeiten sind da nicht so gefragt und müssen hinten angestellt werden; gerade in der Defensive müssen die Pipinsrieder in Zukunft klarer und sicherer agieren.

Nun sind die Verantwortlichen gefragt, dem Team einen klaren Auftrag mit auf den Weg zu geben. Im Match gegen Greuther Fürth war das erste Gegentor kurz vor der Pause allerdings nicht zu verteidigen. Der Treffer im Zeitraffer: Der Freistoß von Nick Lockermann aus rund 20 Metern schlägt unhaltbar für FCP-Keeper Alexander Eiban an die Unterkante der Latte und dann hinter die Torlinie. Davide Pisanu geht auf Nummer sicher und köpft den Ball danach aus kurzer Entfernung noch einmal ins Tor. Obwohl der Videobeweis eindeutig Lockermann als Torschützen ausweisen würde bekommt Pisanu den Treffer gutgeschrieben. Beim 0:2 durch Emil Berggreen in der 78. Minute wurden die Pipinsrieder klassisch ausgekontert – Stichwort: Zuordnung. So hatte der Däne im Kleeblatt-Trikot keine Mühe, den Ball aus sieben Metern völlig freistehend einzuschieben.

FC Pipinsried: Nächstes Spiel beim TSV Aubstadt

Am kommenden Wochenende müssen die Pipinsrieder zum TSV Aubstadt reisen – und der hat erst jüngst im Toto-Pokal mal eben so den Drittligisten und amtierenden Pokalsieger Türkgücü München mit 3:1 aus dem Cup gekickt. Zum Spiel im Grabfeld setzt der FCP einen Bus ein, Interessierte können sich über die bekannten Kanäle des FC Pipinsried zur Fahrt anmelden. Los gehts am kommenden Samstag um 7.30 Uhr am Sportheim in Pipinsried. (Bruno Haelke)

Stenogramm FC Pipinsried - SpVgg Greuther Fürth II 0:2 (0:1) FC Pipinsried: Alexander Eiban, Jannik Fippl, Pablo Pigl, Serhat Imsak, Albano Gashi, Nikola Jelisic, Faton Dzemailji, Daniel Jelisic, Alexander Langen, Dominik Schröder, Jakob Zitzelsberger – Marian Knecht, Dominik Wolfsteiner, Eren Emirgan SpVgg Greuther Fürth II: Leon Schaffran, Lukas Ahrend, Rodney Elongo-Yombo, Davide Pisanu, Elias Kratzer, Luca Beckenbauer, Marvin Weiß, Nicolai Oppelt, Nick Lockermann, Leon Gümpelein, Alexander Moratz – Devin Angleberger, Mustafa Fatiras, Matthias Löblein, Emil Berggreen, Adrian Jusufi Zuschauer: 275 Tore: 0:1 (40.) – Davide Pisanu. 0:2 (78.) – Emil Berggreen.

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