Einen indiskutablen Auftritt legte Michael Holzhammer in Markt Schwaben aufs Geläuf. hab

Schlafmütziger Auftritt: Pipinsried in Gedanken schon auf der Wiesn?

Pipinsried - 90 Minuten das Trikot spazieren tragen, ja keinen Schritt zu viel laufen, auf keinen Fall decken und jeden Zweikampf meiden. Das ist das Rezept für hohe Niederlagen. In Markt Schwaben hat der FC Pipinsried es perfekt umgesetzt. Das Ergebnis: Eine 0:5-Klatsche.

Dass die Pipinsrieder in der ersten halben Stunde sicher in der Abwehr standen und das Spiel ausgeglichen gestalteten – geschenkt, wenn man sich dann ohne Gegenwehr innerhalb von nicht einmal 15 Spielminuten fünf Gegentore einschenken lässt.

Apropos einschenken: Für Spielertrainer Denis Dinulovic ist das Oktoberfest einer der Gründe für die bittere Niederlage in Markt Schwaben. „Man kann verfolgen, wie sich einzelne Spieler auf das Spiel vorbereiten. Und wenn die mit ihren Köpfen schon auf der Wiesn sind, dann wird es schwierig“, tadelte Dinulovic seine Spieler in der Pressekonferenz.

Welche Spieler er mit seiner Schelte meinte, das verriet der Coach freilich nicht. Und auf dem Spielfeld lieferten die Pipinsrieder keine Hinweise, wer denn gemeint sein könnte. Denn alle spielten ausnahmslos gleich schlecht. Die Abwehr: nicht existent, zweikampfschwach, ungeordnet, viel zu weit weg von den Gegenspielern und schlampig im Spiel nach vorne. Das Mittelfeld: völlig ideenlos und schlafmützig. Der Sturm: harmlos wie eine Stubenfliege. Vor allem Michael Holzhammer, in der Vorwoche noch einer der Garanten für den Sieg gegen Wacker Burghausen II, ließ beste Chancen aus. Und Torwart Sascha Bobak: Auch er hatte, wie Denis Dinulovic es ausdrückte, „heute nicht seinen besten Tag“. Angesichts der desolaten Mannschaftsleistung der Pipinsrieder trifft die Analyse von Falke-Trainer Toni Bobenstetter ins Schwarze: „Die Pipinsrieder haben es uns wirklich leicht gemacht. Das war heute sicher kein gutes Spiel von uns. Wir haben heuer schon besser gespielt als heute.“ Also hat Falke schwach gespielt und hoch gewonnen. Auch das verdeutlicht, wie schlecht der FC Pipinsried am Samstag war.

Wie soll es jetzt weitergehen mit den wieder auf einen Abstiegsplatz abgerutschten Pipinsriedern? Dinulovic: „Wir werden intern einige Dinge, die mir gar nicht gefallen haben, ansprechen müssen. Mir fehlt das hundertprozentige Wachsein der Spieler.“ Gegen Affing am nächsten Sonntag stehe die Mannschaft jetzt wieder unter großem Druck. Aber immerhin besteht für das nächste Wochenende nicht die Gefahr, dass die Spieler mit ihren Köpfen auf dem Oktoberfest sind. Anstoßzeit ist um 17 Uhr. Zu spät für einen Wiesnbesuch nach dem Spiel.

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