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Karlsfeld führt zweimal, kommt aber nicht über ein Remis hinaus

Karlsfeld kommt gegen Töging nicht über ein Unentschieden hinaus

Sebastian Stangl: „Das Spiel stand bis zum Ende auf Messers Schneide“

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In einer Landesligapartie, die auf beide Seiten hätte kippen können, haben sich der TSV Eintracht Karlsfeld und der FC Töging mit einem 2:2-Remis getrennt.

„Das Spiel stand bis zum Ende auf des Messers Schneide“, sagte Eintracht-Trainer Sebastian Stangl. Das lag unter anderem daran, dass beide Defensivreihen nicht ihren besten Tag erwischt hatten.

Die Karlsfelder waren die ersten, die eine der zahlreichen Chancen auf beiden Seiten nutzten. In der 21. Minute war es Kubilay Celik, der den Ball auf der Außenbahn verarbeitete, in den Strafraum dribbelte und mit einem Flachschuss ins rechte Eck zur 1:0 traf. Die Führung der Karlsfelder war verdient, denn sie waren in der Anfangsphase das bessere Team. Das änderte sich jedoch in der Folge. Der Gegentreffer wirkte belebend auf die Gäste aus Töging, die mit vier Punkten und damit zehn Zählern Rückstand auf die Eintracht in die Partie gegangen waren. „Wir haben das Spiel aus der Hand gegeben und dann auch folgerichtig den Ausgleich kassiert“, so Eintracht-Coach Stangl über die zweite Hälfte des ersten Durchgangs. Helmut Baumgartner erzielte in der 33. Minuten nach einem Rückpass im Wembley-Tor-Stil den Töginger Ausgleichstreffer. „Der Ball klatschte an die Unterkante der Latte und von dort aus dem Tor. Er war aber deutlich hinter der Linie, das haben wir auch sofort bestätigt“, berichtete Stangl.

Dass es zum Seitenwechsel nur 1:1 stand, lag daran, dass Karlsfelds Marko Juric nur die Latte traf und Eintracht-Torhüter Dominik Krüger seine Mannschaft mit Paraden im Spiel hielt. „Wir hätten führen, aber auch hinten liegen können“, sagte Stangl.

Die erste Großchance nach dem Seitenwechsel hatte seine Mannschaft durch Andre Gasteiger, der einen Alleingang allerdings nicht mit einem Tor abschließen konnte. Philip Lorber hatte mit dem zweiten Karlsfelder Alu-Treffer eine weitere gute Chance auf das 2:1. Die Gäste aus Töging setzten nach wie vor auf eine robuste Spielweise. „Damit hatten wir phasenweise so unsere Probleme“, sagte Stangl. Vor allem dann, wenn die großen Spieler der Gäste bei Standardsituationen – und davon gab es einige, laut Stangl zu viele – in den Eintracht-Strafraum stürmten.

Es waren aber nicht Töginger, sondern die Karlsfelder, die den nächsten Treffer erzielten. Michael Dietl spielte den Ball auf Fitim Raqi, der passte zurück und der Kapitän und Torjäger in Personalunion schloss halbhoch ins linke Eck ab (72.).

Es reichte aber nicht zum ersten Karlsfelder Sieg seit dem 3:0 gegen Hallbergmoos vor rund einem Monat, da der FCT in der 88. Minute einen Freistoß erhielt, den Michael Koppermüller zum 2:2 in die Maschen köpfte.

Danach änderte sich am Spielstand nichts mehr, jedoch an der Anzahl der Spieler auf dem Platz. Tögings Vitaly Blinov (89.) und Karlsfelds Philip Lorber (90.+2) sahen jeweils wegen wiederholten Foulspiels die Ampelkarte. „Unter dem Strich war der Punkt in Ordnung. Beide Teams hatten Chancen auf den Sieg. Es war ein flottes und sehenswertes Spiel, das von den nicht immer sicheren Defensivreihen geprägt war. Da müssen wir uns wieder steigern“, so Stangl, der den Blick auf die kommenden Wochen richtete.

Stenogramm

TSV E. Karlsfeld - FC Töging 2:2 (1:1)

TSV Eintracht Karlsfeld: Dominik Krüger, Robert Zott, Dominik Pöhlmann (61. Fitim Raqi), Marko Juric, Philip Lorber, Paolo Albanese, Michael Dietl, Tobias Pontow, Robin Kömmling, Andre Gasteiger (83. Dominik Leisch), Kubilay Celik

FC Töging: Welder De Souza Lima, Sergej Volkov, Patrick Tresch (78. Manuel Schwaighöfer), Vitaly Blinov, Hannes Ganghofer, Helmut Baumgartner (70. Markus Leipholz), Daniel Ziegler, Michael Koppermüller, Armin Mesic, Christoph Baumann (88. Christian Wallisch), Birol Karatepe

Schiedsrichter: Sebastian Deak

Zuschauer: 70

Gelb-rote Karte:Philip Lorber (90.+2) – Vitaly Blinov (88.).

Tore: 1:0 (21.) – Kubilay Celik. 1:1 (33.) – Helmut Baumgartner. 2:1 (72.) – Michael Dietl. 2:2 (88.) – Michael Koppermüller.

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