Sogar der Sonnengott zürnt der Eintracht

- Nun hat sich auch noch Helios gegen die Eintracht verschworen. Weil die Sonne "so fies ins Spielfeld einstrahlte" (O-Ton Alex Plabst), waren die Karlsfelder vor der Pause nicht ganz im Bilde. Plabst erzählt: "Wir hatten blaue Trikots an, die Lerchenauer graue. Bei der tiefstehenden Sonne hat man wirklich ganz schlecht erkannt, wer Freund und wer Feind ist." Die Folge: Unnötige Ballverluste, Fehlpässe und Stellungsfehler bei beiden Gegentoren.

Im zweiten Durchgang, als sich die gelbe Scheibe endlich hinter den Horizont verzogen hatte, lief es tatsächlich wesentlich besser bei den Gästen. "Nach dem Spiel ist Robert Hora, der Trainer der Lerchenauer, zu mir gekommen und hat sich entschuldigt", so Plabst. "Er meinte, wir hätten mindestens ein Unentschieden verdient gehabt."

 In den zweiten 45 Minuten zeigten die Eintracht-Kicker, dass sie noch nicht alles verlernt haben. Man entwickelte mehr Zug zum Tor und kam in der Schlussphase sogar noch zu drei guten Ausgleichschancen. Zweimal scheiterte Eintracht-Joker Serkan Ergin knapp, und einmal, 120 Sekunden vor dem Abpfiff, pfefferte Michael Klose die Kugel überhastet in die Wolken.

 Die Niederlage hat geschmerzt, doch noch mehr als der erneute Rückschlag hat den Karlsfelder Trainer die rote Karte gegen Pasquale Grippo geärgert. "Die Tätlichkeit könnte ihm fünf, sechs Spiele Sperre einbringen, und in denen wird er uns nach der Winterpause enorm fehlen."

 Als einziges der vier Dachauer Teams in der Bezirkliga Nord muss Karlsfelder heuer nicht mehr ran. Der Traditionsverein vom Sportpark Jahnstraße überwintert auf einem Abstiegsplatz, doch hoffnungslos abgeschlagen sind die Eintracht-Kicker noch nicht. "Wir werden in der mehrmonatigen Pause die Kräfte sammeln und dann im Frühjahr noch einmal richtig angreifen", verspricht Plabst, der hofft, dass ihm in den nächsten Wochen noch einige dicke Fische ins Netz gehen werden. Die Verpflichtung von Daniele Reisinger ist übrigens noch nicht vollzogen. "Mit mir hat von offizieller Seiten noch niemand gesprochen", meinte ASV-Trainer Herbert Reischl, nachdem er die Meldung vom Wechsel seines Stürmers zum Lokalrivalen gelesen hatte. 

SV Nord-Lerchenau - TSV Eintracht Karlsfeld 2:1 (2:0):
Karlsfeld: Hartl, Plabst (70. Yalcin), Grippo, Hasala, Eugler (80. Ergin), Mereu, Schiller" Hofer, Marseglia, Klose, Lombardi.
Schiedsrichter: Martin Weidner (Rosenheim).
Zuschauer: 200.
Gelb-Rote Karte: Florian Erber (85.).
Rote Karten: Andi Fuchs (82.) - Pasquale Grippo (76.).
Tore: 1:0 (12.) - Die Karlsfelder Defensivabteilung bekommt den Ball nicht aus der Gefahrenzone, was vom Gegner prompt bestraft wird. Andreas Fuchs trifft aus 18 Metern genau ins Eck; 2:0 (25.) - Nicolas Schulze nutzt einen weiteren Zuordnungsfehler der Gäste entschlossen aus, aus 16 Metern trifft er flach ins kurze Eck; 2:1 (75.) - Stefan Hofer verwandelt einen Freistoß aus 20 Metern direkt, er zirkelt die Kugel flach ins Torwart-Eck.

 


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