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Es treffen aufeinander: TSV Eintracht Karlsfeld (rechtes Bild, blau) und der TSV 1865 Dachau (linkes Bild, schwarz).

Finale: TSV Eintracht Karlsfeld trifft auf TSV 1865 Dachau

Sparkassencup: Beide Teams wollen eine gute Saison veredeln 

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  • Robert Ohl
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Im heutigen (8. Mai) Finale des Sparkassencups treffen der TSV Eintracht Karlsfeld und der TSV Dachau aufeinander. Die Karlsfelder schossen den Rekordsieger und Titelverteidiger ASV Dachau bereits im Viertelfinale aus dem Turnier.

TSV Eintracht Karlsfeld

Die Karlsfelder Eintracht geht als Außenseiter in das Pokal-Finale gegen den TSV 1865 Dachau. „Alles spricht für 65“, sagt Eintracht-Trainer Sebastian Stangl vor dem Duell mit dem Bayernligisten. Dann fügt er an: „Wenn wir an uns glauben und das Glück auf unserer Seite haben, dann können wir aber überraschen.“

Die Eintracht startete im August 2018 mit dem Ziel in die Pokalsaison, den jungen Spielern Wettkampfpraxis zu geben. Das Finale war zu diesem Zeitpunkt weit weg, die Liga wichtiger. „Als Aufsteiger in die Landesliga ging es für uns darum, die Klasse zu halten“, sagt Stangl zu. Im Achtelfinale beim 4:3-Sieg nach Elfmeterschießen in Bergkirchen, sowie beim 4:2-Sieg eine Runde später gegen den ASV Dachau schenkten der Eintracht-Trainer uns sein Partner Jochen Jaschke einigen Spielern aus dem Nachwuchs das Vertrauen.

„Das war ein Experiment, Dachaus Trainer Steven Zepeda hat ja auch getestet“, so Stangl. Vor dem Halbfinale änderte sich die Herangehensweise. „Wenn du zwei Siege vom Titel entfernt bist, willst du natürlich gewinnen“, so der TSV-Trainer.

In der Runde der letzten Vier setzten die Karlsfelder erstmals in der laufenden Pokalsaison ihre bestmögliche Elf ein. Der Sieg beim Kreisklassisten TSV Arnbach war daher keine Überraschung, das knappe Ergebnis schon. Michael Dietl traf zum zwischenzeitlichen 1:0 (82.) und Andre Gasteiger erzielte in der letzten Minute den 2:1-Siegtreffer. „Die Arnbacher haben daran geglaubt, uns zu schlagen. Sie haben gezeigt, was mit Einsatz möglich ist“, sagt Stangl. Chancen sieht er für seine Mannschaft nur, wenn sie dem Arnbacher Vorbild folgen. „Wir sind klarer Außenseiter. Dachau ist in der Liga noch im Fluss und voll auf Spannung. Bei uns ist seit dem Klassenerhalt etwas die Luft raus. Dazu kommen die vielen Ausfälle“, erzählt Stangl.

Mit Tobias Pontow (Achillessehnenriss) und Fabio Palermo (Verletzung am Hüftbeuger) fallen zwei Leistungsträger aus der Defensivabteilung lange aus. Paulo Albanese und Lennart Sieburg fehlen aufgrund von Muskelfaserrissen. Marko Juric, der auf der Sechserposition enorm wichtig ist, bekommt seit einem Monat eine Muskelverhärtung nicht in den Griff - trotz physiotherapeutischen Maßnahmen. Kubilay Celik, der bei der 0:5-Niederlage gegen Traunstein am vergangenen Wochenende die Ampelkarte gesehen hatte, ist nach einer Verletzung noch nicht bei 100 Prozent. Das gilt auch für Fabian Schäffer. „Kubilay wird eine Pause bekommen und erst einmal draußen bleiben. Fabi hat grünes Licht gegeben. Er ist erfahren genug“, sagt Stangl.

Fraglich ist der Einsatz von Michael Dietl. Stangl: „Er ist Vater geworden und baut. Vielleicht bekommt er eine Auszeit.“

Die hohen Niederlagen in den beiden vergangenen Ligaspielen in Landshut (2:6) und gegen Traunstein (0:5) will der Karlsfelder Trainer ausblenden. „Wir haben eine starke Saison gespielt und sind nach Wasserburg der beste Aufsteiger. Aktuell ist die Luft raus. In Kombination mit den vielen Ausfällen reicht es für uns dann eben doch noch nicht“, sagt Stangl und ergänzt dann: „Aber in einem Pokalspiel ist alles möglich. Wir wollen überraschen.“

Gewinnen die Karlsfelder tatsächlich, dürfen sie zum siebten Mal in ihrer Vereinsgeschichte den Kreispokal in den Himmel stemmen. Nach Titeln würden sie mit den 65-Kickern gleichziehen. Nur der ASV Dachau (13-maliger Sieger) hat öfter gewonnen.

TSV 1865 Dachau

Nach der bitteren 0:1-Heimpleite im Bayernligaspiel gegen Sonthofen und der Erkenntnis, die Regionalliga-Relegation so gut wie verpasst zu haben musste sich der TSV 1865 Dachau ein neues Ziel setzen. Und das heißt Sparkassenpokal. Mit dem Gewinn des im Raum Dachau so angesehen und prestigeträchtigen Cup-Events soll einer insgesamt hervorragend gelaufenen Saison 2018/2019 mit einer runderneuerten Mannschaft die Krone aufgesetzt werden.

Somit legen alle Mitglieder der Fußball-Abteilung und des Gesamtvereines ihr Augenmerk auf dieses Finale gegen einen Erzrivalen, die Karlsfelder Eintracht.

Die 65-Kicker wollen es besser machen als in der vergangenen Saison, als sie im Finale gegen den Landesligisten ASV Dachau nach einem verlorenen Elfmeterschießen mit 5:6 den Kürzeren zogen. Und das, obwohl sie das Match über weite Strecken dominiert hatten.

In der Saison 2016/2017 schied die Lamotte-Elf sogar schon im Achtelfinale gegen Niederroth, ebenfalls im Elfmeterschießen, aus.

Dachaus Spielertrainer Fabian Lamotte sagt, warum das heute Match für ihn und das gesamte Team eine so große Bedeutung hat: „Wir wollen unbedingt diesen Titel holen, um aus einer guten Saison eine sehr gute zu machen. Vielleicht denken manche, hier geht es nur um den Sparkassenpokal, aber für mich und auch für den Verein hat dieser Cup-Wettbewerb einen besonderen Stellenwert. Ich gehe davon aus, dass unsere Spieler genau mit dieser Einstellung zu Werke gehen werden und sich durchbeißen, auch wenn man merkt, dass die Saison schon einiges an Kraft gekostet hat.“

In das gleiche Horn stößt 65-Fußball-Boss Ugur Alkan: „Es war bisher eine sehr starke Saison von unserer neu formierten Mannschaft. Natürlich sind wir enttäuscht, dass wir gegen Sonthofen nicht punkten konnten, aber wir können dieses Jahr einen Pott holen, und das wollen wir natürlich schaffen. Wir wissen ganz genau, dass in einem Spiel alles passieren kann, Karlsfeld wird uns mit Sicherheit alles abverlangen.

Fehlen werden dem TSV 1865 Dachau im Sparkassencup-Endspiel Onur Korkmaz, Dominik Schäffer, Leander Lask. Fraglich ist der Einsatz von Sebastian Brey und Alex Weiser.

Das Endspiel auf dem Sportgelände des TSV Schwabhausen soll sich nicht nur aus sportlichen Gründen auch für die Zuschauer lohnen. Claudia Ewald vom Sparkassen-Marketing verrät: „Die drei Vereine mit den meisten Fans werden auch in diesem Jahr prämiert. Zusätzlich verlosen wir unter allen anwesenden Gästen zwei Tickets für ein Bundesligaspiel des FC Bayern München in der kommenden Saison, einen Reisegutschein im Wert von 100 Euro und zwei Karten für eine Arena-VIP-Tour.“

Die Siegerehrung des 44. Dachauer Sparkassencups findet gleich nach dem Finale auf dem Schwabhauser Sportplatz statt.

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