An die Aufholjagd gegen Feldmoching anknüpfen wollen Matte Kovacs (am Ball) und der SV Sulzemoos beim wichtigen Heimspiel heute Abend gegen den FC Schwabing.
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An die Aufholjagd gegen Feldmoching anknüpfen wollen Matte Kovacs (am Ball) und der SV Sulzemoos beim wichtigen Heimspiel heute Abend gegen den FC Schwabing.

Gegen Abstiegskonkurrenten FC Schwabing

SV Sulzemoos steht vor dem „Spiel des Jahres“

  • vonMoritz Stalter
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Am heutigen Mittwoch (19.30 Uhr) messen sich in Sulzemoos zwei Bezirksliga-Teams, die am vergangenen Spieltag mit Comebacks glänzten.

Sulzemoos – Doch die Geschichte des Duells ist eine andere: Der SVS und der FC Schwabing belegen aktuell die beiden Abstiegsrelegationsplätze. Markus Wagenpfeil, der Teammanager der Heimelf, spricht vom „Spiel des Jahres“ und erwartet von der SVS-Elf, dass dies auf dem Platz zu sehen ist.

SV Sulzemoos ist einen Platz hinter dem FC Schwabing

Die Ausgangslage: Die Sulzemooser liegen in der Tabelle einen Punkt und einen Platz hinter Schwabing, ihr Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz beträgt zwei, der Rückstand auf das rettende Ufer vier Zähler. „Die Jungs müssen die Situation verstehen und sich den Arsch aufreißen“, fordert Wagenpfeil. Dann schiebt er nach: „Sonst gibt es am Donnerstag im Training Gesprächsbedarf.“ Mit einem Sieg würden die Sulzemooser am Gegner vorbeiziehen, mit einer Niederlage vorerst den Anschluss verlieren.

Der FC Schwabing hat seinen Spielstil geändert. Zu Saisonbeginn war Minimalismus angesagt. Nach acht Spieltagen lag die Torbilanz bei 4:6 Treffern – im Schnitt fiel bei den Spielen mit FCS-Beteiligung also nur knapp mehr als ein Treffer (1,25 Tore pro Spiel) und damit mit Abstand die wenigsten der Liga. Sulzemoos stand ebenfalls bei sieben Punkten, wenn der SVS seine Füße im Spiel hatte, war aber deutlich mehr geboten (3,1 Tore pro Spiel, Torbilanz: 8:17).

FC Schwabing spielt inzwischen mit mehr Risiko

Doch nun ist Kleckern statt Klotzen angesagt. Ab dem neunten Saisonspiel und damit weit vor dem Trainerwechsel – nach dem 16. Spieltag übernahm Fabian Herrmann (zuvor Co-Trainer Eintracht Freising) von Tarik Sarisakal – versuchten es die Schwabinger mit mehr Risiko. Seitdem kassieren sie mehr Gegentore, treffen aber auch deutlich häufiger.

Unter dem Strich fahren sie gut damit. Von den letzten sechs Spielen verloren die Münchner nur jenes gegen Dornach (0:5). Danach übernahm Herrmann. Unter ihm ist der FCS in drei Spielen (zwei Siege, ein Remis) ungeschlagen.

FC Schwabing und SV Sulzemoos holten im letzten Spiel einen 0:2 Rückstand auf

Beim ihrem 2:2-Unentschieden bei der Zweiten des VfB Eichstätt am vergangenen Spieltag gelang den Schwabingern das gleiche Kunststück wie dem SV Sulzemoos im Heimspiel gegen Feldmoching (ebenfalls 2:2). Beide Teams lagen zur Halbzeit mit 0:2 zurück und holten am Ende einen Punkt.

Auf Sulzemooser Seite hielt sich die Freude nach dem Schlusspfiff trotz der erfolgreichen Aufholjagd in Grenzen. „Wir haben nicht so gespielt, wie wir es wollten. Das ärgert uns nach wie vor. Mit etwas Abstand können wir aber mit dem Punkt leben, auch wenn wir mehr verdient gehabt hätten“, sagt Wagenpfeil.

SV Sulzemoos gegen FC Schwabing: Frimmers gesperrt, Sahin verhindert und Rupp verletzt

Stefan Frimmers Rote Karte in der Nachspielzeit sowie die Verletzung von Alexander Rupp (Muskelfaserriss) muss der SVS jedoch erst einmal verkraften. Beide fallen vorerst aus. Aykut Sahin muss aus beruflichen Gründen gegen Schwabing ebenfalls passen. Dafür hat Bilal Solanke die Belastung verkraftet. Der Stürmer fehlte lange aufgrund eines Kreuzbandrisses, kam zur Halbzeit und traf kurz vor Schluss zum 2:2-Ausgleich. Auch wenn Solanke noch nicht seine Topform erreicht hat, hilft er dem SVS, wenn er auf dem Platz steht. „Wir müssen bei Bilal dosieren. Mal sehen, ob er anfängt oder wieder zur Halbzeit kommt“, so Markus Wagenpfeil.

Hinspiel endete Unentschieden

In der Hinrunde trennten sich beide Teams übrigens mit einer torlosen Punkteteilung. Doch damals stand noch der „alte“ FC Schwabing auf dem Platz. Beim heutigen Flutlicht-Duell wäre eine Nullnummer überraschend – und für die Sulzemooser definitiv zu wenig.

(Moritz Stalter)

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